Lichtfinder Podcastfolge 25:

Warum es sich lohnt, die Kunst des Vergebens zu lernen

Vergeben?  Niemals!

Und was, wenn es der einzige Weg ist, dich zu befreien?

Groll, Ärger, alten Schmerz mit sich herumzutragen ist wie täglich Gift trinken und zu hoffen, dass der andere daran stirbt.

Wenn du bist wie die meisten Menschen, dann schweifen deine Gedanken oft ab in die Vergangenheit, du denkst mit Bedauern daran, was du hättest besser machen können oder du holst schmerzvolle Erinnerungen und alten Groll  wieder und wieder hervor.

Wenn mir alte Menschen von ihrem Seelenschmerz erzählen, dann frage ich immer nach:

“Und wie lange ist das jetzt her?”

Weil es so lebendig klingt, so präsent, als wäre es gestern gewesen. Die Antwort ist häufig: “Ach, viele Jahre…”. Oft war es sogar in der Kindheit.  Sie haben die Erinnerungen lebendig gehalten, indem sie sie immer wieder hervorgeholt haben.

Ich stelle euch heute einen Weg vor, Vergangenes loszulassen, alten Groll und Ärger aufzulösen und mit sich endlich in Frieden zu kommen.

Es geht um Vergebung. Sich selbst und anderen bedingungslos zu vergeben mit dem Ziel, frei zu werden und die Liebe in dir wieder fließen zu lassen. Denn wenn du es schaffst, dich zu befreien, kommst du endlich in deinem Leben jetzt an und hast die Möglichkeit jetzt wirklich glücklich zu sein.

Wie immer ist es eine Entscheidung.

Du kannst jetzt entscheiden, dich auf den Gedanken einzulassen, alles aus dem Weg zu räumen, was deine Energie am Fließen hindert.

Als wunderbarer Nebeneffekt tust du nicht nur dir was Gutes, sondern der ganzen Welt. Denn wenn sich ein Teilchen im System ändert, ändert sich das ganze System.

Das Hawaiianisches Vergebungsritual Ho’oponopono

Ich hole mir die Macht zurück, mein Leben zu gestalten

Ho’oponopono gilt als die wichtigste Konfliktlöse und Vergebungsmethode.

  • “Ho’o” bedeutet “machen”
  • “Pono”  – “richtig”

So bedeutet es ungefähr: „Alles richtig richtig machen.”

Interessant dazu: Der hawaiianische Gruß „Aloha“ bedeutet: Ich sehe das Göttliche in dir, ich sehe das Göttliche in mir.

Ähnlich wie „Namasté “Ich verbeuge mich zu/vor dir”  (Schöne Erklärung: https://blog.mindvalley.com/de/namaste/)

Ho’oponopono ist sozusagen Liebe in Aktion.

Man vergibt sich und anderen dafür verletzt zu haben, verletzt worden zu sein, irgendwann nicht geholfen zu haben.

Bedingungslos vergeben, bedingungslos  lieben,  anschließend besser machen.

Es ist so wie die Festplatte des Computers zu löschen von alten Programmen und Dateien, die das Leben beschwerlich und langsam machen. So löschst du mit jedem Ho’oponopono quasi Dateien von deiner Festplatte, die dich nur blockieren und die du nicht mehr brauchst.

Durch Erfahrungen in unserem Leben haben wir sozusagen schwere Steine in unsere Seelenlichtschale bekommen.

Vergebung bedeutet, diese Steine wieder herauszugeben, loszulassen und damit die Seelenschale wieder frei und leicht zu machen. Damit können wir sie

in den Zustand VOR der “Gebung” zurückzuversetzen: (englisch) For-Giving

Das Vergebungsritual besteht im Kern aus diesen 4 Sätzen. Die Reihenfolge der letzten beiden Sätze ist unterschiedlich angegeben in den Quellen und erscheint letztlich nicht wichtig.

4 Wundersätze

  • Es tut mir leid
  • Vergib mir
  • Danke
  • Ich liebe dich

Wie jetzt? Es tut MIR leid?

“Ich hab doch nix angestellt! Jetzt soll ich mir auch noch selber die Schuld geben…???”

Nein, keineswegs. Das Konzept von Schuld ist hier fehl am Platze. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und dadurch in die Macht zu kommen, etwas zu ändern.

Außerdem gilt nun mal: Es ist nicht möglich, andere Menschen zu ändern. „Der einzige Ort im Universum, den wir wirklich ändern können, sind wir selbst.“ (Aldous Huxley)

So beginnt der Frieden bei mir.

  • Jetzt 100% Verantwortung übernehmen.
  • Vom Reagieren zum Agieren kommen.
  • Das gibt 100% Macht an dich zurück.

Das Geheimnis von Ho’oponopono: Zurücktreten, nichts und niemanden mehr bewerten

„Bevor die Sonne untergeht, vergib.“

    – Hawaiianisches Sprichwort –

Solange wir mit Groll, Hass, Trauer oder Enttäuschung an eine Beziehung denken, werden wird durch das Gesetz der Resonanz nur eine ähnliche Beziehung anziehen. Oder wir sperren uns generell für eine harmonische Beziehung.

+ Deshalb lass uns alte Verletzungen heilen.

+ Lass uns die Vergangenheit heilen.

+ Lass uns aus Erfahrungen lernen, Vergangenes loslassen und nach vorne schauen.

Sonst ziehen wir immer wieder dasselbe in unser Leben.

Wenn man sich die Fehler der Vergangenheit nicht  vergibt und glaubt, schuldig zu sein, wird man womöglich  krank. Schließlich muss man für die Fehler bestraft werden und leiden. Damit programmieren wir unser Unterbewusstsein auf Selbst-Zerstörung.

Autoimmunkrankheiten, Rheuma, Krebs: Die Aggression richtet sich gegen den eigenen Körper, das Immunsystem zerstört sich selbst.

Das ist der psychische Anteil an der Verursachung. Und darin liegt gleichzeitig unsere Macht, uns selbst zu heilen.

Alles ist nach den Gesetzen der Quantenphysik miteinander verbunden.

Ich bin ein Teil dieser Welt. Wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt.

– Die Geschichte von Dr. Len – (nur im Audio)

So befreist du deine Seelenschale

Immer wenn schlechte Gefühle aufkommen, alter Groll, Ärger, Schulddenken, Bewerten und Beurteilen, Verzweiflung über eine schlimme Situation, sprich die

4 Wundersätze

  • Es tut mir leid
  • Vergib mir
  • Danke
  • Ich liebe dich

– Was bedeuten die 4 Sätze? – (nur im Audio)

Sprich sie am besten in 3 Richtungen

  • in Richtung Leben
  • zu mir selbst
  • zu dem Menschen, den es betrifft

Bei Dr. Len gab es noch 2 weitere Sätze:

  • Ich übergebe das jetzt Gott/dem Universum. (Ich lasse los.)
  • Ich bin bereit, ein Wunder zu bezeugen.

Viel Freude auf dem Weg zu deiner leichten, freien Seelenschale. Es ist ein Weg, den es sich zu gehen lohnt.

Und wenn du jemanden dabei zur Unterstützung brauchst, bin ich gerne auch via Zoom/Telefon für dich da.

Deine Kerstin von Lichtfinder

 

Brauchst du noch einen Schubs, um endlich loslassen zu können, was nix mehr taugt?

Dann ist diese Folge 26 meines Podcasts für dich. Hier einige Textauszüge daraus. Die vollständige Folge hörst du am besten über eine Podcast App an. Zum Reinhören siehe meine Homepage.

5 Stolperfallen die dich daran hindern, wieder glücklich zu werden. Und mögliche Wege heraus.

 – Die Geschichte von den zwei Mönchen – (nur im Audio)

Warum kann ausgerechnet ich dir hier weiterhelfen?

Neben meiner psychologischen Ausbildung kommt dazu meine eigene schmerzhafte Erfahrung: Der Bruch nach fast 30 Jahren Beziehung. Die Trennung von dem Mann, mit dem ich fast mein ganzes Leben verbracht habe, seit meiner Jugend.

Du kannst dir vorstellen, da gab es die Notwendigkeit, loszulassen. Und es gab so vieles zu vergeben.

Dem Ex-Partner und auch mir selber.

Zu dem Thema passt übrigens sehr gut die Folge 25. Da stelle ich dir das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono vor.

Zunächst möchte ich einmal definieren:

Was Loslassen und Vergeben nicht ist

  • Loslassen heißt nicht vergessen was geschehen ist
  • Loslassen bedeutet nicht gutzuheißen, was passiert ist
  • Vergebung bedeutet nicht, einverstanden zu sein
  • Du tust es nur für dich, um frei zu werden, frei zu sein von altem Seelenballast.

In einer schmerzhaften oder toxischen Beziehung ist viel passiert. Ich gehe in dieser Folge von demjenigen aus, der sich selbst als das Opfer in der Beziehung betrachtet. Von demjenigen, der betrogen wurde, der seelisch oder körperlich verletzt wurde, der verlassen worden ist.

Da wohl mehr Frauen als Männer diesen Podcast hören, gehe ich dabei in der Regel von der Frau aus und verwende deshalb die Geschlechter der Einfachheit halber aus Sicht der Frau.

Ihr Männer, bitte setzt an den Stellen für euch einfach eure frühere Partnerin ein.

Die Betrogene oder Verlassene, Gedemütigte fühlt sich meist klein, ungeliebt, wertlos. Kann nicht verstehen, wie ein Mensch so sein kann. Und warum ihr das passiert ist.

So trägt man diesen Menschen, der einem so viel Leid verursacht hat, manchmal sein ganzes Leben lang weiterhin mit sich rum.

Vielleicht geht es dir auch so und du musst Tag für Tag an deinen Expartner denken. Quälst sich mit Ärger- und Grollgedanken. Grübelst, was du selbst wohl  falsch gemacht hat, dass es so gekommen ist.

Immer wieder kommen dieselben Fragen hoch:

  • Warum ist das so geworden? Was ist mit uns passiert? Wie kann ein Mensch sich so verhalten?
  • Wer ist dieser Mensch eigentlich, der da an meiner Seite war? Ich scheine ihn gar nicht wirklich gekannt zu haben…
  • Was habe ich vielleicht auch alles falsch gemacht? Hätte ich es durch andere Entscheidungen an manchen Stellen verhindern können, dass es so weit kommt?
  • An welcher Stelle war ich blind?
  • Kann ich jemals wieder vertrauen?

Vielleicht ist auch dein Herz eingemauert worden und nun mit einer dicken Mauer umgeben.

“Nie wieder soll mir jemand so weh tun können.”

“Nie mehr will ich vertrauen und mich verletzlich machen.”

“Wegen diesem Menschen kann ich nie wieder lieben oder vertrauen.”

“Ich bin ein gebranntes Kind.”

Wenn dann jemand kommt und sagt:

“Vergib, was gewesen ist, lass los!”

Dann kommt die Reaktion:

Aber wieso sollte ich vergeben? Er hat mich verletzt. Es ist so viel passiert, was ich niemals vergeben kann. Er hat es nicht verdient, dass ihm vergeben wird. Es ist zu viel passiert, es war zu schlimm.

 

Falle 1: Du gibst die Macht ab

Doch merkst du was?

Damit gibst du deinem Ex immer noch die Macht über dein jetziges Leben. Tag für Tag. Immer wenn du daran denkst voller Groll vergiftest du dein eigenes Leben, deine Gefühle, dein Herz.

Und du hinderst dich selbst damit am Glücklichsein.

Hast du auch die Glaubenssätze:

Ich werde nie wieder glücklich sein?

Wegen meiner Scheiß-Vergangenheit kann ich nicht glücklich sein ?

Solange du das glaubst, ist es genau so. Denn indem du selbst tagtäglich an die Vergangenheit denkst, alles wieder und wieder lebendig in deinen Kopf zurückholst, schaffst du es , dass das Vergangene dein ganzes Leben lang wie ein schwerer Stein auf dir lastet und dich begleitet.

Du gibst damit deine Macht über dein Leben ab an andere.  Und an genau den Menschen, mit dem du eigentlich gar nichts mehr zu tun haben willst.

 

Falle 2: Du siehst dich als Opfer

Du siehst dich als das Opfer in eurer Beziehung? Als die, der etwas angetan wurde? Vielleicht bist du es in mancher Hinsicht auch tatsächlich gewesen.

Zwar gehören immer zwei dazu. Zwei zum Tangotanzen. Doch einer schafft es tatsächlich, euch beide aus dem Takt zu bringen.

Zwei gehören dazu, damit etwas schief läuft heißt es. Einen, der etwas Schlimmes macht, der andere, der das Spielchen (viel zu lange mitspielt), es mit sich machen lässt, zulässt, dass es geschieht. Nicht rechtzeitig eingreift, sich wehrt oder die eigenen Konsequenzen zieht.

Beides ist wohl richtig.

Der eine hat was angestellt. Und euch beide damit aus dem Gleichgewicht gebracht.

Zurecht ist da dein Groll und Ärger.

Deshalb lass die Wut, den Ärger erstmal zu. Lass deine inneren Wölfe los.

Doch bitte am besten für dich allein.

Da darfst du auch laut werden oder einen Boxsack oder ein Sofakissen benützen. Mach das.

Es tut gut.

 

Falle 3: Der Wunsch nach Rache

Dem will ich alles heimzahlen, am liebsten mit gleicher Münze. Der soll denselben Schmerz spüren, den ich auch spüren musste. Der soll selber erleben, wie es ist, belogen und betrogen zu werden. Ich möchte ihm NICHTS schenken. Ich will es ihm nicht leicht machen, denn das hat er einfach nicht verdient!!!!!!

Da ist dieses Bedürfnis nach Gerechtigkeit, ja Gerechtigkeit und Ausgleich.

Auch nach Verstehen und Verständnis dafür, welcher Schmerz dadurch bei dir entstanden ist. Was das mit dir gemacht hat.

Du wünschtest, er würde bereuen, zutiefst bereuen und einsehen, was er für Fehler gemacht hat.

Es täte dir ehrlich gut, das auch von ihm zu hören.

Doch das wirst du vielleicht nie.

Die gute Nachricht ist: das musst du auch nicht. Du kannst völlig unabhängig loslassen. Das ist deine Macht.

Alles kommt zurück

Solltest du dir Vergeltung wünschen, musst du wissen, dass alles im Leben zurückkommt. Das ist das Gesetz der Resonanz.

Das heißt, dein Ex wird vom Leben schon zurückbekommen, was er selbst hinausgesandt hat. Darauf kannst du vertrauen.

Du darfst das jetzt abgeben. Lass es nicht länger deine Verantwortung sein.

Für dich selber heißt das:

Wenn du Gutes vom Leben zurückbekommen möchtest, schicke selbst auch Gutes hinaus.

Also keine Hass und Rachegedanken mehr, denn damit schadest du dir letztlich nur selbst.

Buddha sagte: “Hass ist wie Gift trinken und hoffen, dass der andere daran stirbt.”

Deshalb: Versuch doch mal, deinem Ex von Herzen alles Gute zu wünschen, vielleicht auch eine neue Liebe. Du wirst sehen, was du an guten Wünschen aussendest, kehrt zu dir zurück und wird zu deinem eigenen Glück.

 

Falle 4: Du verwechselst Verantwortung mit Schuld

Zum anderen ist da die unangenehme Tatsache, dass du irgendwie auch einen Teil Verantwortung trägst an dem Leid, das in dein Leben gekommen ist.

Auch wenn du das vielleicht nicht hören willst: Du hast es irgendwie hineingelassen, du warst in der entsprechenden Energie, damit das passieren konnte.

Du hast irgendwie bewusst oder unbewusst deinen Teil beigetragen.

Weil du auch nicht anders konntest in diesem Moment. Es ist in Ordnung. Du hast dennoch keine Schuld. Denn du hast immer nur das gemacht, was dir im Moment zur Verfügung stand.

Jetzt bist du schlauer geworden.

Sprich dich frei von Schuld, denn da ist keine Schuld.

Selbst-Vergebung

Vergib dir selbst und damit lässt du los, all die schweren Steine in deiner Seelenschale. Hör dazu die Ho’oponopono Folge nochmal an.

Manchmal ist der eigene Anteil auch gar nicht ersichtlich. Du hast vielleicht wirklich nichts dazu getan in diesem Leben. Manchmal sind es Altlasten, die wir unbewusst  in uns tragen.

Was ich damit sagen will, ist, dass dir dein Anteil am Geschehen womöglich gar nicht klar ist. Dass du die Verantwortung nur und ausschließlich beim anderen siehst. Das ist in Ordnung.

Vielleicht hast du auch Recht, doch glaub mir, du warst Teil des Lebensspiels und wenigstens das ist deine Verantwortung. Wenn du dies anerkennst, gewinnst du die Macht, den weiteren Verlauf selbst zu bestimmen, nur darum geht es.

Wenn du wieder frei werden willst, ist es notwendig, dass du dir erstmal selbst verzeihst.

(Vielleicht deine Blödheit,  deine Nachgiebigkeit, deine Blauäugigkeit, deine Naivität und Gutgläubigkeit? )

Wenn ich richtig radikal ehrlich zu mir selbst bin, dann  gibt es so vieles, was ich mir selbst zu verzeihen habe…

Du merkst schon, da kann ganz schön viel Aggression gegen dich selbst drin stecken. Deshalb ist es so wichtig, dir selbst zu vergeben. Damit du von der Aggression gegen dich selbst zu einem liebevollen Umgang und Dialog mit dir selbst kommst.

Du warst nicht blöd und blauäugig. Sondern du tickst einfach anders. Wer selbst ehrlich ist, geht bei anderen auch zunächst davon aus.  Nun weißt du, dass nicht alle so sind wie du.

 

Falle 5: Dein Selbstwertgefühl ist unten

Dein Selbstwertgefühl hat womöglich schon in der Zeit der Beziehung ziemlich gelitten.

Weil so einer Trennung geht ja was voraus.

Man schweigt sich an über Tage oder Wochen oder aber streitet lautstark, macht sich gegenseitig Vorwürfe.

Belächelt den anderen, macht sich heimlich oder offen lustig.

Es wird kritisiert und alles hervorgezogen, was der andere falsch macht.

Die negativen Botschaften überwiegen und das oft über Jahre

es muss auch gar nicht offen ausgesprochen werden:

allein das Hochziehen der Augenbrauen, das verständnislose Kopfschütteln oder Augenrollen, der grimmig verkniffene Mund verletzt wieder und wieder.

Jedes Mal spiegelt einem der Partner oder die Partnerin:

Du bist nicht in Ordnung. Ich fühl mich nicht wohl mit dir. Am liebsten hätte ich jemand anderen.

Das frisst auf.

Jeder braucht so sehr die Wertschätzung des Partners.

Und selbst wenn es heißt, ja liebst du dich denn selbst genug?  Wie soll dich denn jemand liebevoll oder respektvoll behandeln, wenn du es selbst nicht tust… – Dann ist das nicht hilfreich:

Im Gegenteil, es macht kaputt und es wird immer schwerer, den eigenen Selbstwert stabil zu halten.

Es ist, als würde der Feind im eigenen Bett liegen oder im selben Haus wohnen.

Solche Beziehungen fühlen sich an wie die Hölle, wie ein Martyrium und sie machen meist beide kaputt. Den sensibleren der beiden mehr als den anderen.

Verarbeiten braucht Zeit

Wenn die Beziehung dann endlich beendet ist, gibt es so vieles aufzuarbeiten. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Darum bring bitte auch Geduld mit. Pro Beziehungsjahr mindestens ein Monat zur Verarbeitung, heißt es. Das kann bei dir viel schneller gehen, doch gib dir Zeit.

Gib dir Zeit, zu verarbeiten, Zeit mehr und mehr loszulassen, immer freier zu werden, immer mehr dein eigenes Leben zu leben. 

Wege heraus in dein neues Leben

  1. Übernimm jetzt die Verantwortung für dein Glücklichsein

Wenn du nicht willst, dass die Vergangenheit mit diesem Menschen deine nächsten 20 Jahre auch noch beeinträchtigt und dich am Glücklichsein hindert, dann entscheide dich heute, loszulassen.

Entscheide dich heute, die volle Verantwortung für dein Seelenglück zu übernehmen und der Vergangenheit und den Menschen darin nicht länger die Macht zu geben, dein Leben zu beeinflussen.

Mit dem Anerkennen der Verantwortung, dem eigenen Anteil daran, bekommst du auch die Macht, für dich die Verantwortung jetzt zum Guten zu übernehmen.

Dir selbst die Erlaubnis zu geben, jetzt neu anzufangen, jetzt loszulassen und die Vergangenheit hinter dir zu lassen.

Das Leid  ist nicht ohne dein Zutun in dein Leben gekommen und mit deinem Zutun kannst du dich selbst auch wieder glücklich machen.

Es geht darum Verantwortung für sich zu übernehmen. Fürs eigene Leben. Fürs eigene Glück.

 

2. Begehe ein beeindruckendes Loslass-Ritual

Mach am besten ein Ritual daraus. Gestalte es, wie auch immer du möchtest.

Ich stelle dir mal mein Lieblingsritual vor:

Erprobt und als sehr befreiend erlebt:

Schreib einen langen Brief per Hand an deinen Expartner und schleudere ihm oder ihr in diesem Brief all deine Enttäuschung entgegen. Alles, was dich die ganze Zeit gedanklich umgetrieben hat. Alles, was du ihm oder ihr noch sagen wolltest. Am Ende schreibe, dass du ihm jetzt alles vergibst, damit du frei wirst und jetzt loslässt und wünsche bitte auch alles Gute für seine Zukunft. Dann, ganz wichtig…

Schick diesen Brief nicht ab, übergib ihn auch nicht,

sondern verbrenne ihn.

Nimm dazu am besten einen Zinkeimer, tu irgendein Erinnerungsstück von deinem Ex hinein, ein Kleidungsstück, ein Foto… irgendwas ungiftig brennbares, dazu Anzündwolle nicht Vergessen.

Geh dazu bitte unbedingt ins Freie, in deinen Garten oder in die Natur an einen ruhigen Ort. Du solltest wirklich ungestört dabei sein.

Such dort einen feuersicheren Platz wo der Zinkeimer sicher stehen kann.

Lies dir nun selbst deinen Brief halblaut vor und am Ende zündest du alles an. Schau nun dem Rauch zu, der aufsteigt und stell dir vor, zusammen mit dem Rauch verschwindet all dein Schmerz und du lässt deine Vergangenheit jetzt los. Der Rauch steigt hoch in den Himmel und du übergibst das alles dem Himmel. Übergibst es den weisen Mächten, der Natur, dem Universum.

Da der Rauch in den Himmel aufsteigt und sich auflöst, ist diese Vorstellung sehr anschaulich und du weißt, dass die Botschaft aus deinem Brief deinen Ex erreichen wird. Denn der Himmel und die Luft sind überall. So kannst du absolut sicher sein, dass auf energetischer Ebene, deine Botschaft ankommt. Mehr brauchst du nicht.

Du hast ein Recht auf ein glückliches Leben. Du hast ein Recht auf eine neue Liebe. Und weil du loslässt, kannst du dich öffnen für neue, schöne Beziehungen.

 

3. Raus ins Leben! Spiel wieder mit und baue dein Selbstwertgefühl auf

Probiere aus, lerne verschiedene Menschen kennen, knüpfe lockere Kontakte. Melde dich dazu ruhig bei Dating-Portalen an. Du weißt nun genau, was du nicht mehr willst, stimmt’s? Doch schreib das bitte nicht auf deine Dating-Seite. Schreib stattdessen, was du dir wünschst, was dir wirklich wichtig ist in einer Partnerschaft.

Und denk daran, dass niemand so perfekt ist, dass er alle Punkte deiner Wunschliste abhaken kann. Doch die wichtigsten sollten diesmal stimmen. Deshalb mach dir klar, was du wirklich in einer Beziehung brauchst: gemeinsame Aktivitäten, körperliche Nähe, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Respekt?

Sei dir auch bewusst, dass du selbst nicht die perfekte Partnerin bist. Auch du wirst für den anderen nicht alle Wünsche erfüllen können. Doch dazu sind Partner auch nicht da. Nicht für das gesamte Paket an Bedürfnissen.

Wirf dich ruhig wieder in die Welt der Partnersuche, flirte, sei neugierig offen für Neues. Ganz nebenbei wird den Selbstwertgefühl wieder gepusht, wenn du wieder umworben wirst.

Du musst hierbei nicht gleich den Mann oder die Frau fürs Leben finden, du kannst nur einfach wieder Leichtigkeit erleben und dich begehrt und lebendig fühlen.

Ich fasse nochmal zusammen, was du aus dieser Folge heute mitnehmen kannst:

So wirst du frei:

  • Übernimm wieder die volle Verantwortung für dein Glücklichsein.
  • Entscheide dich, damit die Macht und das Ruder wieder selbst zu übernehmen, denn wem sonst willst du das überlassen? Deinem Expartner?
  • Vergib dir selbst (am besten mit Ho’oponopono), sprich dich frei von aller Schuld. Verantwortung hat nichts mit Schuld zu tun.
  • Lass deinen Ex los. Nutze dazu alles, was dir passend erscheint: Ich kann nur empfehlen, ein beeindruckendes Loslassritual durchzuführen.

Es gibt da noch weitere energetische Rituale, die allein in der Vorstellungskraft ausgeführt werden und sehr wirkungsvoll sein können. Da kann sich innerlich viel tun.

Am Ende hab ich für dich eine kleine solche Übung platziert, damit du selbst  entscheiden kannst , ob du jetzt schon dazu bereit bist.

  • Bau dein Selbstwertgefühl auf. Sprich liebevoll mit dir selbst, sei geduldig mit dir. Es braucht etwas Zeit. Flirte wieder, knüpfe neue Kontakte, probiere neue Hobbies aus, fühl dich begehrenswert und lebendig.

Übung: Energetisches Abschneiden von Verbindungen (nur als Audio direkt im Podcast,  bei Minute 25:35)

Ich freue mich, von dir zu hören, wie es dir mit dieser Folge geht. Lass mir gerne einen Kommentar da. Bis bald.

Licht und Liebe, deine Kerstin von Lichtfinder

 

Lichtfinder Podcastfolge 11 (Skript zum Nachlesen)

Gehen oder bleiben? Trennung ja oder nein? Wie es dir leichter fällt, eine klare Entscheidung für oder gegen deine Beziehung zu treffen.

Als ich das Thema gewählt habe, hab ich erst gemerkt, was für ein Fass ich da aufmache. Wie komplex das ist. Es geht heute hauptsächlich um die Entscheidung, ob du in deiner Beziehung noch bleiben willst, oder ob du dich besser trennst. Doch auch für andere Arten von Entscheidungen kann dieser Beitrag heute für dich wichtig sein.

Entscheidungen sind schwer

Gehörst du auch zu den Menschen, denen es grundsätzlich schwer fällt, Entscheidungen zu treffen? Eines ist sonnenklar: Du bist damit nicht allein.

Seit jeher gehören Entscheidungen zu den schwierigsten Aufgaben, die wir haben. Schon ganz früh in der Geschichte der Menschheit gab es Vogelschauen, Sterndeutungen, Runen und später Kartenlegen oder Pendeln, wenn schwierige Entscheidungen angestanden sind.

Herrscher befragten die Weisen ob es ratsam war, in den Krieg zu ziehen. Ob diese eheliche Verbindung unter einem guten Stern stehen würde.

Wenn wir verzweifelt hin und her überlegen, ist uns jedes Mittel recht, jedes noch so wundersame, magische Mittel, dass uns von außen oder durch jemand anders die Entscheidung abgenommen wird. Zu unsicher ist es, wie es dann weiter geht. Ob es richtig ist. Ob wir es nicht später bereuen werden.

Ich kenne das selbst noch zu gut von früher. Als Jugendliche war es das Gläserrücken, das uns fasziniert hat, Ja oder nein – liebt er mich oder nicht? Was soll ich tun?

Später das Pendel, das die Antwort geben sollte, der Blick ins Horoskop, das Legen von Tarotkarten. Alles ein Ausdruck höchster eigener Unsicherheit. Etwas soll mir sagen, was wirklich gut für mich ist.

Was ein Coach oder Berater für dich tun kann

Auch am Telefon rufen mich die Leute an und fragen um Rat. Fragen mich, was ich an ihrer Stelle tun würde.

Dabei kann einem kein Berater, kein Coach und tatsächlich nix und niemand eine wichtige Entscheidung abnehmen.

Es ist nicht wichtig, was ich tun würde. Ich bin nicht du. Es geht nicht um mich.

Niemals würde ich jemandem raten :“Ja, verlass ihn – oder Nein, bleib bei ihr.“ „Ja, kündige den Job.“ oder „Nein, bleib darin.“

Ich bin nicht die andere Person. Ich fühle nicht ihre Gefühle. Zwar kann ich mich oft sehr gut hineinfühlen. Doch letztlich bin ich anders. Ich habe nicht dieselben Erfahrungen gemacht, ich habe nicht dieselben Fähigkeiten, nicht denselben Charakter und nicht die gleichen Bedürfnisse. Es ist deshalb nicht wichtig, was ich tun würde. Es geht hier nicht um mich. Es geht um diesen einzigartigen Menschen, der da ist und um eine Entscheidung ringt.

Was ich als Berater und Coach tun kann, ist Helfen herauszufinden, worum es dir, wenn du der Ratsuchende bist, eigentlich geht. Was dir wichtig ist im Leben generell und in diesem speziellen Fall. Ob das eine oder das andere für dich stimmiger ist. Wo du dich wohler fühlst – jetzt im Moment oder auch langfristig und auf die Zukunft bezogen. Ich kann dich hineinfühlen lassen.

Das ist nicht leicht mit sich selbst auszumachen. Gut, wenn dich jemand dabei begleitet. Das ist ein Teil meiner Arbeit.

Oft geht es bei den Beratungen darum, ob es besser ist, sich zu trennen oder zu bleiben.

Oft ist ganz viel Angst mit im Spiel

Angst vor dem Unbekannten, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor finanzieller Not, Angst, nach der Trennung Freunde zu verlieren, Angst nichts mehr wert zu sein oder nicht mehr attraktiv genug zu sein. Angst niemanden mehr zu finden.

Da so viel Angst mitschwingt, ist es wichtig, herauszufinden, ob demjenigen eigentlich an diesem Menschen noch genug liegt. Oder ob es nicht einfach so viel bequemer und sicherer ist, in der vertrauten, wenn auch unglücklichen Beziehung zu bleiben. Die meisten Menschen verharren vor lauter Angst und Unsicherheit lieber im vertrauten, bekannten Elend. Zu schlimm ist die Aussicht, auf sich allein gestellt zu sein.

Andererseits ist es ein furchtbares Hin und Her der Gefühle. Eigentlich will derjenige was anderes im Leben. Da ist vielleicht die Sehnsucht nach Abenteuer und Abwechslung.  Grad in der Midlife Crisis. Ganz oft ist da der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit und Interesse, sich endlich wieder begehrt und attraktiv fühlen. Oft fehlt es auch an gemeinsamen Unternehmungen. Echte Paarzeit zu zweit geht ab. Fehlende körperliche Nähe.

Nicht zu lange abwarten

Wenn ich etwas raten kann, dann ist es, nicht zu lange zu warten, wenn eine Unzufriedenheit chronisch wird. Fair wäre es, dem Partner gegenüber möglichst bald anzusprechen, was da für Sehnsüchte sind und ihm zumindest die Chance zu geben, sich entsprechend mit zu verändern. Es ist ja auch gut möglich, dass der andere genau so unzufrieden ist und bisher selber nichts angesprochen hat. Womöglich ist er dankbar für Veränderung und Abwechlsung.

Wenn wir jedoch von vornherein unterstellen, dass das mit diesem Partner ohnehin nicht möglich sein wird, nehmen wir ihm jede Chance.

Vor allem wenn gemeinsame Kinder da sind, ist es wichtig, nichts unversucht zu lassen, um sich gegenseitig wieder anzunähern, sich wieder zu entdecken, sich gemeinsam weiter zu entwickeln. Das geht nur durch viele Gespräche, extra investierte Zeit und den beidseitigen Willen zusammen zu bleiben. Eine Offenheit für die Wünsche und Bedürfnisse des anderen ist dabei nötig. Es müsste bei beiden noch der Wille da sein, sich wieder ineinander zu verlieben. Sich daran zu erinnern, was einen einmal zusammengebracht hat.

Das ist umso schwieriger, je länger es schon ein Nebeneinanderher-Leben war. Je länger einer der beiden schon innerlich gekündigt hat, seine Gefühle heruntergefahren, eingefroren, eingesperrt hat. Je länger die Überzeugung wieder und wieder im Kopf wiederholt wird: „Mit diesem Menschen bin ich nicht mehr glücklich und kann ich auch nicht glücklich werden.“, umso mehr ist kaputt gegangen an der Basis für die Beziehung.

Ist es erst mal so weit gekommen, ist es ein langer, schwieriger Weg, wenn diese beiden wieder zusammenfinden sollen. Oft ist es dann zu spät für einen der beiden. Und es gehören zwei dazu.

Wenn du also auch immer noch Margeritenblumen abzupfst: „Soll ich, soll ich nicht…“

Dann kannst du genauso gut eine Münze werfen mit der Frage: Trennung Ja oder Nein?

Das ist ganz ernst gemeint, denn das Gefühl, das du irgendwo in dir wahrnimmst, wenn du dir dann das Ergebnis auf der Münze anschaust, dieses Gefühl verrät dir deine innere Antwort. Nimmst du eine Enttäuschung wahr, eine Resignation oder eine Traurigkeit, dann bist du mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

Sei ehrlich dir selbst gegenüber: Ist es wirklich der richtige Partner, mit dem du gemeinsam leben und alt werden möchtest? Dessen Schrulligkeiten du gerne erträgst, weil das so viel Positives ist, was du an ihm schätzt?

Stell dir diese Fragen

Die wichtigste Frage für mich ist:

  • Tut dir diese Partnerschaft überwiegend gut?

Tut dir dieser Mensch und das Zusammensein mit ihm überwiegend gut? Bereichert er dein Leben oder bremst er dich aus in deinem Glück?

Ebenso wichtige Fragen sind:

  • Ist der andere wirklich maßgeblich verantwortlich für dein Glück?

Was kannst du selbst an dir ändern und in deinem Leben, um dich glücklicher zu fühlen und um deine Partnerschaft als erfüllender zu erleben? Was kannst du selbst ändern und einbringen?

Da gibt es bestimmt etwas, was du selbst tun kannst. Für dich und dein eigenes Leben, ganz unabhängig von deiner Partnerschaft. Vielleicht kannst du auch mal allein ausgehen, ein paar Tage in den Urlaub fahren, ein neues Hobby beginnen. Eine neue Frisur. Kleidung, in der du dich attraktiv fühlst. Eigene Kontakte pflegen, nicht nur pärchenweise.

  • Bist du selbst denn ein guter Partner, eine gute Partnerin?

Das ist die Frage nach deinem Einsatz für die gemeinsame Partnerschaft.

 Auch da geht vermutlich einiges, was du mehr investieren könntest. An Überraschungen, netten Nachrichten, Aufmerksamkeit, Zeit nur zu zweit. Weißt du aktuell, wonach sich dein Partner sehnen würde? Du könntest ihn oder sie auch einfach danach fragen.

Die Frage ist nur, ob du dazu noch bereit bist. Bereit, für diesen Partner etwas zu ändern, dich mehr um ihn oder sie zu bemühen.

  • Sind überhaupt noch Gefühle da?

Empfindest du das Zusammensein schon lange überwiegend als Last ? Sind da wirklich gar keine Gefühle mehr und ihr beide  funktioniert nur noch, irgendwie, innerlich leer und ausgebrannt?

  • Was sagt dein Körper?

Bei Frauen ist es oft so, dass der Körper deutlich anzeigt, ob sie noch gerne mit diesem Mann zusammen sind oder nicht. Ist es ein Nein, äußert sich das dann in allerlei Beschwerden, die ein intimes Zusammensein unmöglich machen.

Häufige Entzündungen, die Sex verhindern, sind fast immer ein Aufschrei des Körpers, der sagt: da stimmt was nicht. Ändere was! Ändere was!

So was kann chronisch werden, wenn die Botschaft zu lange ignoriert wird.

Offenheit im Gespräch

Es muss dabei als Konsequenz nicht gleich die Trennung sein. Ihr könnt euch auch durch viele Gespräche und viel gegenseitigen guten Willen wieder aufeinander zu bewegen. Wenn der Wille auf beiden Seiten wirklich da ist.

Auf beiden Seiten, sonst bringt es leider nicht wirklich was.

Also wenn du fair sein willst und Kinder da sind. Redet miteinander. Lieber jetzt als noch länger zu warten. Bringt alles auf den Tisch. Ohne Vorwürfe und Beschuldigungen, denn die bringen euch nicht weiter. Sprecht alle Gefühle aus und was jeder so dringend braucht und sich wünscht. Wenn das schwierig und völlig neu für euch ist, so miteinander zu reden, dann sucht euch einen Paarberater, der euer Gespräch moderiert. Auch das ist Teil meiner Arbeit. Ich kann das. In deiner Nähe gibt es bestimmt auch jemanden. Such dir am besten jemanden, der Ahnung von gewaltfreier Kommunikation hat.

Nehmt euch regelmäßig und immer wieder gemeinsame Zeit und kuckt, ob ihr sie allmählich wieder zusammen genießen könnt.

Sei ehrlich mit dir selbst

Wenn das alles auf dich jedoch nicht zutrifft und entweder DU dir ein gemeinsames Leben gar nicht mehr vorstellen kannst und magst und  gar keine Gefühle mehr aufzufinden sind oder aber dein Partner verweigert sich jedem Gespräch und jeder Veränderung, dann weißt du schon, was du dir beim Münzwurf als Ergebnis wünschst.

Dann möchtest du lieber ein Leben ohne diesen Menschen. Dann tut er dir nicht mehr überwiegend gut, sondern zieht dich im Gegenteil sogar runter und schwächt dich. Zumindest ist das deine Wahrnehmung.

Fang bei dir an

Es kann auch hier sein, dass du das Problem für dein Unglücklichsein in dir trägst und es einfach mit dir mitnimmst. Dann hättest du mit dem nächsten Partner wahrscheinlich bald ähnliche Probleme. Genauso wie manche Leute ihre Arbeitsstelle immer wieder wechseln, weil der Chef so furchtbar ist und die Kollegen mobben und gemein sind. Bei der nächsten passiert es gleich wieder. Hm. Dann liegt die Ursache in dir drin. Dann musst du in dir was verändern und an deiner Persönlichkeit, an deinen Baustellen arbeiten. Deinen Schmerz auflösen, aus dem Schulddenken heraus kommen. Deinen Anteil daran erkennen.

Weil diese Möglichkeit immer besteht ist das für mich immer und auf jeden Fall der erste Weg: Kuck zuerst bei dir selbst. Was kannst DU tun. Was kannst du selbst tun?

Wenn du da natürlich schon seit Jahren dran arbeiten solltest und auch deinen Anteil bereits sehen kannst, dann kann es auch sein, dass eine Veränderung im Außen auch eine Veränderung im Innen leichter macht.

Doch in jedem Fall: eine Veränderung im Außen wird nicht reichen. Es kann die Dinge erleichtern und ins Rollen bringen. Wenn du selbst jedoch stehen bleibst und an deinen Denk- und Verhaltensmustern nichts änderst, wirst du dasselbe Problem bald wieder haben. Denn wir nehmen uns immer selber mit.

Ganz schön kompliziert , die Geschichte, hm?

Also zusammengefasst:

Wenn du wirklich etwas ändern willst, beginne innen, bei dir selbst. Finde heraus, was deine Verantwortung ist, was dein Einflussbereich ist und dann tu was du tun kannst. Bei dir selbst und auch im Außen.

Willst du auf dein Bauchgefühl hören? Vorsicht: die Angst stört dabei

Wenn du deine Intuition, deinen Bauch entscheiden lassen möchtest, dann ist die Entscheidung nur dann weise und gut für dich, wenn du es schaffst, die Angst dabei weg zu lassen.

Stell dich deiner Angst, geh durch die Angst hindurch, hin zu deinem Ziel.

Angst kann dich jahrelang in derselben unglücklichen Beziehung verharren lassen und du findest niemals heraus. Stell dir das mal vor, ihr beide, weit über 80 Jahre, immer noch zerstritten, eiskalt innerlich dem andern gegenüber, jeder krank vor lauter Ärger.

Wenn die Angst zu groß ist, Neues zu wagen, auf eigenen Beinen zu stehen, du aber weißt „Mit diesem Menschen werde ich niemals glücklich“ kannst du dir professionelle Hilfe gegen diese Angst holen. Zum Beispiel mit einem Coach an deiner Seite.

Oder: Ändere deinen Glaubenssatz in „Wenn ich mich selbst ändere, werde ich vielleicht auch mit diesem Menschen glücklich.“

Oder: Entscheide dich, endlich Ruhe zu geben und dich mit der gegebenen Situation und mit diesem Menschen als Lebenspartner abzufinden. Auch das kann erleichtern.

Nicht nur zwei Optionen

Will sagen: Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, nicht nur Ja oder Nein. Nicht nur Gehen oder Bleiben. Sicherlich wäre das eine klare Entscheidung, die sehr gut tun kann. Jedoch ist das nicht immer möglich und auch nicht immer nötig. Wenn Kinder da sind, seid ihr sowieso irgendwie weiterhin miteinander verbunden und müsst miteinander auskommen, euren Kindern zuliebe. Schließlich wollt ihr mal gemeinsam auf ihrer Hochzeit oder einem anderen wichtigen Fest sein können, oder? Für manche Paare ist auch eine offene Beziehung eine Lösung. Das will jedoch sehr gut überlegt und abgesprochen sein. Wenn einer nur dem anderen zuliebe darauf eingeht, wird es scheitern.

Nicht-Entscheiden ist das Schlimmste

Das Leben ist jedenfalls zu kurz für langes Verharren und Aushalten über viele Jahre hinweg. Jetzt ist deine Lebenszeit. Deshalb triff Entscheidungen. Für dich und für dein Glück. Denn wenn es dir gut geht, bist du auch wieder viel besser für andere da. Kannst ein besserer Partner sein, eine bessere Mutter, ein besserer Vater für deine Kinder usw.

Das Schlimmste ist tatsächlich, sich über Jahre hinweg nicht zu entscheiden und einfach in jeder Hinsicht unglücklich dabei zu sein. Eigentlich will ich jemand anderen, einen anderen Beruf oder ein ganz anderes Leben, doch kann ich nicht und trau ich mich nicht.

Ich verrate dir was: die Zeit löst nicht alles von selbst auf. Als ich mal in der Zeitung gelesen hab: 83Jähriger erschießt seine 79 Jährige Ehefrau nach 50 gemeinsamen Ehejahren mit der Begründung „Es war einfach zu schlimm. Er hat es nicht mehr ausgehalten.“ Da hab ich mir gedacht: Nein, so will ich nicht enden. Du kannst also 50 Jahre mit jemandem unglücklich zusammen sein und dann wirst du erschossen. Oder du erschießt ihn. Oder du kannst bis zur Rente in deinem Job unglücklich sein und kurz drauf an einem Herzinfarkt sterben. Das passiert tatsächlich recht häufig.

All das kann dein Leben sein, wenn du die Angst regieren lässt.

Triff wenigstens DIE EINE Entscheidung

Was du auch machst und wie du dich auch entscheiden magst, entscheide dich, glücklich zu sein. Schon jetzt. Denn selbst jetzt ist schon Vieles ganz gut.

Und allein diese Entscheidung wird alles Weitere ins Rollen bringen.

Ich entscheide mich, glücklich zu sein.

Namasté. Viel Freude auf deinem Weg in dein Glück.

Deine Kerstin von Lichtfinder

 

Dazu aus meinem Blogarchiv:

https://www.lichtfinder.com/soll-ich-soll-ich-nicht/

Lichtfinder Podcastfolge 10 (Transkript)

Kaum Energie? Wie du mehr Kraft bekommst für wichtige Aufgaben.

Wenn du allein beim Gedanken an deine Aufgaben erschöpft bist…

Kennst du das auch?

Schon am Morgen im Bett beginnt die anstrengende Arbeit. Nur in deinem Kopf. Die Augen sind noch zu, doch im Gehirn rattert schon die To-Do -Liste durch: Noch Einkäufe erledigen, Rechnungen bezahlen, Kind zum Ballett fahren und das Projekt für die Arbeit vorwärts bringen. Denn Geld will ja auch verdient werden. Außerdem ist da noch die Ablage zu machen, denn in dem ganzen Zettelkram findest du schon gar nichts mehr. Hundeentwurmung und Zeckenschutz steht an und die Wohnung schaut aus wie bei Hempels. Berge von Wäsche türmen sich auf und ach ja, der Garten – ein Biotop mit allerlei Unkräutern, die wild wuchern.

Beim Frühstück kommt dir der Gedanke immer mal wieder dazwischen: Ich muss unbedingt noch, ich sollte endlich, das hab ich auch immer noch nicht gemacht, ich wollte doch schon so lange….,  Mann, schon wieder eine Woche vergangen und die Steuererklärung hab ich auch noch nicht…

Im Badezimmer und beim Duschen wird die Erschöpfung dann immer größer, dabei… hast du eigentlich noch gar nichts von all dem gemacht. Kommt dir das bekannt vor?

Dass allein der Gedanke an all die bevorstehenden Aufgaben und Projekte dich immer schwächer werden lässt. Die Last  auf dem Rücken fühlt sich immer schwerer an, mit jedem weiteren Gedanken daran? Das ist schon seltsam oder? Wenn du es genau betrachtest, hast du deine ganze Freizeit bzw. jede freie Minute zwischen zwei Dingen damit verbracht, in Gedanken Schwerstarbeit zu leisten. Kein Wunder, dass du erschöpft bist.

Wie kriegen wir bloß unseren Kopf frei? Wie schaffen wir es bloß, nicht schon vorher in Gedanken zu arbeiten, wo wir doch noch gar nichts tun?

Zum einen würde ich mal das Hirn entlasten und eine Liste aufschreiben, in drei Spalten: Heute – Bald – Irgendwann.

Dann steht schon mal alles auf dem Papier und ich brauche nicht mehr ständig dran denken.

Dann kuck mal nur auf „heute“.  Muss das wirklich alles heute sein? Ist das überhaupt realistisch und menschenmöglich machbar? Ohne völlig am Rad zu drehen? Kann man dabei überhaupt noch entspannt bleiben? Wenn du die letzten drei Fragen mit Nein beantwortest, dann streiche unbedingt was von deiner Heute Liste bzw. kürze ein. Es sei denn du willst durchdrehen.

Glaub mir, kein Spaß, auch nicht für deine lieben Mitmenschen, die dich dann so ertragen müssen.

Bestimmt gibt es da auch Hauptbereiche, die heute so anstehen wie Büroarbeit – Haushalt – vielleicht der Luxus Fitness.

Wie wäre es, wenn du jedem von diesen Bereichen mal in Gedanken ein Symbol gibst: zum Beispiel der Büroarbeit ein Laptop-Symbol, dem Haushalt einen Putzeimer mit Lappen und dem ungeliebten Fitnessprogramm die Turnschuhe.

Welches Bild wählst du für deinen eher ungeliebten Bereich? Siehst du das Symbolbild  vor dir?

All diese Bereiche stehen heute für dich an. Die Bilder sind groß vor dir farbig und ganz nah. Wie wäre es, wenn du jetzt nacheinander jedes dieser Symbolbilder mal auf Schwarz-Weiß schaltest und dann eins nach dem anderen ganz weit weg schiebst. Bis ganz hinten an den Horizont. Und wie das mit Dingen so ist, die da ganz weit weg hinten am Horizont sind, sie sind ganz klein geworden. Klein und weit weg. Irgendwie unwichtig im Moment.

Du kannst genauso für die eine ungeliebte Aufgabe, die heute ansteht, ein Symbolbild erfinden. Es schwarz-weiß stellen und weit weg schieben in  Gedanken, bis zum Horizont.

Merkst du was?

Der Raum um dich herum ist auf einmal frei geworden. Die Bilder sind weit weg, schwarz-weiß und winzig klein. Du stehst oder sitzt hier und tust gerade – nichts. Genau das. Du tust gerade nichts. Und wenn du nichts tust, hast du gerade  frei und kannst einfach durchatmen. Kannst einfach tief durchatmen. Fühle, dass du jetzt gerade nichts tust und das darf jetzt gerade sein. Genau so. Genieße es ein paar Minuten. Atme und tu mal ganz bewusst gar nichts.

Nun überlege dir, welchen Bereich, du ein kleines Stück näher heranholen möchtest. Und welche eine Aufgabe daraus du dir jetzt holen und angreifen magst. Ja, magst. Denn du tust es , weil es dir irgendwie wichtig ist.

Es hat mal wieder zu tun mit deinen Werten und Bedürfnissen. Darum ging es ja schon ganz viel in den vorherigen Folgen.

Welche eine Aufgabe packst du jetzt an und ziehst sie durch?  Danach kannst du diesen Bereich beruhigt wieder Richtung Horizont schicken. Da ist er gut geparkt. Jeder Mensch kann nämlich immer nur eine Sache tun. Das hast du womöglich schon einmal gehört😉

Und so darfst du dir jetzt eins vornehmen. Eins. Und später ein anderes. Alles schön nacheinander. Und weil du keine Maschine bist und weil du hier nicht in einem Straflager bist, darfst du dir dazwischen kleine Pausen gönnen. Ganz bewusst. Nichts tun. Ja, schon wieder. Und du darfst den Raum um dich herum genießen, im Hier und Jetzt. Alles andere wartet, es läuft dir ganz bestimmt nicht davon. Versprochen. Nicht der Berg Wäsche, nicht die Ablage… Nichts läuft dir davon.

Dann entscheidest du, welcher Bereich als nächstes dran kommt und ziehst dir wieder eine Aufgabe heraus. Nur eine.

Wir tun manchmal so, als müssten wir alles gleichzeitig erledigen können.

Doch wie geht es jemandem, der das auch nur versucht? Ganz ehrlich: Er macht nix gscheit. Nix wirklich gut. Nix wird in Ruhe, nix wird mit Liebe getan. Der Kopf von so einem  Menschen ist logischerweise ein einziges Chaos mit wild durcheinander wirbelnden Gedanken. Drum lass dir Zeit, lass den Sturm sich legen, alle Dinge dürfen sich setzen und warten. Keiner wird am Ende seines Lebens sagen: Ach hätt ich doch mehr Zeit mit Hausarbeit verbracht und noch ordentlicher meine Schränke organisiert. Wenn du Lust drauf hast und du wieder mehr finden willst in deinem Schrank, wirst du dir die Zeit nehmen. Dann hat das mal Priorität. Ansonsten bist du kein schlechter Mensch, wenn nicht alles gleichermaßen tipptopp in deinem Leben ist.

Wer willst du sein? Ein völlig unruhiger Geist, der 20 Dinge gleichzeitig erledigen will? Oder ein entspannter Geist, der den Überblick behält und bewusst eine Aufgabe erledigt und dann bewusst Ruhe genießt. Und später die nächste Aufgabe erledigt.

Das Unperfekte aushalten, ja das will geübt werden. Warum solltest du dich darin üben, Dinge mit Ruhe und einfach unperfekt zu erledigen?

Weil du nicht deine Aufgaben bist.

Du bist nicht deine Aufgaben. Du bist nicht der Haushalt, du bist nicht die Büroarbeit, du bist nicht dein Job, du bist nicht das Fitnessprogramm.

Ja, wer bist du denn?

Du bist dein ICH, das hier steht oder sitzt und in Ruhe wählen kann. Du darfst wählen, was du jetzt machen möchtest. Du darfst dir die Zeit nehmen, die für diese Aufgabe nötig ist. Du darfst Prioritäten setzen und der Aufgabe jetzt Priorität geben, die dir gerade wichtig ist.

Nicht alles muss heute dran sein. Nicht alles muss 100 %ig erledigt werden. Tatsächlich kann das Wenigste überhaupt so genau erledigt werden, wenn du auch noch anderes in deinem Tag tun möchtest.

Wenn du Lust auf Bewegung hast, ist ein 20 minütiger flotter Spaziergang in der Natur besser als sich heute gar nicht mehr zu bewegen.

Also magst du dich mal drauf einlassen, dich mit weniger zufrieden zu geben?

Also nochmal: Du bist nicht deine Aufgaben. Du bist dein ICH und du wählst dir deine Aufgaben. Du wählst die Intensität oder die Genauigkeit, mit der du etwas erledigst. Du wählst, wie viel Zeit dir das wert ist. Wie viel Zeit bist du bereit für xy zu verwenden? Für die Ablage zum Beispiel. Dann mach das heute genau so. Nicht mehr. Nur dann mehr, wenn du plötzlich noch Lust auf mehr hast.

Du bist der Entscheider.

Das Leben darf doch Spaß machen, oder? Oder muss es anstrengend sein???

Ist das Leben für dich ein Kampf? Ein ewiges Hamsterrad?

Dann wird es Zeit für eine neue Metapher.

Denn solange deine Metapher fürs Leben eine Anstrengende ist, wird es leider auch so bleiben.

Wie soll das Leben für dich sein? Welche Metapher magst du deinem Leben geben? Soll es weiterhin wirklich ein Hamsterrad sein? Weiterhin ein Kampf?

Finde gerne eine Metapher, die gut zu deinem Leben passt.

Mein Leben zum Beispiel… soll eine Entwicklung  sein, hin zu immer mehr Frieden im Herzen und so viel Freude wie möglich.

Es gibt Aufgaben, die mehr Energie kosten als andere. Es gibt Menschen, die mehr Energie kosten als andere.

Wähle bewusst deine Aufgaben und deine Zeit mit Menschen so, dass du noch genügend Energie am Abend hast, deine Freizeit zu genießen. Sonst ist es doch kein lebenswertes Leben, oder?

Mach dir die Gestaltung unangenehmer Aufgaben so leicht und so schön wie möglich. Mit Musik dabei oder einem Podcast auf den Ohren geht manches so viel leichter.

Du kannst auch jeden Tag auch Aufgaben wählen, die dir Energie geben.

Gibt es da welche?

Dein Wert als Mensch hängt nicht davon ab, wie gut du deine Aufgaben erledigst. Denn  – ich wiederhole mich – du bist nicht deine Aufgaben. Dein Wert als Mensch ist unabhängig von deiner Leistung.

Wer willst du sein? Was willst du tun? Was ist dir heute und grundsätzlich wichtig? Erlaube dir selber, nur heute, manches einmal weniger genau zu machen – und halte es bitte aus. Warum lege ich dir ans Herz, das auszuprobieren? Weil du vielleicht entspannt Zeit haben möchtest für schöne andere Dinge. Ist das so?

Das Leben darf leicht gehen. Ja tatsächlich, es darf leicht gehen.

Mach deine eine Aufgabe heute gerade gut genug. Du darfst dabei sehr großzügig sein mit dir selbst. Denn du bist nicht deine Aufgabe. Du wählst deine Aufgaben im Leben.

Und wenn du so in aller Ruhe eins nach dem anderen wählst, alles andere weit hinten zum Horizont schickst als kleines schwarz-weiß Bildchen, dann hast du ganz automatisch viel mehr Raum zum Atmen und viel mehr Energie in dir für Aktivitäten, die dich dann nochmal richtig auftanken, weil du sie einfach gerne machst.

Also: Was planst du Schönes für heute? Was planst du Schönes für morgen?

Freu dich drauf. Du gestaltest. Wie es dir gefällt. Alles andere kann warten, da hinten am Horizont.

Was kannst du heute mitnehmen?

Ich bin nicht meine Aufgaben. Die sind weit dort hinten.

Ich bin ich. Hier, mit Raum um mich herum zum Atmen.

Ich wähle, was ich tue.

Ich mache in Ruhe eins nach dem anderen. Es darf wenigstens heute mal unperfekt und gut genug erledigt werden. Vielleicht morgen auch nochmal. Und wenn es mir gefällt, immer öfter.

Welche Metapher möchte ich wählen für mein Leben?

Ich freue mich, dass du bis zum Ende gehört hast. Wenn dir diese Podcastfolge gefallen hat, teile sie bitte weiter an andere, die sie auch gebrauchen könnten.

Über eine Bewertung in der Apple Podcast App oder Castbox würde ich mich sehr freuen. Schreib mir gern auf Instagram, wie dir diese Folge gefallen hat.

Deine Kerstin von Lichtfinder

Was hab ich mich früher geärgert! Es gab Tage, da folgten weder die Kinder in der Schule, noch meine zu Hause, noch der Hund. Ärgerst du dich auch so oft, über Gott und die Welt? Meine Mutter  – ein sehr gelassener, in sich ruhender und zufriedener Mensch übrigens – hat manchmal zu mir gesagt: Kerstin, ärger dich doch nicht so.

Doch, wie bitteschön, hätte ich das anstellen sollen? Mich nicht mehr ärgern.

Ich hatte damals wohl schon so eine Ahnung, dass mein Unterbewusstes auf Botschaften mit nicht einfach nicht reagiert. Wenn ich mir selbst gesagt hätte: Ich will mich nicht mehr ärgern, dann hätte mein Unbewusstes das Wörtchen nicht einfach geschluckt und angekommen wäre: ärgern, ärgern… – ja, das hab ich zu oft gemacht, mich ärgern.

Wie kann man nur? Warum tut jemand nur so was? Warum passiert das mir?

Nicht selten ist auch Wut dabei, vermischt mit dem Ärger. Manchmal auch Hilflosigkeit.

Wir ärgern uns über unsere schlampigen Kinder, über unseren gedankenlosen Lebenspartner oder die lieblose Ehefrau, über die arrogante Kollegin oder den faulen Kollegen, über den gleichgültigen Bruder oder die besserwisserische Schwester, über den herzlosen Chef oder die meckernde Chefin, den neugierigen Nachbarn auf der einen Seite und die nervige Nachbarin auf der anderen Seite. Über das blöde Wetter, die verkommene Gesellschaft, die Umweltsünder, die ihren Müll am Rastplatz liegen lassen und über ungerechte oder hirnlose Politikentscheidungen.

Im Ausdruck Ich ärgere mich … steckt eigentlich schon das Problem und gleichzeitig die Lösung drin. Es ist ein aktives Tun, wenn ich mich ärgere. Ich mach das. Und was ich das mache, kann ich damit auch aufhören mich zu ärgern.

Erinnere dich: Du bist verantwortlich für die Gefühle, die in dir entstehen. Der andere Mensch mag mit dem was er sagt oder tut, der Auslöser sein, doch der Ärger entsteht in dir selbst.  (höre dazu Folge 5 noch an oder nochmal an)

Schaun wir uns also an, wie du dir deinen Ärger machst. Denn wenn, du das verstanden hast, dass du dir tatsächlich deinen Ärger machst, dann kannst du es auch sein lassen und zukünftig andersdamit umgehen. Wie machst du dir also deinen Ärger?

Vermutlich so ähnlich wie die meisten Leute.

Du steigerst dich rein, mehr und mehr. Mit jedem Gedanken, mit jedem inneren Satz in dir. Meist gehen die Gedanken in eine ganz eindeutige Richtung: Schuldzuweisung, Vorwürfe, Unverständnis. Der versteht mich nicht, der hat ja kein Gefühl, der ist schuld, der will mir was.

Wir unterstellen der anderen Person böse Absicht, wir sind überzeugt, dass sie uns was Böses will oder dass sie bestenfalls einfach zu dumm ist, um anders zu denken und zu handeln. Der Fleischesser, dem es offensichtlich völlig wurscht ist, wie es den armen Tieren geht, Hauptsache ihm schmeckt‘s und das Fleisch ist billig und täglich auf dem Teller. Der Nachbar, der aus lauter Boshaftigkeit einfach den Ast unseres Baumes abgeschnitten hat. Die Politiker, die nur auf ihren Profit aus sind. Der Autofahrer, der absichtlich so langsam vor mir her schleicht, der Sonntagsfahrer, der!

Es läuft darauf hinaus, dass wir unterstellen, dass derjenige oder sogar womöglich alle heute gegen uns sind. Die Schuld liegt eindeutig bei den anderen. Wenn die nur endlich anders wären, ja, dann könnte es mir auch besser gehen und ich wäre entspannter, glücklicher, freier.

Wir bewerten also das Verhalten eines anderen Menschen. Wir bewerten Situationen und meinen zu wissen, ganz genau zu wissen, warum andere das tun, was sie eben tun. Warum sie sich so benehmen. Und um es noch schlimmer zu machen, unterstellen wir dem anderen böse Absicht.

Der will das doch so, klar. Der will mich ärgern oder ist einfach zu doof, anders zu denken.

Dazu erzähle ich dir mal eine Geschichte, die sich ungefähr so zugetragen hat.

Ein Mann sitzt in einem Zugabteil. Seine Kinder lärmen wild herum, springen durchs ganze Abteil und belästigen die anderen Fahrgäste. „Er sagt einfach nichts“, denkt sich ein anderer Fahrgast. „Wie kann man nur so gedankenlos sein? Ich muss mich auf meine Arbeit am Laptop konzentrieren, die Frau da drüben wollte schlafen. Vollkommen unverantwortlich. Und diese Kinder –frech und unerzogen.“ Eine Weile kocht die Wut in ihm hoch, er steigert sich mehr und mehr hinein und schließlich steht er auf. Mit kaum unterdrücktem Ärger versucht er, höflich zu bleiben und zischt „Wollen Sie ihre Kinder nicht mal zurechtweisen? Hier fühlen sich manche Fahrgäste gestört. „Ach, wissen Sie“, antwortet der Mann mit müder Stimme und atmet schwer. „Das tut mir leid, wenn wir andere gestört haben. Wir kommen gerade vom Krankenhaus. Die Mutter meiner Kinder ist eben gestorben und wir sind noch völlig durcheinander. Ich kann noch gar keinen klaren Gedanken fassen und die Kinder können es kaum begreifen, was passiert ist.“ Betreten entschuldigt sich der Fahrgast. Wenn er nur gewusst hätte…

Wir Menschen bewerten und bewerten, den ganzen Tag lang und das ist natürlich, alle machen das so. Wenn du jedoch aufhören willst, dich zu ärgern, dann prüfe doch mal deine Bewertungen. Werde dir überhaupt bewusst, dass du bewertest. Du kannst die ganze Wahrheit gar nicht wissen. Du kennst immer nur einen kleinen Teil davon!

Schlampig, boshaft, nachlässig, gemein, hinterlistig, arrogant, gedankenlos, ungerecht, dumm, faul… alles negative Bewertungen, die den Menschen in eine bestimmte Schublade schubsen, aus der er fast nicht mehr herauskommt.

Und hast du dir übrigens einmal so ein Bild von jemandem gemacht, Klappe zu – Affe tot, dann kommt derjenige aus der Schublade auch kaum jemals wieder heraus. Und alles, was er zukünftig macht, passt genau ins Bild und bestätigt deine Meinung nochmal mehr. So wirst du gar nicht bemerken, wenn dein bekanntermaßen „schlampiges“ Kind mal in einem Bereich ordentlicher war als sonst, denn es passt nicht ins Bild, das du dir von ihm gemacht hast.

Und wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst, dahin geht deine Energie. Das heißt, das Kind wird seinem Ruf gerecht werden und alles ganz unbewusst tun, um seiner Rolle gerecht zu werden und ins Bild zu passen. Das Problem verschärft sich. Es wird tatsächlich immer schlampiger. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, ein bewiesenes psychologisches Phänomen. Durch deine negative Erwartungshaltung befeuerst du also das Problem noch.

Aus dem Teufelskreis der Bewertungen und des Ärgers kommst du nur wieder heraus, wenn wenigstens du aus diesem bekannten Muster ausbrichst. Und es reicht tatsächlich, wenn einer im System sich beginnt zu ändern. Dann ändert sich nämlich das ganze System. Auf diese Weise kommst du auch mit der nervigen Nachbarin oder dem gleichgültigen Chef in Zukunft besser klar.

Dafür musst du etwas bei dir ändern. Denn, wenn du immer auf dieselben Situationen mit den gleichen Gedanken reagierst, beschwörst du immer wieder denselben Ärger in dir herauf. Der macht dich kaputt, der schadet nur und bringt nichts. Schon gar nicht, wenn du dich regelmäßig über dasselbe ärgerst, aber dann nichts tust, damit es irgendwie besser werden könnte.

Weil…den anderen kannst du ja eh nicht ändern, denkst du dir vielleicht.

Und das stimmt wohl. Anfangen kannst du nur bei dir selbst. Da, wo dein Ärger entsteht. In deinen Gedanken und mit deinen Bewertungen kannst du anfangen. Und du kannst und darfst auch immer die Konsequenzen aus dem Verhalten anderer ziehen. Manchmal genügt es nämlich nicht, etwa neu zu interpretieren, dem Bild einen neuen Rahmen zu geben.

Manches ist für dich einfach inakzeptabel. Dann sprich das aus. Sprich das Problem im Detail an und stelle eine klare Bitte. Wenn dieser nicht entsprochen wird, bist du frei, wieder für dich zu entscheiden und vielleicht weitreichendere Konsequenzen zu ziehen.

Beim Ansprechen von Problemen, beginne am besten mit deiner Beobachtung: mit dem, was du wahrnimmst, was du hörst, was du siehst.

Versuche, daraus mal jegliche Bewertung herauszulassen.

Statt: Der Idiot vor mir fährt wie eine Schnecke.

  • Er fährt 40. Ich weiß nicht, warum er so langsam fährt.

Statt: Nie hast du Zeit für mich.

  • Die letzten Wochen haben wir keinen Abend zu zweit etwas unternommen.

 

Und ATME! Atme und spüre, was bei dir zu kurz kommt. Welches Bedürfnis kommt gerade bei dir zu kurz? Was brauchst du eigentlich gerade so dringend?

Dass du rechtzeitig zu deinem Termin kommst und dich als verlässlich erweisen kannst?

Dass du mal wieder Nähe erlebst? Oder ist es eher Abwechslung?

Atme in dein Herz und spüre dabei dein Bedürfnis.

Denk dir:  Der andere, ob Kind oder alter Mensch, Chef oder Politiker, ist ein Mensch. Ein Mensch, der sich, mit dem, was er tut, ein Bedürfnis erfüllen möchte. Die Absicht ist immer, sich selbst damit etwas zu erfüllen. Selbst bei jemandem, der anderen hilft. Der möchte einen wichtigen Beitrag leisten, damit er sich gebraucht, gut und wichtig fühlen kann.

Was ein anderer tut oder sagt, hat (fast) nichts mit dir zu tun! Du bist nur zufällig Teil des Spiels. Was ein anderer Mensch tut, hat in erster Linie immer nur mit ihm selbst zu tun. Nachdem du dich mit deinem Bedürfnis verbunden hast, hineingeatmet, bist du vielleicht eher bereit, dich mal kurz wenigstens in die Schuhe des anderen zu stellen.

Stell dich bitte mal ganz kurz hinein. Was versucht sich derjenige wohl gerade, damit zu erfüllen? Kannst du das ein bisschen nachempfinden?

Das ist auch sehr schwierig, denn du bist nicht der andere Mensch. Du hast nicht seine Gefühle gefühlt, nicht seine Erfahrungen erlebt. Deshalb kannst du eigentlich auch nicht über ihn urteilen.

Die Strategie des anderen ist vielleicht sehr unglücklich gewählt gewesen und hat dir Leid verursacht. Doch in dem Moment kann der andere grad nicht anders. Er oder sie hat einfach grad nichts anderes zur Verfügung. Nicht das Wissen, nicht die Fähigkeit, nicht die Weitsicht, nicht die Klarheit…

Das soll nun keineswegs alle Taten gutheißen. Doch das Konzept von Gut und Böse bringt uns nicht weiter. Was uns weiter bringt, ist, in Dialog miteinander zu kommen.

Was ist mein Einflussbereich? Was kann ich tun?

Ich kann offenlegen, wie es mir geht mit einem Verhalten bzw. einer Situation. Ich kann meine Beobachtung genau beschreiben und deutlich machen, was das mit mir macht. Dass ich sauer bin, weil der Ast meines Baumes vom Nachbarn einfach abgeschnitten wurde, ohne dass ich davon wusste. Dass ich gefragt werden möchte. Dass ich mir Wiedergutmachung wünsche. All das kann ich tun. Das ist mein Einflussbereich und dann kann ich meinen Ärger, loslassen und muss mich nicht gleich wieder über etwas ähnliches ärgern. Mein Ärger hat mich übrigens ins konstruktive Handeln gebracht hat (danke dafür!). Dann hat er seinen Sinn erfüllt und ich kann ihn loslassen.

Dann kann ich meinen Fokus auch mal ganz bewusst auf etwa Positives lenken (auf Licht, nur heute!) und will alles bemerken, was irgendwie positiv von der früheren Ärger-Seite her kommt.

Wie erstaunt werde ich sein, wenn dann immer mehr Positives herüber kommt und überhaupt ein viel besserer Tag draus wird, weil ich nach dem Ausschau halte, was funktioniert. Where the attention goes, energy flows.

So kann immer mehr Gutes in meinen Tag und in meine Beziehungen kommen. Denn, was ich erwarte, tritt meist auch ein.

Heute passiert womöglich sogar ein kleines Wunder für dich.

Ich fasse nochmal das Wichtigste zusammen. Was kannst du heute mitnehmen, um dich ab sofort weniger zu ärgern?

  1. Ich bin mir bewusst, dass der Ärger in mir entsteht. Er hat eine Funktion. Ich mach was draus und sorge für mich.
  2. Ich prüfe meine Bewertung und spreche im Detail aus, was ich beobachte.
  3. Ich sage offen, wie es mir damit geht und was ich brauche, was mir wichtig ist.
  4. Ich stelle eine klare Bitte, die wirklich erfüllbar ist.
  5. Ich ziehe notfalls meine Konsequenzen und tue, was mir gut tut, was ich selbst tun kann.
  6. Ich konzentriere mich mal einen Tag lang auf alles, was funktioniert und mir positiv auffällt. Das spreche ich den Menschen gegenüber auch an und sage, dass mich das freut, weil mir… wichtig ist.

Als nächste Folge gebe ich dir eine kleine Selbsthypnose gegen den Ärger.

Ich wünsche dir einen Tag mit mehr Frieden im Herzen.

Deine Affirmation:

Ich bin immer mehr im Frieden mit mir und der Welt.

Immer bist du im Frieden mit dir und der Welt, je mehr du auf deinen Atem achtest und bewusst immer wieder ein paar tiefe Atemzüge nimmst.

Wie immer freue ich  mich, wenn du diese Podcastfolge mit deinen Lieben teilst, vor allem mit jemandem, der sich auch regelmäßig zu oft ärgert. Hinterlasse mir gerne eine Bewertung auf Apple, wenn dir der Podcast gefällt. Für Fragen oder Rückmeldungen zu einer Folge ist die Austauschplattform instagram: @lichtfinder24.

Deine Kerstin von Lichtfinder

Alte Verletzungen

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Er:„Du hörst mir gar nicht zu!“ Sie: „Doch, doch, ich bin nur gerade etwas durcheinander, hab so viel in meinem Kopf…“

Ihn erinnert es an Mutter oder Vater, die nie wirklich Interesse gezeigt oder ihm zugehört hatten. Er schlussfolgert, wie früher: ich werde nicht genug geliebt, bin nicht wichtig genug. 

Sie hat verlernt zuzuhören, ist oft sehr unkonzentriert. Ihr fehlt die innere Ruhe, sie ist sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Oft denkt sie, ihr Mann weiß gar nicht wirklich, wie sie sich fühlt. Sie wünscht sich mehr Verständnis und Entlastung, weniger Forderungen.

Genau betrachtet, hat jeder der beiden sein eigenes Problem. Doch es wird dem anderen vorgeworfen, übel genommen.

Die Beziehung wird in Frage gestellt, immer öfter über Trennung nachgedacht. Die Folge ist eine “innere Kündigung”, ein Rückzug der Liebesgefühle.

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Unbekanntes Minenfeld

Alte Wunden, die entstanden sind, lange bevor das Paar sich überhaupt kannte. Und dann passiert etwas, in der neuen Paarbeziehung, was an die alte Verletzung erinnert.

Alte Emotionen werden hervorgerufen und gelernte Verhaltensmuster werden getriggert. 

Der jetzige Partner/die Partnerin kann meist überhaupt nicht wissen, was ihr Verhalten oder seine Bemerkung gerade in uns auslöst.

Doch es schmerzt, es tut weh, es entfernt uns voneinander. Wir geben ihm/ihr die Schuld, die alten Wunden wieder aufgerissen zu haben.

Dabei ist es eigentlich unsere eigene Aufgabe, unsere Wunden zu heilen. Heilen und Altes loslassen.

Erst dann wird das Minenfeld, in dem sich beide Partner bewegen, allmählich entschärft, zunehmend befriedet und nach und nach sicherer.

Heilung der Beziehung ermöglichen

Also heile deine alten Verletzungen, sprich darüber, dann lass sie los und finde neue Glaubenssätze, die dir gut tun. So trägst du bei zur Heilung deiner Beziehung.

„Ich bin wertvoll und habe Interessantes zu erzählen UND meine Frau ist grad überlastet und kann mir leider nicht so gut zuhören, wie sie das eigentlich möchte. Dennoch liebt sie mich.“

Das Resultat für die Beziehung ist ein anderes als oben. 

Worauf wartest du noch?

Kennst du das auch, dass alte Verletzungen aufgekratzt werden? Hast du Lust, deine blockierenden Glaubenssätze in hilfreiche umzuwandeln? 

Lass mich dich ein Stück auf deinem Weg begleiten, so dass du ein starker, heiler Beziehungspartner werden kannst. Der beste Zeitpunkt ist…? Jetzt, genau!

Bring deine Beziehung zum Blühen

Wenn du mit dir selbst in Verbindung bist, kannst du deine Beziehung(en) zum blühen bringen! Ich habe schon einigen Menschen geholfen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.

Ihr könnt auch zu zweit zu mir kommen, um besser miteinander kommunizieren zu lernen, euch einander wieder näher zu bringen.

Meist genügt ein 3-Einheiten-Coaching, manchmal sogar eine einzige Sitzung, um eine entscheidende Wendung ins Leben zu bringen.

Wir finden Licht dort, wo du bisher noch nicht gesucht hast.

Gib dir einen Schubs und starte in eine erfülltere Beziehung – zu dir selbst und mit anderen.  Schreib mir am besten eine Mail!

Deine Kerstin

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©Kerstin Bulligan

Schau her! Sieh wie toll ich bin und was ich für dich gemacht habe!

Wir Menschen wünschen uns Anerkennung, Aufmerksamkeit, Gesehen-Werden. In der Partnerschaft, von den eigenen Eltern, im Beruf… Überall, wo wir miteinander zu tun haben.

Ein schnell dahin gesagtes: “Gut gemacht! Oder Ja, schön!” Ist schon besser als nichts, stillt aber oftmals nicht den Hunger nach obigen Bedürfnissen. Außerdem klingt es manchmal so von oben herab “gelobt”, wirkt oberflächlich und nicht wirklich interessiert. 

Wie wäre es, wenn du heute mal deinem oder deiner Liebsten, deinem Kind oder deinem Elternteil sagst, womit sie gerade dein Leben bereichern? 

Angenommen, jemand hat für dich gekocht und du genießt das Essen. Du könntest sagen: “Es schmeckt mir wirklich gut. Vielen Dank, dass du alles so lecker vorbereitet hast. Das ist echt Genuss für mich!”

Oder jemand holt dich ab, so dass du nicht zu Fuß im Regen gehen musst: “Du, das freut mich jetzt wirklich, dass du dir extra die Zeit nimmst. Was für eine Erleichterung, trocken und schnell nach Hause zu kommen.” 

Sprich mindestens ein Detail an, das du positiv wahrnimmst. Sprich von dir und was das mit dir macht: wie geht es dir damit? Welches Bedürfnis wird damit erfüllt? Oben im Beispiel: Genuss, Leichtigkeit. 

Wenn du möchtest, probiere es doch einmal aus, auf diese Art und Weise deine Anerkennung, Freude oder deinen Dank auszudrücken und beobachte die Reaktion. Es könnte deinen Beziehungen eine neue Qualität geben. 

Neulich Abend sind wir mit dem Auto nach Hause gefahren, die Temperaturen waren knapp über dem Gefrierpunkt. Ich saß hinten, der Fahrer fuhr ein recht schneidiges Tempo, hatte dabei offensichtlich Spaß am Ausprobieren seines Leihautos. Für mein Empfinden viel zu schnell fuhr er an Abbiegungen heran, um dann kurz zuvor recht heftig abzubremsen. Ich schluckte eine Weile, dann räusperte ich mich und sagte: „Es ist mir zu schnell.“ Er bremste ab, fuhr deutlich gemächlicher. Ich fühlte mich wohler.

Wie oft meinen wir, uns anpassen zu müssen. Um ja nicht negativ aufzufallen. Um nicht anzuecken. Doch warum sollte ich nicht sagen dürfen, wie es mir mit einer Sache geht? Klar darf ich das, das ist mein gutes Recht. Ich hätte noch eine Bitte anfügen können. Möglichst konkret. Zum Beispiel: “Fahr doch bitte nicht schneller als erlaubt.”

Was passiert, wenn ich meinen Ärger oder meine Besorgnis herunter schlucke? Die Verbindung reißt ab, weil ich die unangenehmen Gefühle in mir einschließe. Der andere kann vielleicht ahnen, wie es mir geht. Er könnte aber auch völlig ahnungslos bleiben. Ich dagegen würde mich unverstanden fühlen und auch irgendwie allein  – trotz Gesellschaft. Die Folge ist tatsächlich ein Bröckeln der Beziehung. Die Gefühle zum anderen kühlen dabei unweigerlich ab, weil ich sie nicht zulasse und einschließe.

Wenn ich jedoch meine Gefühlen äußere und mein Bedürfnis ernst nehme (in diesem Fall war es Sicherheit), dann stärkt das nicht nur mein Selbstwertgefühl, weil ich selbst gut für mich sorge. Es macht mich auch transparenter für mein Gegenüber. Ich zeige mich, bin authentisch. Das ermöglicht Nähe.  Auch wenn dies im ersten Moment nicht so ersichtlich ist und vielleicht sogar die Gefahr eines Streits mit sich bringt.

Die Bitte, die ich stelle, erhöht die Chance, dass ich wirklich bekomme, was ich brauche, um mich wohl zu fühlen. Vielleicht liegt dem anderen auch daran, dass es mir gut geht. Vielleicht trägt er gerne zu meinem Wohlbefinden bei. Oder aber er hat seine Gründe, warum er ablehnt.

In dem Fall wäre ich ehrlich interessiert, was das für Gründe sind. Welches Bedürfnis er sich so gerne erfüllen möchte.

In jedem Fall kommunizieren wir offen und ehrlich über das, was uns wichtig ist. Und das öffnet Tür und Tor für mehr Verbindung zu einander.  

Um die Chance zu erhöhen, dass mein Ansprechen der Störung gut aufgenommen wird, spreche ich nur von mir selbst und wie es mir geht. Ich übernehme die Verantwortung für meine Gefühle. Dadurch fühlt sich niemand auf den Schlips getreten. Ich fühle nun mal so. Was könnte jemand dagegen sagen?

Achte heute doch einmal darauf, wann du dazu neigst, den Mund zu halten und dein Anliegen herunter zu schlucken. Probiere gerne einmal den anderen Weg und schau, was das macht, mit dir und deinen Beziehungen.

Stell dir vor, du beschließt heute, auszusprechen, was dich stört. Dabei sprichst du nur von dir, wie es dir geht, und was du brauchst bzw. was dir wichtig ist. Und du schließt eine ganz konkrete Bitte an.

Wie überrascht wirst du sein, wenn du bemerkst, wie gut es tut, für dich selbst gut zu sorgen. Und womöglich kannst du erleben, wie es deine Verbindung zum anderen stärkt. Mehr und mehr, mit jedem Mal, wo du dich zeigst.

 

(Bild von John Hain auf Pixabay.)

 

Genervt

In einer Online-Gruppe hat vor kurzem eine Frau, nennen wir sie Maria, ihr Problem in etwa so geschildert:

„Ich kann einfach nicht aufhören zu nörgeln und zu jammern. Mein Partner ist schon total genervt und es killt unsere Liebe. Doch ständig ist da wieder etwas, wo ich den Mund einfach nicht halten kann! Dann werfe ich ihm vor, dass ich mich allein gelassen fühle mit dem Haushalt  und den Kindern. Ich ärgere mich, dass er sich nicht mehr einbringt. Oder ich halte ihm einen Vortrag, wenn er mal wieder zu schnell Auto fährt. Und seine Wäsche im Badezimmer verteilt.  Bei der Planung des Wochenendes dagegen bezieht er mich nicht ein. Meine Vorschläge verlaufen im Sand. Ich kann mir vorstellen, dass es uns nicht guttut. Doch ich kann einfach nicht aufhören. Warum ist das so? Wie kann ich das stoppen?“

Bedürfnisse wollen erfüllt werden

Wir wissen aus der Gewaltfreien Kommunikation, dass Menschen sich mit allem, was sie sagen oder tun, ein Bedürfnis erfüllen wollen. Wenn also jemand immer und immer wieder nörgelt und jammert, dann weil ein oder mehrere wichtige Bedürfnisse einfach nicht erfüllt werden. „Erfüllt werden“ bedeutet hier nicht, die Schuld dem Partner zuzuschieben. Nach dem Motto: Weil dieser seiner Partnerin einfach nicht ihre Bedürfnisse erfüllt. Nein!

Jeder ist tatsächlich für die Erfüllung seiner Bedürfnisse selbst verantwortlich.

In Verbindung gehen mit mir selbst

Der erste notwendige Schritt wäre, überhaupt zu erkennen, was in einem selbst vorgeht. Das heißt, den Kontakt zu sich selbst wieder herzustellen. Wie geht es mir eigentlich gerade? Bin ich genervt? Frustriert? Warum ist das so? Welches wichtige Bedürfnis ist unerfüllt und schon so lange zu kurz gekommen? Brauche ich Entlastung? Oder geht es mir um Verbindung und Nähe? Bezüglich der Wochenendplanung geht es mir vielleicht auch darum, dass ich mich einbringen kann?

Was ist gerade lebendig in mir? Welches Gefühl und welches Bedürfnis ist jetzt aktuell und will zuerst gestillt werden? Nehmen wir mal an, Maria sagt: „Entlastung, das ist mir am allerwichtigsten. Und Verbindung zu meinem Partner, denn wir sind schon so weit voneinander entfernt.“

Dann würde ich folgendes vorschlagen: Jedes Mal, wenn bei ihr der Impuls spürbar ist, dass sie sich ärgert, weil sie Entlastung braucht, kann sie kurz innehalten. Durchatmen, vielleicht sich 5 min. zurückziehen (Toilette ist eine einfache Möglichkeit). Und sich dann ein, zwei Minuten mit dem eigenen Gefühl und Bedürfnis verbinden: „Ich bin frustriert, weil mir Unterstützung und Entlastung echt wichtig sind.“ Atmen.

Ich würde Maria außerdem anregen, weg vom Urteilen mit Generalisierungen („Immer diese Schlamperei!“) und  hin zum Beobachten (Socken und T-Shirts auf dem Boden…)  zu gehen. Das nimmt den Zündstoff heraus.

Verbindung zum Gegenüber

Nachdem sie in Verbindung mit sich selbst gekommen ist, kann sie überlegen: Welches Bedürfnis erfüllt sich wohl mein Partner mit dem was er tut? Sie könnte ihn später darauf ansprechen. Sich ehrlich interessieren. „Sag mal, geht es dir um Freiheit? Um Selbstbestimmung?“

Ansprechen des Konfliktes

Dann kann sie das Problem in etwa so ansprechen: „ Wenn ich sehe, dass deine Socken, T-Shirts und Hose auf der Wanne und am Boden liegen, dann ärgere ich mich. Weil ich mich wohl fühlen möchte im Badezimmer. Ich will auch nicht zuständig sein, das hier wegzuräumen. Machst du das bitte in der nächsten halben Stunde, bevor ich ins Bad gehe? Das wäre echt eine Befreiung für mich.“

Maria schreibt auch, dass sie das Gefühl hat, sie müsste etwas sagen, um nicht alles mit sich machen zu lassen. Das klingt für mich nach dem Wunsch, Wertschätzung zu spüren. Vielleicht könnte sie ihrem Partner sagen, was sie braucht, um sich geliebt zu fühlen. Ganz konkrete Bitten auszusprechen wäre dazu ganz wichtig. Also nicht: „Du könntest dich mehr einbringen im Haushalt und mit den Kindern.“ Das wäre viel zu unkonkret. Was bedeutet schon „mehr“ und „im Haushalt“?

Stattdessen:  „Ich fände es ganz wunderbar, wenn du einmal die Woche für uns alle kochen könntest. Zum Beispiel am Donnerstag, wenn ich später von der Arbeit komme. Dann komme ich heim und das Essen ist schon fertig. Das bedeutet Liebe und Unterstützung für mich. Bist du bereit, das zu übernehmen?“

So könnte Maria Schritt für Schritt Wünsche, noch besser konkrete Bitten aussprechen. Doch Achtung: Bitten sind keine Forderungen. Der andere ist frei, abzulehnen. In dem Fall müsste Maria einen Weg suchen, sich die Unterstützung selbst zu organisieren. Letztlich ist sie verantwortlich dafür, dass es ihr gut geht. Wenn sie natürlich die Erfahrung machen sollte, dass ihr Partner so gar nicht bereit ist, auf irgendeine ihrer Bitten einzugehen, kann sie auch die Konsequenzen ziehen und sich notfalls trennen.

Wege wählen, die uns gut tun

In jedem Fall: Was ist wohl besser für die Stimmung und Liebe in der Partnerschaft?  Jammern und Nörgeln tagein tagaus, mit dem Ergebnis, sich wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“ vorzukommen. Oder offen und transparent zu kommunizieren: Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – Bitte (Siehe Blogbeitrag: https://www.lichtfinder.com/die-4-schritte-der-gfk/). Es muss übrigens auch nicht immer starr in diesen vier Schritten ablaufen.

Wichtig ist, die Verbindung zu sich selbst um zum anderen ernst zu nehmen. Und nach dem Sprechen folgt unbedingt das Handeln. Das heißt, aktiv für sich zu sorgen. Wie das geht?  Bitten an sich selbst umzusetzen, realisierbare Bitten auszusprechen und sich und den anderen ernst nehmen.  Auch das hilft, sichtbarer zu werden in einer Partnerschaft und dadurch mehr Verbindung erfahren.

In diese Sinne: Viel Erfolg beim Ausprobieren neuer Wege!    Herzlichst, Kirstie Bee

PS: Falls du mehr lesen möchtest, hierzu ein älterer Artikel https://www.lichtfinder.com/vom-jammern-und-umgang-mit-angriffen/

Eine kleine Einführung in die GFK bekommst du hier: https://www.lichtfinder.com/was-ist-gfk-und-was-will-sie/   Darauf basiert mein Konzept der Brückenkommunikation!