Fühlst du dich unglücklich und unzufrieden mit dir und manchen Dingen deinem Leben? Würdest du gerne manches anders haben wollen und weißt nicht wie das gehen soll?

Viel Leid entsteht durch inneren Widerstand. Widerstand dem gegenüber was ist, was war, was sein wird. Solange da Widerstand ist, ist kein Frieden in dir.

Widerstand gegenüber mir selbst: Ich bin nicht richtig so wie ich bin. Ich sollte anders sein: selbstsicherer, schlanker, durchtrainierter, schöner, größer oder kleiner, fleißiger, schlauer. Meine Haare sind zu dünn, die Nase ist zu groß, die Stimme zu leise.

Widerstand gegenüber der eigenen Familie: Meine Kinder sind zu schlampig und zu dickköpfig. – Mein Partner könnte einfühlsamer sein. Er arbeitet zu viel und kümmert sich zu wenig um mich.  – Ich mag unsere Wohnsituation nicht.

Widerstand gegenüber der Welt: Die Coronakrise ist furchtbar. Ich hasse diese Einschränkungen.  – Da ist so viel Umweltverschmutzung, furchtbare Kriege. –  In so einer Welt mag ich gar nicht mehr leben.

Widerstand gegenüber der Vergangenheit: Ich kann das nicht vergessen, wegen all dem bin ich heute unglücklich.

Widerstand gegenüber der Zukunft: Ich hab keine Lust zu altern, die Politik ist hoffnunglos korrupt, die Menschheit zerstört sich selbst.

 

Widerstand gegen das, was ist, was macht das mit uns?

Ist Widerstand per se schlecht?

Die Antwort ist: Kommt drauf an, was du damit machst.  Erst mal ist es ein Unbehagen. Ein unangenehmes Gefühl. Und das will angeschaut werden. Wie jedes unangenehme Gefühl ist es eine Aufforderung, etwas zu tun.

Denn es weist darauf hin, dass ein wichtiges Bedürfnis von dir nicht erfüllt ist. Was kommt da bei dir zu kurz? Was bräuchtest du, um wieder in Fluss zu kommen?

Weil dein Widerstand ist ja quasi wie ein Damm im Wasser, der das Wasser daran hindert zu fließen. Der dich hindert glücklich zu sein im Fluss des Lebens. (Eine Gefühls- und Bedürfnisliste gibt es kostenlos zum Download hier auf meiner Website! Trag dich dazu in meinen Newsletter ein)

Bestenfalls bringt uns ein gefühlter Widerstand also zum Nachdenken darüber, was wir ändern könnten. Noch besser, wenn wir ganz konkrete Pläne machen, was wir jetzt tun könne. Welchen Einfluss wir selber haben und das dann auch möglichst zeitnah in die Tat umsetzen.

Zum Beispiel: Ich fühle mich zu dick und bin richtig unbeweglich geworden. Ich geh das jetzt an und setz mir ein Ziel. Dann hole ich mir Hilfe, das auch zu erreichen.

Oder: Ich will jetzt mit dem Rauchen aufhören. Ich mag diesen kalten Rauch in meinen Klamotten und Haaren nicht mehr. Ich mag auch nicht mehr so viel Geld für Zigaretten ausgeben. Außerdem will ich wieder mehr Luft bekommen, wenn ich Treppen steige oder Sport mache. Ich will jetzt endlich Nichtraucher werden. Ich hol mir Hilfe dazu (z.B. Hypnose) und zieh das jetzt durch.

Schlechtestenfalls bleibst du in deinem Widerstand stecken und verharrst in deinem Unglücklichsein während kostbare Lebenszeit verstreicht.

 

Bitte nicht stecken bleiben

Ein bekanntes Zitat von Henry Ford sagt:

„Love it, change it or leave it.“

Also „Liebe es, ändere es, oder verlasse es.“ (gemeint ist die problematische Situation)

Ausführlicher: Nimm es an, was dich bisher störte, verändere in der Situation, was du verändern kannst oder verlasse sie und mach was ganz neues.

Ich empfehle, erst das change it  (das “Verändere es.”) zu überdenken. Denn wenn du es einfach so annehmen könntest, hättest du es wahrscheinlich längst getan.

 

Beispiel: Partnerschaft

Nehmen wir als Beispiel die Partnerschaft, die belastet.

Etwas nervt mich, etwas stört mich. Ich mag es nicht und hätte es gerne anders.

Frag dich: Welches Bedürfnis steckt dahinter, was gefüllt werden möchte? Welchen Wert von mir betrifft das? Sprich es für dich aus, was du brauchst: Ich brauche… Nähe, Zuwendung, Freiraum Interesse, Wertschätzung, Geduld, Verständnis, Ästhetik.

Überlege, was kannst du tun, um die Situation für dich zu verbessern.

Ist es eine Charaktereigenschaft des Partners, kannst du deinem Partner in einem ruhigen Moment sagen, was das mit dir macht, wenn er zum Beispiel immer wieder so aufbrausend oder anklagend reagiert und wie das auf dich wirkt. Das ist vielleicht schon eine Erleichterung und klärt die Luft zwischen euch. Vermutlich musst du das Thema öfter ansprechen. Am besten auf eine Art, die Brücken baut, statt einreißt. Also nicht: Ich sag dir jetzt mal, was mit dir nicht stimmt. Sondern: Ich sag dir jetzt mal, wie es mir dabei geht.

Charaktereigenschaften sind schwierig zu verändern und überhaupt nur dann, wenn der andere einsieht, wie sein Verhalten auf andere wirkt und wenn er selbst daran interessiert ist, sich zu ändern. Wenn er es gerne selbst ändern möchte, gäbe es Wege wie Coaching, Therapie und Paarberatung und du könntest ihn sogar dabei unterstützen, gelassener und konstruktiver zu werden.

Wenn er es jedoch nicht einsieht und sich nicht ändern will bzw. behauptet, das könnte er nicht ändern, dann kannst du das Verhalten tatsächlich nur annehmen oder hinnehmen, mit tiefem Durchatmen und evtl. schnellem Rückzug aus der Streitsituation.

Wenn es für dich auf Dauer nicht hinnehmbar wäre, dann bliebe nur die letzte Möglichkeit: leave it. Verlasse die Beziehung.

Wenn du nun sofort denkst: Nein, das nun auch wieder nicht. Dann übe dich tatsächlich im annehmen, so wie es ist.

Doch wäre es schierer Irrsinn sich weiterhin schwarz zu ärgern und gleichzeitig zu wissen, dass man diesen Menschen niemals verlassen würde. Änderungsversuche hast du bestimmt schon oft genug versucht.

Wichtig:

Sag dem Partner bitte, was das mit dir macht, wenn er sich so verhält. Wie es dir damit geht. Und was dir wirklich wichtig wäre. Bitte ihn, etwas ganz konkret anders zu machen, so wie du es wirklich möchtest.

Damit gibst du ihm wenigstens die Chance, etwas für dich und dein Wohlfühlen in der Beziehung zu ändern.

Wenn das auch nach mehrmaligen Gesprächen nichts hilft, bleiben die nur die beiden anderen Möglichkeiten: es anzunehmen, so gut wie möglich für dich zu sorgen und  möglichst keinen weiteren Ärger mehr daran zu verschwenden oder:

ihn deshalb zu verlassen und dein Glück neu zu suchen.

Leave it? –  Auf keinen Fall!

s aber so schwer, von dieser letzten Möglichkeit Gebrauch zu machen: eine Situation zu verlassen, die uns offensichtlich gar nicht behagt?

Weil da die Angst ist vor Veränderung. Und das Gefühl der Hilflosigkeit eine Veränderung unmöglich erscheinen lässt.

Doch wenn die Angst vor Veränderung zu groß ist, dann bleibt es eben genau so wie es ist. Weil du es so gewählt hast. Weil du es so lassen möchtest. Nicht weil die anderen… Nein, weil du es nicht verändern möchtest und lieber die vertraute Sicherheit wählst.

Weil du damit auch festhältst an Meinungen und Überzeugungen über dich, über deinen Charakter und deine Fähigkeiten, über die Menschen, die Welt und das Leben.

Es ist okay, Sicherheit zu wählen. Es ist okay, daran festzuhalten. Dann jedoch nimm es an als deine Entscheidung. Love it. Es ist auch deine Macht, dich zu entscheiden, anzunehmen, was du nicht ändern kannst oder nicht ändern möchtest.

 

In Frieden kommen mit sich selbst

Wie wäre es, wenn du einfach annehmen könntest, was ist?

Meditiere darüber am besten eine Weile. Oder geh mit dieser Idee spazieren.

Wie wäre es, wenn ich einfach annehmen könnte, was ist?

(Drück hier gern die Pausentaste. )

Wenn du dir jedoch Veränderung so sehr wünschst und sich vieles in dir sträubt und  gegen deine wichtigsten Werte geht, dann ändere im Jetzt, was du ändern kannst oder verlasse die Situation.

Denn wenn du immer nur dasselbe machst, wirst du immer dasselbe bekommen.

Vielleicht erlebst du, dass du deinem Glück immer wieder selber im Weg stehst. Indem du an Dingen, Menschen und Ideen festhältst, die dir nicht mehr dienen oder gut tun.

Wie wäre es, wenn du den Mut hättest für Veränderung?

Den Mut, Einfluss zu nehmen?

Denk dran, Mutigsein ist nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Es ist auch Übungssache. Streiche dazu manche Sätze aus deinem Kopf, die dich behindern und bremsen. Das geht? Ja, das geht. Ah, wieder so ein Shit-Satz. Weg damit. Glaub ich nicht mehr.

Neue, gute Sätze, machen es leichter.

Zum Beispiel:  Ich bin die Frau, die immer mehr einsteht für sich selbst. Die für sich gut sorgt. Die ein Recht darauf hat, sich wohlzufühlen in ihrem Leben.

Was kannst du heute tun, um dich mit deiner Situation besser zu fühlen? Welchen kleinen Schritt des Mutes kannst du heute gehen?

Wer oder was könnte dir dabei helfen, die Situation zu verbessern oder zu verlassen?

Wie stellst du dir dein zukünftiges Leben vor, nachdem du die Situation verbessert oder verlassen hast?

Nimmst du deine alten Themen mit oder bist du bereit manches ganz neu anzugehen und auch an dir selbst etwas zu verändern?

Nicht für jeden gilt der Rat

Der Rat Love it, change it or leave it, ist dabei nicht immer und für jeden gültig. Er ist eher für diejenigen, die die Tendenz haben zu jammern über ihr armes Ich und die bösen anderen, die aber nichts dagegen tun und immer weiter festhalten am bekannten Elend. Das soll nicht abwertend gemeint sein, das hab ich selber lang genug getan. Nur sei dir bewusst, dass dich dieses Jammern und Nichtstun im ewigen Teufelkreis des Unglücklichseins festhält.

Also: Nimm es an. Oder ändere, was du in der Situation ändern kannst. Oder verlasse die Situation und mach was anderes.

Während die einen ewig festhalten an Menschen und Umständen, werfen die anderen kontinuierlich eine Beziehung nach der anderen oder einen Job nach dem anderen weg und suchen wieder neu. Weil sie im neuen Umfeld auch wieder auf die gleichen Probleme stoßen. Schon wieder ist der Chef fies und die Kollegen gemein.

Bedenke: Sobald du annehmen kannst, was gerade ist, bist du im Frieden mit dir. Bist du im Zustand des Glücks. Du kannst dich jetzt entscheiden, aus vollem Herzen anzunehmen, was jetzt im Moment ist und bist im Frieden mit dir und der Welt. Wenigstens in diesem kleinen Moment.

Was kannst du mitnehmen?

Zusammengefasst: Widerstand ist erstmal ein unangenehmes Gefühl, das angeschaut werden will. Wie bei allen unangenehmen Gefühlen ist der Weg, damit umzugehen, es erstmal da sein lassen, zulassen, fühlen. Danken für die wichtige Botschaft, die es schickt.

Wenn du es nur verdrängst, kommt es mit explosiver Macht zurück und wird immer größer, zeigt es sich in körperlichen Beschwerden. (Hör dazu Folge 45).  Schau es an, was es ist, was dich stört und was dein Einflussbereich ist.

Wenn dich der Widerstand ins Handeln bringt, hat er seinen Zweck erfüllt. Wenn er dich verharren lässt, wäre es Irrsinn, in diesem Zustand zu bleiben. Da ist Unglücklichsein vorprogrammiert.

Wenn du es annehmen könntest, so wie es ist, als deine bewusste Entscheidung dann bist du sofort im Frieden.

Oder du änderst etwas innerhalb der Situation. Da helfe ich gerne beim Vorbereiten von schwierigen Gesprächen und Klären von Alternativen.

Oder du verlässt die Situation und wagst einen Neuanfang. Auch dafür darfst du dir Unterstützung holen, damit du alte Muster nicht wiederholst.

 

Gefährliche Kombination

Wenn Widerstand allerdings gepaart ist mit dem Gefühl der Hilflosigkeit: Ich mag es so nicht, kann es aber nicht ändern. Dann kann aus dem Gefühl der Unzufriedenheit und Frustration sogar eine Depression werden oder ein chronisches Symptom. In der nächsten Folge soll es daher um das Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht gehen.

Love it, change it or leave it.

Deine Kerstin von Lichtfinder

PS: Diesen Text kannst du dir kostenlos anhören als Podcastfolge: Klick hier zum Hören direkt von meiner Seite. Darunter findest du Links zu bekannten Podcast-Apps.

Es gibt den Lichtfinder Podcast übrigens auch auf Spotify, YouTube oder Amazon Prime.

Chronische Krankheiten und psychosomatische Beschwerden

„Sag du’s ihm“

Unterhielten sich die Seele und der Körper über den Menschen:

„Sag du’s ihm“, sprach die Seele zum Körper. „Auf mich hört er ja nicht.“

Und so kamen Kopfschmerzen, Verspannungen, Heiserkeit, Sodbrennen und Magendrücken, Durchfall und Hautausschläge des Wegs… Gelegentlich muss dabei eine Migräne her oder sogar ein Knochenbruch, um den Menschen mal eine Weile aus dem Verkehr zu ziehen.

Alzheimer lässt vergessen, was nicht mehr erinnert werden will. Herz und Nieren werden schwach, weil zu lange zu vieles zu nahe ging.

Wenn die Seele nicht gehört wird, dann schreit der Körper. Solange, bis wir die Botschaft endlich verstehen.

Chronisch krank, nicht ohne Grund

Bei chronischen Krankheiten schreit die Seele sozusagen über den Körper.

Keine Krankheit kommt ohne Grund zu uns. Wir müssen im Gegenteil sogar ziemlich hart daran arbeiten, diese Krankheit entstehen zu lassen: Migräne, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-  oder Verdauungsbeschwerden, Diabetes Typ II… All das kommt genauso wenig „angeflogen“ wie eine Depression, auch wenn es demjenigen so erscheint.

Leider behandelt die Schulmedizin fast ausschließlich das jeweilige Symptom, das an der Oberfläche in Erscheinung tritt. Mit der Folge, dass halbwegs damit gelebt werden kann, jedoch keine wirkliche Gesundung eintritt.

Während die Schulmedizin in manchen Bereichen wie der Chirurgie vermutlich unverzichtbar ist, so ist sie in den Feldern der chronischen Krankheiten gerade mal ein Pflaster-Draufkleber. Das ist ungefähr so, wie wenn im Auto das Öllämpchen aufleuchtet und wir machen einen Smiley-Aufkleber drüber.

Meine eigene Krankheitsgeschichte

Ich hatte schon jahrelang allerlei psychosomatische Beschwerden, eine ganze Palette davon. Magen-Darmbeschwerden, Allergien, Hautreaktionen, starke Verspannungen. Dann kam der Schilddrüsenkrebs.

Nach der Krebsbehandlung machte ich im Grunde weiter wie zu vor und bekam bald darauf chronische Muskel- und Sehnenschmerzen, die an schlimmen Tagen wie schwere Gliederschmerzen bei einer Grippe in den ganzen Körper ausstrahlten. Dazu ein großes Schwäche- und Erschöpfungsgefühl. Eine somatisierte Depression, wurde mir gesagt.

Unheilbar, das Schmerzgedächtnis ließe sich heutzutage noch nicht zurückdrehen. Dies wurde mir von mehreren Seiten diagnostiziert. Dabei arbeitete ich all die Jahre weiter, nicht Vollzeit, doch ich wollte funktionieren, als Mutter meiner Töchter, als Klassenlehrerin meiner Grundschüler, als gute Kollegin, als Ehefrau etc..

7 Jahre lang suchte ich nach Ärzten und Heilern aller Art, die mich befreien sollten von diesen Symptomen. Die Akte mit Befunden füllte mittlerweile einen Ordner. Bis nach München, über 2 Autostunden weg fuhr ich zur Atlaskorrektur bzw. zur chinesischen Schmerztherapie.

Die Hoffnung war anfangs immer groß gewesen, bei jedem neuen Heilungsversuch. Erstaunlicherweise ging es oft direkt nach einem Arztbesuch, der mir Hoffnung machte, wenigstens einen halben Tag lang besser. Tja, was Hoffnung ausmacht. Am nächsten Morgen jedoch war alles wieder beim Alten.

Ich hatte auch zugegebenermaßen kein langes Durchhaltevermögen. Wenig Geduld. Zu viel schon ausprobiert, nix hatte geholfen. Wenn es nach einer Woche nicht ein kleines Stück besser war, gab ich resigniert auf.

Der Neurologe wollte die Schmerzsymptomatik unbedingt mit Psychopharmaka lösen. Mein persönlicher Höllentrip. Vier Monate lang probierte ich verschiedenste Tropfen und Tabletten aus. Starke Nebenwirkungen waren die Folge, jedoch fast keine Wirkung, außer eine Dämpfung meiner gesamten Gefühlswelt.

„Sie brauchen was, damit sie gut schlafen können.“, sind mir die Worte des Arztes noch im Ohr.

Dabei war ich eigentlich immer sofort eingeschlafen, denn die Nacht war kurz, ich ging spät ins Bett, arbeitete oft bis 23 Uhr am Schreibtisch, manchmal noch länger. Danach wollte ich noch lesen, um wenigstens noch ein bisschen Freizeit zu haben. Meist wurde als halb eins, bis das Licht ausging. Dann schlief ich bis kurz vor 6.

Doch ich ließ mich überreden zu den Medikamenten. Nun war ich jedoch am Morgen so müde, dass ich nicht mehr richtig wach wurde. Also der Arzt: „Sie brauchen was zum Wachwerden am Morgen.“

Wie ein Zombie lief ich bald durch den Tag. Ich wundere mich heute, wie ich dennoch die meiste Zeit funktionierte. Die Arbeitszeit reduzierte ich so weit ich konnte und stand es irgendwie durch. Spritzen ergänzten das wunderbare Behandlungsprogramm des Neurologen und die Empfehlung:

„Wenn es immer noch nicht wirkt, müssen wir die Dosis erhöhen.“

Bis ich bei der Beerdigung einer Kollegin da saß und keine Träne weinen konnte, weil meine Gefühle so stark gedämpft waren. Ich, die schon immer bei einem Lassie Film zuverlässig in Tränen ausgebrochen ist, so nah am Wasser war ich immer gebaut gewesen.

Ich beschloss mit der neurologischen Behandlung aufzuhören. Bei manchen Menschen scheinen Antidepressiva auch nicht zu wirken, sagte mir Google. Doch war ich überhaupt depressiv gewesen?

Anfangs hätte ich das klar verneint. Ich fühlte mich nicht depressiv. Doch mein Körper schrie. Erst der Krebs, dann die Schmerzen. Ich verstand nicht, was das bedeuten sollte. Ich wollte einfach nur wieder funktionieren. Wieder Energie haben und mich gut fühlen. Stattdessen wurde es eher schlechter.

Irgendwann kam ich dann tatsächlich in eine schwere Depression. Das war kein Burnout mehr. Über Jahre hinweg ein Schmerz-Therapieversuch nach dem anderen  – und nichts hatte geholfen. Ständig diese Muskelschmerzen, nicht wirklich leistungsfähig, dabei Arbeit ohne Ende: eigene Kinder, Schulklasse und Leitungsaufgaben, Haus, Garten, großer Hund etc. etc.

Ich verstand die Botschaft meines Körpers nicht.

Als immer mehr Beschwerden hinzukamen, begab ich mich für mehrere Wochen in eine psychosomatische Klinik. Mein Körper spielte offenbar verrückt. Das sollte endlich aufhören.

Erst nach Jahren der Leidenszeit und Heilungssuche wurde es mir in dieser Klinik etwas deutlicher gemacht: die Gedanken, die ich denke, spielen eine Rolle, lernte ich. Nein sagen und Grenzen setzen wären wichtige Themen für mich. Ich sollte mich nicht auf den Schmerz konzentrieren an den schlimmen Tagen, sondern mich ablenken.

Ich nahm viele Anregungen auf. Während des Klinikaufenthalts blühte ich direkt auf, war wenige Tage sogar gänzlich schmerzfrei, zum ersten Mal seit 7 Jahren.

Doch als es gegen Ende der Reha-Zeit ging, wurden die Schmerzen wieder stärker. Zu Hause war schnell alles beim Alten.

Ich war in mein altes Umfeld zurückgekehrt, in die unglückliche Ehe, in den Beruf, der mir mehr Kräfte abverlangte als ich hatte.

Ich unternahm irgendwann einen weiteren Versuch mit Antidepressiva, diesmal sehr vorsichtig dosiert, das ging besser. Doch die Belastungen in Schule und Privatleben waren so groß, dass der nächste Zusammenbruch folgte. Wochenlang kam ich nicht hoch, hatte null Kraft mehr.

Daraufhin stieg ich aus, aus meinem Beruf, der mir immer so wichtig gewesen war.

Ich war Lehrerin mit Leib und Seele gewesen. Es war eine Berufung gewesen, ich hatte die Kinder sehr gern, fast wie meine eigenen. Doch der Lärm, die Anstrengung, für Ruhe zu sorgen, die fehlende Kraft, streng und konsequent zu sein, machten mir die Unterrichtsvormittage immer wieder zur Hölle.

Ich konnte nicht mehr, schon gar nicht in diesem System, in diesem engen Korsett, ohne Auszeiten zwischen den Stunden, immer am Präsentierteller zu sein. An den Tagen der Pausenaufsicht war tatsächlich nicht einmal Zeit, um auf die Toilette zu gehen. Wenn es denn sein musste, so schnell wie möglich, denn währenddessen war die Klasse ja unbeaufsichtigt.

Über die Missstände in unserem Schulsystem könnte ich vieles schreiben. Sie erleichtern den Lehrern nicht gerade ihre ohnehin höchst anspruchsvolle Aufgabe, zu erziehen und zu unterrichten. Sie befeuern tatsächlich die Notlage und führen dazu, dass der Großteil der Pädagogen weit vor dem Ruhestandsalter keine Kraft mehr hat. In meiner Dienstzeit erlebte ich selbst den vorzeitigen Tod zweier meiner Schulleiter und zweier Kollegen rund ums 60. Lebensjahr.

Also die ruhige Kugel schieben sieht definitiv anders aus. Doch das ist ein anderes Thema und könnte ein Buch füllen.

Zurück zu den psychosomatischen Beschwerden:

Erst als ich verstand, mit der Zeit, was mein Körper mir sagen will, was meine Seele wirklich braucht und welchen Einfluss ich selbst auf die Gestaltung meines Lebens habe, begann die Heilung.

Ich setzte mich sozusagen mit meinen Schatten auseinander.

Ich begriff, dass es manchmal nicht genügt, immer nur an sich selbst und seiner Einstellung zu arbeiten.

Das hatte ich bereits jahrelang versucht. Doch krampfhaft positives Denken, verdrängen des Seelenschmerzes und der Versuch „happy life“ zu spielen, hatte mich genau dahin gebracht, wo ich war: in die chronischen Schmerzen und die wiederkehrende Depression.

Das Prinzip des „Fake it until you make it“ – das “So tun als ob” ist manchmal zwar wirklich sehr hilfreich. Doch wenn der ganze Lebensentwurf zum FAKE wird, dann muss schließlich der Körper schreien, damit das Ich endlich die Kurve kriegt und einen anderen Weg einschlägt.

So setzte ich mich ausführlich mit den folgenden Fragen auseinander und machte eine Ausbildung nach der anderen zu diesen Themen:

  • Was brauche ich jetzt wirklich?
  • Welche Menschen tun mir gut, welche ziehen mir Energie?
  • Welches Arbeitsumfeld schadet mir, welches würde mich beflügeln?
  • Welche Denkmuster sind hilfreich, welche nicht?
  • Welche Sprachmuster sind hilfreich, welche nicht?
  • Worum geht es mir in meinem Leben? Was sind meine Werte und Prioritäten?
  • Wovon brauche ich mehr in meinem Leben, wovon weniger?
  • Was kann ich jetzt tun, damit es mir besser geht?

Das ist Salutogenese, das ist der Weg zur Gesundwerdung.

Ich bin diesen Weg selbst gegangen, hab die Fragen für mich beantwortet und in die Tat umgesetzt. Nach und nach heile ich, immer mehr. Ich habe die Schmerzen heute so gut im Griff, dass ich mehrere Stunden pro Woche arbeiten kann. In dieser Zeit kann ich schreiben, podcasten und anderen im Coaching helfen, bei ihrer Selbst-Heilung.

Was ich für dich tun kann

Mit diesen Fragen arbeite ich heute. Mit erwachsenen Menschen, die freiwillig zu mir kommen, die sich verändern wollen, in ruhiger Umgebung (zur Zeit vor allem online). Das hilft nicht nur meiner eigenen Gesundheit, das gibt mir auch eine sinnhafte Arbeit. Ich darf einen Beitrag leisten, dass Menschen (wieder) glücklich werden.

„Licht und Schatten“ ist das Prinzip, nach dem ich arbeite. Wir finden die Schatten heraus und lernen sie zu verstehen.

Wir verdrängen nicht länger den „Schmerz“ bzw. die unangenehmen Gefühle. Wir hören die Botschaft des Körpers und lassen sie bei uns ankommen.

Sobald wir anfangen, sie zu verstehen, erkennen wir unseren Einfluss auf unser Wohlbefinden und es wird heller.

Und das Licht in uns heilt. Je mehr wir das Licht in uns entdecken und strahlen lassen, umso mehr heilen wir.

Wir entdecken unsere Macht, Einfluss darauf zu nehmen, wie es uns geht. Trotz Diagnose “chronische Krankheit”.

Mehr Licht ins Leben zu lassen vertreibt die Schatten. Das ist der Weg zum Glück.

Ankommen? Im Jetzt. Nicht erst irgendwann.

Das Leben bewusst gestalten UND vertrauen, geschehen lassen. Das sind nur scheinbare Widersprüche. Doch beides ist wichtig.

Lass uns spielen. Deine Schatten annehmen und verstehen. Dein Licht entdecken.

Deine Kerstin von Lichtfinder

PS: Diesen Text gibt es als Podcastfolge zum Hören. Über alle Podcast-Portale, Links auf der Homepage oder auf YouTube. Hier geht’s direkt zum Kanal.

 

Ich wünsche mir die wahre Liebe! Das ist seit jeher der Traum der Menschheit. Davon wird erzählt und gesungen seit Anbeginn der Zeit. Die überwiegende Mehrheit der Filme und Lieder handelt heute wie vor x Jahren tatsächlich von romantischen Liebesgeschichten. Immer geht es darum, die echte, wahre und einzige Liebe zu finden. Nur dann gibt es ein Happy End.

Doch was bedeutet wahre Liebe denn eigentlich?

Wahre Liebe = „Ich brauche dich“?

„Du bist der wichtigste Mensch!“ „Ich kann ohne dich nicht leben!“

Wir neigen dazu „Ich brauche dich“ mit wahrer Liebe zu verwechseln. Dann laufen wir herum wie die unvollständige Hälfte eines Ganzen, auf der Suche nach unserem Gegenstück. Auf der Suche nach dem, der uns ganz macht. Der andere soll das Loch in unserem Herzen stopfen, das sich so sehr sehnt nach Liebe. Der andere soll uns heil machen. Wir brauchen so dringend einen Partner, eine Partnerin!

Doch das Ding ist, der/die andere läuft genauso unvollständig herum, auf der Suche nach dem Retter, der Retterin seiner Seele. Und so treffen sich am Ende zwei unvollständige, hungrige Menschen, die selbst zu wenig haben, um dem anderen auch noch etwas geben zu können.

Verliebtsein = Liebe?

Die nächste Falle ist es, Verliebtheit mit Liebe gleichzusetzen.

Verliebtsein ist ein wunderschönes Gefühl, das die meisten Menschen nicht oft im Leben verspüren. Es ist dieses Flattern der Schmetterlinge im Bauch, diese rosarote Aufregung des Neuen, sich zu sehen, sich zu berühren. Am liebsten würden wir dieses Gefühl für immer festhalten. Deswegen sind manche Menschen ein Leben lang immer wieder auf der Suche danach. Sie wünschen sich dieses Gefühl zurück und vermissen es in ihrer Langzeitbeziehung. Sie glauben, die Liebe wäre verloren gegangen.

Dabei ist es von der Natur her so eingerichtet, dass die Verliebtheit nicht lange anhält. Genau genommen zwischen ca. 3 Monaten und maximal einem Jahr. Das ist einerseits schade und andererseits gut so. Wir könnten uns ja sonst auf nichts anderes mehr konzentrieren!

Die rosarote Brille färbt eine ganze Weile unsere Wahrnehmung und lässt uns nur die positiven Seiten des/der Angebeteten sehen.

Bei glücklichen Paaren folgt auf die Phase der Verliebtheit irgendwann ein tieferes Gefühl der Verbundenheit und des gemeinsamen Glücks. Das ist es, was wir Liebe nennen. Sie kann von Dauer sein – ein ganzes Leben lang und darüber hinaus.

Die Suche nach dem Märchenprinzen

Der Märchenprinz wird gewünscht. Das Gesamtpaket: reich, schön, unterhaltsam, gut im Bett…

Auf der anderen Seite die Märchenprinzessin. Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende…😉

Nun ja, wie der Name schon sagt, so was gibt es praktisch nur im Märchen. Sinnlos, danach weiter zu suchen… und doch ist die Vorstellung aus unseren Köpfen so schwer zu verbannen. Der Partner entpuppt sich nach der ersten Verliebtheit plötzlich als Mensch mit nicht wenigen Fehlern und Schwächen. Und er gibt uns eigentlich nie genug, von dem, was wir brauchen.

(Zu dem Thema gibt es übrigens einen eigenen Blogartikel/Podcastfolge: „Der Perfekte Partner/die perfekte Partnerin.“ Hier die Links: Zum Blogartikel / Zur Podcastfolge

Immer wenn das Thema „nicht genug“ auftritt, geht es eigentlich um ein Loch in uns, einen Mangel in uns selbst. Der Partner/die Partnerin soll es stopfen, heil machen. Doch es erscheint wie ein schwarzes Loch, das ins Unendliche geht. Kein Partner der Welt könnte diesen Mangel je beheben.

Wer dann, magst du dich fragen? Ein Therapeut, ein Coach? Vielleicht. Ein guter Begleiter kann dir dabei helfen, selbst gut für dich zu sorgen, ganz und heil zu werden.

Die Liebe wie im Märchen werden wir mit einem Loch im eigenen Herzen nie finden. Dennoch ist die wahre Liebe für jeden erreichbar und fühlbar.

Also, was ist nun die wahre Liebe?

Wahre Liebe ist bedingungslose, reine Liebe. So wie die (gesunde) Mutter ihr kleines Baby liebt.

So wie wir Menschen uns einfach so geliebt fühlen könnten, denn wir wurden mit dem Leben beschenkt. Bedingungslos beschenkt. Spirituelle Menschen sagen, das Universum, die Quelle des Lebens, ist reine Liebe – sonst nichts.

Doch gibt es wahre, reine Liebe überhaupt in Beziehungen? Ist es nicht immer so, dass wir die Paarbeziehung als ein Geben und Nehmen betrachten?

Bedingungslose Liebe einem Menschen gegenüber ist etwas Seltenes. Ich wage zu behaupten, dass diese nur möglich ist, wenn man selbst genügend Liebe in sich hat.

Das würde zum Beispiel bedeuten, den Partner frei zu geben in ein „anderes Leben“, in eine neue Beziehung, aber auch in ein Auslandsjahr. Selbst auf die Gefahr hin, ihn zu verlieren. Dann ist dir dieser Mensch und sein Glück so wichtig, dass du ihn sogar loslassen kannst, auch wenn es schmerzt.

Nach meinem Verständnis ist die eine wahre Liebe selten in Beziehungen zu finden. Danach zu suchen ist ein sinnloses Unterfangen. Stattdessen können wir sie erschaffen:

Indem wir unsere Erwartungen herunterschrauben auf ein realistisches Maß und uns selbst weiter entwickeln, uns selbst heilen und ganz machen.

Frag dich: Wie viel Liebe habe ich in mir – zu mir selbst, zum Leben, zu den Menschen?

Darin kannst du dich üben und somit heilen:

  • an der eigenen Selbstliebe bzw. -freundschaft
  • an der Achtsamkeit im Alltag
  • der Wertschätzung von kleinen Dingen
  • der Freude an der Natur und
  • am Mitgefühl mit anderen Menschen

All das vergrößert die Fähigkeit, ein Mensch voller Freude und Liebe zu werden.

Ein Mensch zu werden, der genug Liebe in sich hat, um davon auch noch etwas herzugeben.

Ein Mensch, der ein guter Partner sein kann, weil er mit sich selbst gut auskommt und mit dem Leben versöhnt ist.

Wenn wir selbst sozusagen gut angefüllt sind mit Liebe, dann ist die Chance groß, dass wir auch den richtigen Partner/ die richtige Partnerin anziehen. Jemanden, den wir nicht unbedingt bräuchten, doch den wir wollen. Weil es einfach noch schöner ist, etwas gemeinsam zu erleben und Schönes miteinander zu teilen.

Dann ist echte, wahre Liebe in einer Beziehung möglich.

Doch im Grunde brauchst du keinen Partner, um diese Liebe in dir zu finden und zu fühlen.

Autorin: Kerstin Bulligan von Lichtfinder

Website: www.lichtfinder.com

 

In dieser Folge 40 des Lichtfinder Podcasts und in der nächsten geht es um Perfektion – Perfektsein – perfektes Habenwollen. Zum Auftakt lese ich euch die Geschichte von Mullah Nasrudin vor, dem orientalischen Eulenspiegel. Gefunden hab ich sie auf dem Menschenfreund-Blog von Georg Kirschstein.

(Klicken zum Anhören)

Hättest du den perfekten Mann/die perfekte Frau

Wir sind selbst nicht perfekt und das ist gut so. Da ist einfach menschlich. Stell dir vor, du hättest nun den perfekten Mann oder die perfekte Frau. Und du selbst bist aber eben NICHT perfekt.

Das wäre doch auch irgendwie seltsam, oder? So ein Ungleichgewicht.

Man würde sich immer etwas minderwertig vorkommen. Also es ist gut, dass wir alle nicht perfekt sind! Dadurch ist ein gewisses Gleichgewicht da, eine gewisse Gerechtigkeit.

Hohe Erwartungen

Unsere Erwartungen sind aber auch einfach oft viel zu hoch und wenn wir mit so hohen Erwartungen durchs Leben laufen und auf der Partnersuche sind, dann geht es uns wie dem Nasrudin und wir werden irgendwann alt sein und haben nie denjenigen gefunden, der wirklich Hundertprozent unseren Erwartungen entspricht – weil’s den einfach nicht gibt!

Es gibt zwar vielleicht ganz, ganz selten so Partnerschaften wo alle beide sagen: „Es stimmt einfach alles bei uns – wirklich alles!“ Aber ganz ehrlich – kennst du so jemanden? Ich kenn es vielleicht aus dem Fernsehen oder aus irgendwelchen Zeitschriften, Interviews oder Erzählungen. Aber in echt? Ehrlich gesagt, ich kenn niemanden, der sagt: „Ich lebe in einer absolut perfekten Partnerschaft. Mein Partner/meine Partnerin ist perfekt.“

Dadurch können wir uns wirklich mal an der eigenen Nase fassen, an unseren Erwartungen(!)und wirklich mal überlegen und ins Denken kommen:

Was haben wir eigentlich für hohe Erwartungen? In allen Bereichen! Das Aussehen soll stimmen, der Sex soll stimmen, das Geld soll stimmen, der Status, die Interessen. Alles mögliche! Die Ehrlichkeit, die Treue.

Und bitte jetzt keine falschen Schlüsse ziehen, die Reihenfolge war gerade völlig willkürlich gewählt..😉 Aber alles und noch viel mehr soll stimmen! Er soll

  • die gleichen Werte haben in Bezug auf Tierschutz, Umwelt
  • soll politisch gleich oder ähnlich ausgerichtet sein
  • soll sich möglichst ähnlich ernähren
  • die Freunde soll man mögen
  • er soll Zeit haben, andererseits auch genügend Geld verdienen und
  • man möchte stolz auf denjenigen sein

Eigentlich verrückt  

Manches widerspricht sich auch, wenn man so drüber nachdenkt, ja? Also wer hat schon viel Zeit und gleichzeitig viel Geld. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz!

Wenn jemand dann wieder zu ehrlich ist, das ist auch nicht recht, dann ist er unsensibel, und sagt einem die Wahrheit knallhart ins Gesicht – also unsere Erwartungen sind wahnsinnig hoch.

Was uns stattdessen weiterbringt

Die Frage ist: Wäre es nicht auch möglich, dass wir uns doch auch mal mit ein bisschen weniger zufrieden geben?

Ich glaube, das wichtigste ist, dass wir uns im Klaren darüber werden (irgendwann), was uns einfach wichtig ist bei einem Partner oder einer Partnerin. Welche Werte und Bereiche einfach ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Was ist mir der aller-allerwichtigste Wert? Was kommt als zweites, was kommt als drittes? Und bei diesem allerwichtigsten, da möchte ich auch keine Kompromisse machen – könntest du dir so vornehmen.

Weil das einfach für dich zur Essenz der Partnerschaft gehört. Bei Punkt 2 kannst du vielleicht schon kleine Abstriche machen, bei Punkt 3 noch ein bisschen mehr und wenn die Liste dann noch länger ist, dann ist es, glaub ich, schlau, die Abstriche einfach immer größer werden zu lassen. Und dann letztendlich immer großzügiger zu werden in den Kriterien für die Partnerwahl.

Und denk immer dran: Der andere hat auch seine Kriterien!

Und… Wie bist du denn so in all diesen Bereichen oder wie stehst du denn da?

Ich glaub, das Ziel, was wir uns selber setzen sollten, ist, dass wir selbst zum idealen Partner werden für den, den wir uns wünschen. Dass wir selber uns überlegen:

Wie müsste ich sein oder wie will ich sein, dass ich zu meinem idealen Partner gut passe?

Ganz viel hat außerdem damit zu tun, dass man auch gut mit sich allein zurecht kommt bzw. mit sich gut allein zurecht kommen würde. Dass man mit sich selbst zufrieden ist, mit sich selbst im Einklang ist, sich selber mag und gut findet. Und  nicht unbedingt die Bestätigung und die Liebe vom anderen braucht, um sich nur halbwegs wertvoll zu fühlen.

Weil … das wär keine gute Voraussetzung für eine Partnerschaft. Also, lass uns selbst zum idealen Partner werden und lass uns darüber im Klaren werden, was wir wirklich wichtig finden an einem Partner (das er uns mitbringt oder das er uns zeigt) und das sollte man dann auch deutlich aussprechen. Also das sollte von Anfang an schon geklärt sein, dieses Thema.

Ich glaub, dann hat die Partnerschaft auch eine viel größere Chance, dass sie schön wird, dass sie gelingt und gedeiht. Wenn das, was einem wirklich wichtig ist, von Anfang an gut zusammen-schwingt.

Perfekt werden wir dabei selbst niemals werden und den perfekten Partner auch selbst niemals finden. Doch annähern können wir uns bestimmt an unser Ideal und uns einfach immer wieder zum Ziel nehmen, selber, ein möglichst guter Partner/eine möglichst gute Partnerin zu sein.

Und wie immer gilt: Was wir aussenden, kommt auch zu uns zurück –  auch in diesem Fall!

Was du jetzt tun kannst

Ich wünsche dir ganz viel Glück bei der Partnersuche ganz viel Freude über deinen Partner, wenn du ihn schon gefunden hast:

Dass du auf all das Gute schauen kannst, auf alles, was funktioniert bei euch auf all die Werte, die dir wirklich wichtig sind und die erfüllt werden in dieser Partnerschaft.

Und solltest du gerade noch keinen Partner haben und auf der Suche sein…

… dann nutz doch jetzt schon mal die Zeit, um selbst zu idealen Partner zu werden.

Das heißt, dir selber auch ganz viel Selbstliebe zu geben, ganz viel Anerkennung, ganz viel Wertschätzung und mit dir allein sein zu können, mit dir allein gut zurecht zu kommen und dann ist eine Partnerschaft, die da obendrauf kommt, ein echtes Geschenk und eine echte Bereicherung.

Wenn dich das Thema Perfektion interessiert, dann hör unbedingt in die nächste Folge auch noch rein. Denn da geht es weiter um Perfektion, um den Wert des Menschen an sich und in Zusammenhang mit seiner Leistung.

Diese Folge ist als Podcast zu Hören im Lichtfinder Lebensfreude Podcast, Folge 40.

Licht und Liebe, deine Kerstin von Lichtfinder

„Ich will nicht mehr. Der Schmerz soll aufhören.“ Unter die Decke und nie wieder raus, fort auf eine Insel, versinken in ein Loch…

Wenn es dir oder jemandem den du kennst, so geht, dann ist erste Hilfe nötig.

Diese Erste Hilfe – Magic Meditation aus meiner „Gefühlsmagie“ kann schnell einen Wendepunkt bringen. Es geht vorbei.

 

Erste Hilfe für die Krise

Zur Zeit ist der psychologische Druck besonders hoch. Wenn dann noch Beziehungsprobleme oder eine Trennung dazu kommen oder der finanzielle Absturz droht, wird es manchmal kritisch.

Du kannst dir diese Magic Meditation 💫 in meiner Podcastfolge kostenlos anhören, sooft es dir gut tut. Es kann überraschend schnell wirken.

🆘 Sie ersetzt dabei natürlich keine weitere Begleitung und schon gar nicht ärztliche Hilfe oder Therapie❗️

Dennoch – für Lebenskrisen – kann sie durchaus erste Hilfe leisten.

WICHTIG: Sollten konkrete Pläne geäußert werden oder konkrete Gedanken da sein, “es zu beenden”, ist dies sehr ernst zu nehmen und immer ärztliche Hilfe einzuholen.

Ärzte, Neurologen/Psychiater und Psychotherapeuten sind die ersten Ansprechpartner bei echtem, akutem Krankheitswert.

 

Therapie oder Coaching/Beratung?

In Lebenskrisen braucht man dabei nicht unbedingt eine Therapie.

Der Mensch ist nicht notwendigerweise krank, nur einfach im Chaos der Gefühle und tut sich schwer, sich den neuen Umständen anzupassen.

Bei einer psychologischen BeraterIn oder  CoachIn bekommt man relativ schnell und unkompliziert einen Termin. Auch per Zoom (kostenlose ‘Video-App) oder per Telefon.

Ja, das bedeutet Selbstzahlung. Doch wie viel ist es dir wert, dein Problem loszuwerden? Die Chancen sind tatsächlich weit höher als alles andere, was du bisher schon versucht hast.

Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologische Berater/Hypnosetherapeuten und gut ausgebildete Coaches haben andere Werkzeuge und Methoden im Einsatz als Psychotherapeuten. Zum Beispiel aus dem NLP, innere Kind-Arbeit, EFT, Hypnotherapie u.v.m….

Psychotherapeuten und Ärzte dürfen nämlich nur nach wenigen klassischen therapeutischen Methoden behandeln, welche die Kassen bezahlen. Dabei ist es leider oft so, dass eine jahrelange Gesprächstherapie kaum spürbare Erfolge zeigt. Die kognitive Verhaltenstherapie erscheint vielversprechender, dauert jedoch auch lange und erreicht dabei oft nicht wirklich das Herz, die Gefühlsebene.

Die häufig verschriebenen Antidepressiva sind manchmal lebensnotwendige erste Stützen. Auf Dauer deckeln sie das Problem jedoch nur zu und packen nicht die Ursache an. Solange diese nicht gelöst ist, besteht das eigentliche Problem weiter.

Zu viele Menschen lassen sich als Kranke behandeln, obwohl sie “nur” an ihren Denk- und Verhaltensmustern etwas ändern müssten, um sich besser zu fühlen.

 

Was die Veränderung blockiert

Blockaden verhindern jedoch Veränderung und diese können ursächlich aufgelöst werden. Die Ratgeber- und Selbsthilfeliteratur erzählt viel davon – doch so lange dies nur vom Kopf her gewusst, jedoch nicht gefühlt wird, ändert sich nichts.

Veränderung fühlen

Ratgeber lesen ist ein erster Schritt zur Bewusstmachung, an welchen Stellen die Lösung liegt. Dann jedoch muss die Anwendung  folgen. Am besten mit professioneller Begleitung im 1:1  (Coach-Klient) oder in einer Seminargruppe.

Vorher gehören die Mauern eingerissen, die Veränderung immer wieder verhindern. So dass endlich positive Lebens-Energie frei fließen kann. Herz und Gefühle wollen erreicht werden. Dann ist Veränderung endlich spürbar.

Erste Hilfe  – Magic Meditation

Fürs erste: Höre dir die Folge mit der Erste Hilfe – Magic Meditation kostenlos auf allen Podcast Apps, Spotify, Amazon Prime und auch auf YouTube zu hören. Die Mediation (ab Minute 04:20) am besten immer mit Kopfhörern. 🎧 Auf meiner Homepage findest du Links zu den Apps oder kannst direkt schon reinhören:  Zur Homepage

Kennst du jemanden, der das gerade brauchen könnte? Dann teile die Folge bitte weiter.

Hab einen hellen Tag heute.

Deine Kerstin von Lichtfinder

PS: Schreib mir gerne unter kb@lichtfinder.com wie es dir damit geht und wenn es dir gut getan hat, würde ich mich über eine Rezension auf iTunes oder Apple Podcasts sehr freuen.

#lichtfinderlebensfreudepodcast #stressmanagement #neuelebensfreude #psychologischeberatung

Heute bin ich auf einen Zeitungsartikel gestoßen. Da wird erinnert an die Idee des flämischen Gesundheitsministers, der die Belgier vor drei Jahren (Januar 2018) aufforderte, zur Abwechslung 30 Tage lang aufs Jammern und Meckern zu verzichten. Vom Jammerfasten wird gesprochen. Zehntausende machten mit und die Aktion läuft wegen des großen Zuspruchs bereits zum wiederholten Mal. Denn so wie auch gute Laune ansteckend ist, so ist es auch die „Mieselsucht“, von der so viele befallen sind.

 

Wie schafft man das?

Die Frage ist nur, wie soll man das denn schaffen?

Wohin denn mit all den schlechten Gefühlen? Wohin mit all dem Ärger und all dem Frust? Soll man denn 30 Tage lang „einfach“ alles unterdrücken und hinunterschlucken? Sollen wir die eigenen Gefühle in der Zeit komplett ignorieren und zu allem Ja und Amen sagen? Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Denn dann würde man sich nach 30 Tagen womöglich  ein echtes Magengeschwür oder andere Zipperlein heraufbeschworen haben. Es ist kein Geheimnis, dass man durch Unterdrücken von Gefühlen genau so etwas hervorrufen kann.

 

Warum wird gejammert?

Eigentlich interessant ist doch: Warum jammern wir überhaupt? Was ist daran so wichtig für uns?

Welchen Sinn und Zweck hat das Jammern? Und warum ist es nicht zielführend beziehungsweise unproduktiv?

Dann kommen wir dem Kern der Sache schon näher. Denn Jammern ist ja oftmals ein Zeichen, dass Menschen endlich gehört und gesehen werden wollen. Wir wollen wahrgenommen werden in unserem So-Sein, in unseren Gefühlen und Bedürfnissen.

Und dann hätten wir am liebsten, dass jemand anders unsere Probleme endlich für uns lösen könnte. Unseren Frust und unsere Unzufriedenheit. Da das aber sehr selten der Fall ist, jammern wir immer wieder von vorne.

Denn niemand anders ist wirklich in der Lage die eigenen Probleme zu lösen. Und Jammern ist eine Spirale ohne Ende. Ein Teufelskreis, der immer wieder von vorne beginnt.

Es führt einfach zu nichts, außer uns unsere Probleme immer wieder vor Augen. Jedoch in die Lösung bringt es uns nicht.

 

Wie soll ich etwas NICHT mehr tun?

Wir wissen heute, dass es unmöglich ist, etwas nicht zu denken, wenn ein NICHT davor steht.

Oder denke doch mal jetzt bitte NICHT an einen Schneehasen, der mit rotem Schal den Berg herunter Ski fährt.  Hm…- Erwischt!

Genau deshalb scheitern wohl fast alle Menschen am Vorsatz, KEINE Schokolade mehr zu essen. Unser Gehirn sieht und hört „Schokolade“, jedes Mal, wenn wir uns denken: „Heute KEINE Schokolade.“ Ach Mann, wirklich keine Schokolade? Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dahin geht die Energie… das bedeutet, dahin gehen unbewusst alle Handlungen.

Es wäre deshalb viel sinnvoller, sich auf die leckere Alternative zu konzentrieren und sich vorzunehmen: nach dem Essen Blaubeeren oder Datteln als Nachspeise. Und sich das mantraartig im Kopf zu wiederholen. nach dem Essen Blaubeeren oder Datteln als Nachspeise.

Oder was auch immer die gesündere Alternative ist. (Bin ja hier keine Ernährungsberatung😉)

Also sich einfach nur vorzunehmen, nicht mehr zu jammern, wird nicht wirklich zu einer Verbesserung führen

 

Was kann helfen?

Stattdessen muss dem Jammern die Grundlage entzogen werden!

Sicherlich ist es wichtig, sich erst einmal bewusst zu werden. „Oh, ich jammere ja schon wieder.“ Das ist tatsächlich der erste, wichtige Schritt. Doch danach müssen wir weiter gehen.

Sonst unterdrückt es nur das eigentliche Problem.

 

Das Problem vom Kern her lösen

Warum jammere ich denn gerade überhaupt? Wie geht es mir? Was sind da für Gefühle in mir und worauf weisen sie mich hin?

Diese Gefühle des Frusts und Ärgers haben nämlich ihre Ursache: Dahinter stecken immer unerfüllte Bedürfnisse.

Frust und Ärgergefühle sind nämlich nur die Alarmlämpchen, die uns dringend darauf hinweisen, dass Handlungsbedarf besteht. Dass da einer unserer Bedürfnistöpfe beängstigend leer ist und dringend gefüllt gehört.

 

Jammern oder notwendiger Problemtalk?

Ein Unterscheidung ist dabei unbedingt wichtig.

Von Problemen erzählen ist das eine, Jammern das andere. Wir brauchen natürlich Menschen, denen wir von unseren Problemen erzählen können und wenn es uns schlecht geht.

Doch wenn sich dieselben Probleme wieder und wieder wiederholen, und keine Aussicht auf Besserung möglich scheint, dann wird es zum Gejammere und anstrengend für alle Seiten.

Auch wenn über Kleinigkeiten gemotzt wird, über die man eigentlich auch mal hinwegsehen könnte. Wenn der Kollege oder die Freundin nur noch die Negativbrille aufhat und über alles und jeden meckert.

Wichtiger Hinweis Es könnte sich natürlich auch eine Depression dahinter verstecken, wenn jemand immer und immer wieder jammert,  dann müsste eine Fachfrau weiterhelfen. Sicher ist allemal, dass ständiges Jammern genau dorthin führen kann.

 

Erkenne: Du könntest etwas ändern

Diese Erkenntnisse sind für den Gewohnheits-Jammerer wohl Voraussetzung für einen Neuanfang:

  • Jammern führt einfach zu gar nichts

Es  vergrößert nur die eigene Unzufriedenheit. In den seltensten Fällen kommt jemals ein Retter, der uns armem Jammerhäufchen aus dem Elend heraushilft.

 

  • Jammern bringt negative Aufmerksamkeit

Jammern bringt zwar vielleicht die ersehnte Aufmerksamkeit der Mitmenschen, doch leider im negativen Sinne.

Vor allem dann, wenn ich als Jammerer so gar nicht zugänglich bin für irgendwelche Lösungen und immer wieder dieselben Themen kommen.

Wenn hilfsbereite Mitmenschen nämlich unser Jammer-Elend abkürzen möchten mit gut gemeinten Ratschlägen, dann kommen in der Regel 1000 Gründe, warum dies und jenes unmöglich           umzusetzen Ist/ sei. Das macht es jedoch noch anstrengender für die anderen und im Grunde sinnloser für einen selbst, oder/nicht wahr?

  • Außerdem wird durch das Gejammere die allgemeine Stimmung nicht gerade aufgeheitert. Fast jeder möchte lieber mit einem positiven, lebensfrohen Menschen Kontakt haben.

 

Also fassen wir zusammen:

  • Jammern bringt uns nicht weiter
  • Ratschläge werden in der Regel abgelehnt, weil der Mut für Veränderungen fehlt
  • Mitmenschen werden belastet und gereizt, wenn man sich im Kreis dreht
  • Ignorieren und Unterdrücken verschlimmert das Problem
  • Unerfüllte Bedürfnisse stecken dahinter
  • Ich kann dafür sorgen, dass ich meine Bedürfnisse erfülle
  • Oder: Erkennen, dass ich nichts ändern will und kann annehmen was ist.

 

Neuer Dreh für die Challenge!

Lasst uns der „30 Tage Nicht Jammern Challenge“ einen neuen Dreh geben.

Statt zu jammern, lasst uns 30 Tage lang einmal darauf achten:

  • Welche Gefühle sind da?
  • Welche unerfüllten Bedürfnisse stecken wohl dahinter und wie kann ich sie mir erfüllen?
  • Ich kann Entscheidungen treffen, um äußere Umstände zu verändern.
  • Ich kann annehmen was ist.

Denn nur so komme ich aus dem Teufelskreis des Jammerns wieder heraus und komme dadurch letztlich ins Tun, in die Aktivität, meine Jammerprobleme anzugehen. So kann ich sie im Kern auflösen.

Also statt einer Challenge, die sich darauf konzentriert, etwas nicht länger zu tun, konzentrieren wir uns doch lieber auf das, was uns  hinaushilft.

Dieser lästigen Gewohnheit sollten wir nur noch so weit Aufmerksamkeit schenken, dass wir uns bewusst werden: da ist sie wieder.

Wir brauchen uns aber nicht bemühen, sie zu unterdrücken. Denn diese Energie möchte doch so dringend hinaus in die Welt! Wir wollen ja eigentlich unser Bedürfnis endlich erfüllt haben!

Konzentrieren wir uns deshalb darauf, was wir wirklich brauchen, um uns besser zu fühlen.

 

Lasst uns deshalb eine 30 Tage „Ich sorge gut für mich“ Challenge machen. Ganz automatisch hat das unproduktive, passive Jammern ein Ende.

 

Die Challenge beginnt am Samstag 16.1. um 9:30 Uhr und dauert bis Sonntag, 14. 2. Um 18 Uhr.

Trage dich ein auf meiner Website und:

  • Du bekommst Zugang zur kostenlosen Facebook Gruppe und der Challenge.
  • Jeden Tag bekommst du einen Impuls und ihr könnt euch austauschen.
  • Einmal pro Woche mache ich ein live mit Q&A.
  • Unter den Teilnehmern an der Live-Session verlose ich pro Woche ein persönliches Telefon/Video-Coaching.

Ich freue mich ganz arg auf die Challenge mit euch. Und ihr dürft glauben: Ich mache mit! Denn auch wenn ich genau weiß, wie ich da raus komme, erinnere ich mich selbst nicht immer gleich daran und es ist eine super Übung auch für mich.

Lasst uns also gemeinsam ein Stück wachsen. Viel mehr gute Stimmung erschaffen und dadurch auch unsere Mitmenschen im positiven Sinne mit unserer guten Energie anstecken!

Das ist doch mal eine wünschenswerte Ansteckungsvariante.

Die Plätze sind über Email Zugang übrigens begrenzt, dann ist mein Postfach ausgeschöpft. Also schnell eintragen und dabei sein. Zeitaufwand täglich:  ca. 5 Minuten!

Bis zum 16. Januar, deine Kerstin von Lichtfinder

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.lichtfinder.com/30-tage-challenge-statt-jammern-und-meckern/

Dies ist der Text zur Folge 30 des Lichtfinder Lebensfreude Podcasts. Wenn du lieber hören willst, abonniere ihn kostenlos in allen Podcast Apps oder höre ihn auf meiner Homepage.

“Ich fühle mich so schlecht.”

„Ich hab solche Minderwertigkeitsgefühle! Ich trau mich kaum noch aus dem Haus.“, klagte mir vor kurzem ein Klient sein Leid. Er war ganz verzweifelt: „Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll.“

Wo kommt so was her? Wie kann ich helfen?

Der Dreh- und Angelpunkt bei vielen seelischen Schmerzen ist die Stimme im Kopf des Menschen, der leidet.  Übrigens auch schon bei jedem Ärger und jedem Schlecht-Drauf-Sein.

Wenn ich sage „im Kopf“, bedeutet das nicht, dass die Stimme im Kopf lokalisiert sein muss.

Vielleicht wird sie nicht direkt im Kopf wahrgenommen, sondern eher im Herzbereich oder im Bauch.  Bei manchen kommt sie auch von oben her. Oder von der Seite.

 

Die innere Stimme

Innere Stimme ist auch so ein Ausdruck dafür, wird dem aber auch nicht gerecht, wenn die Stimme von oben, von hinten oder von der Seite kommt, scheinbar von außen.

„Wie jetzt? Stimmen hören?“, denkst du dir vielleicht.  „Also so weit ist es bei mir noch nicht!“ und weist  diese Vorstellung gleich weit von dir.

Doch glaub mir, diese Stimme, sie ist da. Auch wenn sie dir bisher vielleicht kaum bewusst war. Sie ist da und sie beeinflusst dich und deine Stimmung auf Schritt und Tritt.

Und diese Stimme ist übrigens etwas vollkommen Normales.

Gewissermaßen gibt es sogar mehrere verschiedene Stimmen die das Denken, Fühlen und Verhalten beeinflussen, einfach weil sie immer mitreden. Diese gehören zu unseren verschiedenen Persönlichkeitsanteilen.

„Oh mein Gott, jetzt bin ich auch noch viele?“, denkst du dir womöglich. Dazu passt übrigens Band 3 „Miteinander Reden“ von Schulz von Thun und zumindest der Titel des Buches von Richard David Precht: „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“

Nein nein, ein gesunder Mensch empfindet keine Zersplitterung. Da ist immer noch das ICH in der Mitte, das entscheidet, wie ein Vorsitzender oder Chef vor der ganzen Truppe, die da mitreden will und an Entscheidungen beteiligt sein will.

 

Woher kommt sie?

Heute möchte ich mit dir zusammen mal einen wichtigen Anteil näher ankucken: den, der oft als innerer Kritiker bezeichnet wird.  Er ist entstanden aus den Stimmen der Kindheit und Jugendzeit, auch noch des jungen Erwachsenenalters. Er hat sich gebildet aus den Stimmen wichtiger Menschen, die dich in dieser Zeit begleitet und beeinflusst haben.

Manchmal hat auch schon eine einzige Person genügt, um ihn entstehen zu lassen und er begleitet das Ich womöglich ein ganzes Leben lang. Meist war diese Person der Vater oder die Mutter oder ein anderer nahestehender Erwachsener. Sie kann also durchaus weiblich sein, die Stimme in dir, dann wäre es eine innere Kritikerin genau genommen.

Der Einfachheit halber spreche ich jedoch weiter vom neutralen inneren Kritiker.

Als Kind glauben wir diesen Stimmen. Denn die Erwachsenen sind für Kinder überlebenswichtig. Kinder können sich nicht wirklich gegen den Einfluss wehren und akzeptieren die Urteile und Bewertungen über sich  genauso wie die Lebensregeln, die mitgegeben werden. Die bestenfalls warm ans Herz gelegt werden und schlechtestenfalls hineingeprügelt werden.

Das können gut gemeinte Botschaften sein:

Du bist aber ein fleißiges Mädchen. Streng dich nur richtig an, dann bekommst du deine Belohnung.

So brav ist sie. Den ganzen Abend hat sie still dagesessen und sich allein beschäftigt.

Die freche Susanne von den Meiers, die redet immer dagegen, unsere Tochter macht zum Glück, was wir ihr sagen.

 

Was macht sie mit uns?

Glaubenssätze

Das kann später dazu führen, dass gearbeitet wird wie wild, denn Fleiß ist eine große Tugend und nur wenn ich aller Welt beweisen kann, wie gestresst ich bin, dann glauben sie auch, dass ich fleißig bin.

Ich will, dass alle von mir eine gute Meinung haben.

Oder das Konzept Bravsein, Stillsein wird so sehr verinnerlicht, dass es der erwachsenen Frau einmal unmöglich ist, sich gegen ihren Ehemann oder aufdringlichen Chef zur Wehr zu setzen. Weil die Stimme im Kopf sagt: Still sein, keine Widerworte, kein Widerstand.

Stimmen von früher  können aber auch abwertende Botschaften sein, die aus einer Enttäuschung oder eigenen Unzufriedenheit der Erwachsenen mit sich und dem Leben stammen können.

Du alter Taugenichts! Schlamperliese! Wie kann man nur so bequem sein? Bringst du eigentlich irgendwas auf die Reihe…? Alles, was du anfasst, läuft schief.

Du kannst nicht singen, lasse es. Sportlich ist unser Max nicht. Sein großer Bruder, ja, aber er nicht

Usw. usf.

Lebensregeln

Beispiel für Lebensregeln: Das tut man nicht. Wer nichts leistet, ist auch nichts wert. (In unserer Familie war noch nie jemand musikalisch. Bücher schreiben und Theater spielen sind brotlose Künste. ) Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Jedenfalls ist in fast jedem von uns dieser innere Kritiker entstanden. Der kritisiert, beurteilt, schimpft, abwertet, verhöhnt, auslacht, entmutigt und schwächt.

Ich fragte meinen Klienten: Wie sprichst du denn eigentlich mit dir, dass du dich so minderwertig fühlst?

Die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen: „Du kannst nichts. Hast noch nie was geschafft. (Jetzt bist du schon fast 30 und hast noch keine Frau gefunden.) Einen neuen Job kriegst du auch nicht mehr.  Das wird nie wieder besser. Du bist einfach zu nichts gut. Im Grunde bist du nur noch eine Last für die Gesellschaft.“

Oh , oh.

So gnadenlos, wie diese innere Stimme oft mit den Leuten spricht – und genau genommen sprechen sie ja mit sich selbst so … Wirklich fürchterlich!

 

Wie ist ihre Qualität? Wie fühlt sie sich an?

Ich hoffe, deine innere Stimme geht sanfter mit dir um.

Denn so wie im Fall von meinem Klienten, macht sie den Menschen krank und depressiv.

Wie sprichst du denn eigentlich mit dir, wenn du was verbockt hast. Wenn dir was runtergefallen ist und in tausend Scherben zerbrochen?  Wenn dir irgendein schlimmer

Ausrutscher passiert ist?

Mann, wieso passiert mir das immer! So was Ungeschicktes! Wie konntest du nur????

Pass doch endlich mal besser auf! Wie doof kann man eigentlich sein??

Mal im Ernst: Würdest du mit deinem besten Freund oder einem anderen wichtigen Menschen in deinem Leben sooo sprechen?

Die Antwort ist von vornherein klar: Niemals!

Aber… mit dir selber, da redest du so, hm?

 

Macht die Stimme so wie bisher wirklich Sinn?

Stell dir vor, du wärst ein ganz toller Erwachsener und möchtest einem kleinen Kind Mut zusprechen, das sich nicht traut. Das sehr unsicher ist, ob es das kann und ob es gut genug ist.

Wie würdest du mit diesem Kind sprechen? ….

Genau. Du würdest ganz liebevoll und aufmunternd mit ihm sprechen. Würdest ihm sagen:

„Hey, du kannst das vielleicht selber gerade nicht sehen, aber ich sehe, was du für Fähigkeiten und Talente hast. Ich weiß, dass du alles in dir hast, was du brauchst. Du kannst das schaffen. Ich glaub an dich.“

 

Was will sie eigentlich?

Es ist wichtig, zu verstehen, warum der Kritiker in dir so spricht.

Auch wenn es nicht gerade offensichtlich ist:

Der innere Kritiker in dir hat an und für sich keine böse Absicht.

Was hat er wohl für eine Absicht?

Ja genau. Er will dich meist verbessern, den besseren Menschen aus dir machen.

Indem er dir verbale Arschtritte gibt und dir zeigt, was du alles falsch machst und dass es so wie du es machst, aber gar nicht geht.

Oder aber er will dich beschützen vor Niederlagen oder Zurückweisung und flüstert: „Lass es sein. Das schaffst du nie. Das ist was für andere, aber nicht für dich…“

 

Wie kannst du die Stimme verändern?

Mein Klient fragt verzweifelt: Aber wie soll ich denn liebevoll mit mir sprechen? Das geht nicht. Das kann ich nicht. Und es stimmt doch auch alles. Ich kann wirklich nichts und mein Leben ist nichts wert.

Darauf ich: Es hat sich so entwickelt, weil du dieser gemeinen Stimme in dir geglaubt hast. Du hast all das geglaubt und dich entsprechend gefühlt und verhalten. Als Kind musstest du das auch glauben, es blieb dir nichts anderes übrig. Doch heute, als Erwachsener, kannst du dich entscheiden, der gemeinen Stimme nicht länger zu glauben. Denn sie tut dir nicht gut.

Ich hab ihn dann aufgefordert, sich seinen inneren Kritiker  genau vorzustellen. Wie er aussieht, wie er spricht. Er bekam sogar  eine Frisur und einen bestimmten Gesichtsausdruck.

Wir haben dann mit diesem strengen, militärische aussehenden Mann gesprochen und ihn sehr nachdenklich gemacht. Ihm gesagt, dass er sein Ziel, diesen jungen Mann zu verbessern, so nicht erreichen wird, niemals.

Im Gegenteil. Wenn er weiterhin so mit ihm spricht, geht er kaputt und traut sich gar nicht mehr nach draußen.

Wir gaben dem Kritiker deshalb ein neues Aussehen, einen neuen Namen und einen neuen Auftrag, eine neue Jobbeschreibung sozusagen.

Zum Wohle dieses jungen Mannes. Dass er gefördert wird und ermutigt und bestärkt.

Und je öfter diese neue Stimme nun liebevoll mit ihm spricht, umso wertvoller kann er sich wieder fühlen, umso mehr wird es sich wieder zutrauen und umso aktiver kann er sein Leben auch wieder gestalten.

 

Aha! Ich habe Einfluss!

Es ist dieses Aha-Erlebnis: Ich habe Einfluss auf die kritische Stimme in mir.

Ich kann sie mir neu erschaffen. Zu einer Stimme, die mir fortan gut tut.

Nie wieder will ich so abwertend mit mir selbst sprechen.

Der Dreh- und Angelpunkt ist tatsächlich die eigene Gedankenwelt. Der eigene innere Dialog.

 

Mein Beitrag für dich

Das war heute ein kleiner Einblick in meine Arbeit.

Wenn auch du einen scharfen inneren Kritiker haben solltest, dann kannst du beschließen, ihm von nun an nicht länger Glauben zu schenken.  Und fortan so mit dir sprechen, wie zu einem Kind, das du sehr magst und aufbauen möchtest.

Sollte der Kritiker in dir jedoch zu gnadenlos und hartnäckig sein, dann brauchst du dazu Begleitung in Therapie oder Coaching.

Dann kann ich dir zum Beispiel helfen, zusammen mit dir seine Jobbeschreibung, seine Gestalt und Rolle zu ändern und die Art und Weise, wie die Stimme mit dir spricht.

Und dann geht es auf einmal, denn du kannst es fühlen und da ist eine neue, liebevolle Stimme in dir. Ein Förderer, der dich mag.

So kann aus deinem scharfen, bitterbösen Kritiker ein bester Freund werden. Stell dir das mal vor…

 

Ins Tun kommen

Ich hab eine Aufgabe für dich, wenn du magst: :

Frag dich diese Woche mehrmals am Tag:

  • Wie spreche ich eigentlich gerade mit mir?
  • Tut mir das gut?
  • Will ich das glauben?

Und wenn die Antworten “Nein” sind, dann lenk um, geh neue Wege.

Alles Liebe für deinen Weg!

Deine Kerstin von Lichtfinder

Lichtfinder Podcastfolge 25:

Warum es sich lohnt, die Kunst des Vergebens zu lernen

Vergeben?  Niemals!

Und was, wenn es der einzige Weg ist, dich zu befreien?

Groll, Ärger, alten Schmerz mit sich herumzutragen ist wie täglich Gift trinken und zu hoffen, dass der andere daran stirbt.

Wenn du bist wie die meisten Menschen, dann schweifen deine Gedanken oft ab in die Vergangenheit, du denkst mit Bedauern daran, was du hättest besser machen können oder du holst schmerzvolle Erinnerungen und alten Groll  wieder und wieder hervor.

Wenn mir alte Menschen von ihrem Seelenschmerz erzählen, dann frage ich immer nach:

“Und wie lange ist das jetzt her?”

Weil es so lebendig klingt, so präsent, als wäre es gestern gewesen. Die Antwort ist häufig: “Ach, viele Jahre…”. Oft war es sogar in der Kindheit.  Sie haben die Erinnerungen lebendig gehalten, indem sie sie immer wieder hervorgeholt haben.

Ich stelle euch heute einen Weg vor, Vergangenes loszulassen, alten Groll und Ärger aufzulösen und mit sich endlich in Frieden zu kommen.

Es geht um Vergebung. Sich selbst und anderen bedingungslos zu vergeben mit dem Ziel, frei zu werden und die Liebe in dir wieder fließen zu lassen. Denn wenn du es schaffst, dich zu befreien, kommst du endlich in deinem Leben jetzt an und hast die Möglichkeit jetzt wirklich glücklich zu sein.

Wie immer ist es eine Entscheidung.

Du kannst jetzt entscheiden, dich auf den Gedanken einzulassen, alles aus dem Weg zu räumen, was deine Energie am Fließen hindert.

Als wunderbarer Nebeneffekt tust du nicht nur dir was Gutes, sondern der ganzen Welt. Denn wenn sich ein Teilchen im System ändert, ändert sich das ganze System.

Das Hawaiianisches Vergebungsritual Ho’oponopono

Ich hole mir die Macht zurück, mein Leben zu gestalten

Ho’oponopono gilt als die wichtigste Konfliktlöse und Vergebungsmethode.

  • “Ho’o” bedeutet “machen”
  • “Pono”  – “richtig”

So bedeutet es ungefähr: „Alles richtig richtig machen.”

Interessant dazu: Der hawaiianische Gruß „Aloha“ bedeutet: Ich sehe das Göttliche in dir, ich sehe das Göttliche in mir.

Ähnlich wie „Namasté “Ich verbeuge mich zu/vor dir”  (Schöne Erklärung: https://blog.mindvalley.com/de/namaste/)

Ho’oponopono ist sozusagen Liebe in Aktion.

Man vergibt sich und anderen dafür verletzt zu haben, verletzt worden zu sein, irgendwann nicht geholfen zu haben.

Bedingungslos vergeben, bedingungslos  lieben,  anschließend besser machen.

Es ist so wie die Festplatte des Computers zu löschen von alten Programmen und Dateien, die das Leben beschwerlich und langsam machen. So löschst du mit jedem Ho’oponopono quasi Dateien von deiner Festplatte, die dich nur blockieren und die du nicht mehr brauchst.

Durch Erfahrungen in unserem Leben haben wir sozusagen schwere Steine in unsere Seelenlichtschale bekommen.

Vergebung bedeutet, diese Steine wieder herauszugeben, loszulassen und damit die Seelenschale wieder frei und leicht zu machen. Damit können wir sie

in den Zustand VOR der “Gebung” zurückzuversetzen: (englisch) For-Giving

Das Vergebungsritual besteht im Kern aus diesen 4 Sätzen. Die Reihenfolge der letzten beiden Sätze ist unterschiedlich angegeben in den Quellen und erscheint letztlich nicht wichtig.

4 Wundersätze

  • Es tut mir leid
  • Vergib mir
  • Danke
  • Ich liebe dich

Wie jetzt? Es tut MIR leid?

“Ich hab doch nix angestellt! Jetzt soll ich mir auch noch selber die Schuld geben…???”

Nein, keineswegs. Das Konzept von Schuld ist hier fehl am Platze. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und dadurch in die Macht zu kommen, etwas zu ändern.

Außerdem gilt nun mal: Es ist nicht möglich, andere Menschen zu ändern. „Der einzige Ort im Universum, den wir wirklich ändern können, sind wir selbst.“ (Aldous Huxley)

So beginnt der Frieden bei mir.

  • Jetzt 100% Verantwortung übernehmen.
  • Vom Reagieren zum Agieren kommen.
  • Das gibt 100% Macht an dich zurück.

Das Geheimnis von Ho’oponopono: Zurücktreten, nichts und niemanden mehr bewerten

„Bevor die Sonne untergeht, vergib.“

    – Hawaiianisches Sprichwort –

Solange wir mit Groll, Hass, Trauer oder Enttäuschung an eine Beziehung denken, werden wird durch das Gesetz der Resonanz nur eine ähnliche Beziehung anziehen. Oder wir sperren uns generell für eine harmonische Beziehung.

+ Deshalb lass uns alte Verletzungen heilen.

+ Lass uns die Vergangenheit heilen.

+ Lass uns aus Erfahrungen lernen, Vergangenes loslassen und nach vorne schauen.

Sonst ziehen wir immer wieder dasselbe in unser Leben.

Wenn man sich die Fehler der Vergangenheit nicht  vergibt und glaubt, schuldig zu sein, wird man womöglich  krank. Schließlich muss man für die Fehler bestraft werden und leiden. Damit programmieren wir unser Unterbewusstsein auf Selbst-Zerstörung.

Autoimmunkrankheiten, Rheuma, Krebs: Die Aggression richtet sich gegen den eigenen Körper, das Immunsystem zerstört sich selbst.

Das ist der psychische Anteil an der Verursachung. Und darin liegt gleichzeitig unsere Macht, uns selbst zu heilen.

Alles ist nach den Gesetzen der Quantenphysik miteinander verbunden.

Ich bin ein Teil dieser Welt. Wenn ich mich ändere, ändert sich die Welt.

– Die Geschichte von Dr. Len – (nur im Audio)

So befreist du deine Seelenschale

Immer wenn schlechte Gefühle aufkommen, alter Groll, Ärger, Schulddenken, Bewerten und Beurteilen, Verzweiflung über eine schlimme Situation, sprich die

4 Wundersätze

  • Es tut mir leid
  • Vergib mir
  • Danke
  • Ich liebe dich

– Was bedeuten die 4 Sätze? – (nur im Audio)

Sprich sie am besten in 3 Richtungen

  • in Richtung Leben
  • zu mir selbst
  • zu dem Menschen, den es betrifft

Bei Dr. Len gab es noch 2 weitere Sätze:

  • Ich übergebe das jetzt Gott/dem Universum. (Ich lasse los.)
  • Ich bin bereit, ein Wunder zu bezeugen.

Viel Freude auf dem Weg zu deiner leichten, freien Seelenschale. Es ist ein Weg, den es sich zu gehen lohnt.

Und wenn du jemanden dabei zur Unterstützung brauchst, bin ich gerne auch via Zoom/Telefon für dich da.

Deine Kerstin von Lichtfinder

 

Brauchst du noch einen Schubs, um endlich loslassen zu können, was nix mehr taugt?

Dann ist diese Folge 26 meines Podcasts für dich. Hier einige Textauszüge daraus. Die vollständige Folge hörst du am besten über eine Podcast App an. Zum Reinhören siehe meine Homepage.

5 Stolperfallen die dich daran hindern, wieder glücklich zu werden. Und mögliche Wege heraus.

 – Die Geschichte von den zwei Mönchen – (nur im Audio)

Warum kann ausgerechnet ich dir hier weiterhelfen?

Neben meiner psychologischen Ausbildung kommt dazu meine eigene schmerzhafte Erfahrung: Der Bruch nach fast 30 Jahren Beziehung. Die Trennung von dem Mann, mit dem ich fast mein ganzes Leben verbracht habe, seit meiner Jugend.

Du kannst dir vorstellen, da gab es die Notwendigkeit, loszulassen. Und es gab so vieles zu vergeben.

Dem Ex-Partner und auch mir selber.

Zu dem Thema passt übrigens sehr gut die Folge 25. Da stelle ich dir das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono vor.

Zunächst möchte ich einmal definieren:

Was Loslassen und Vergeben nicht ist

  • Loslassen heißt nicht vergessen was geschehen ist
  • Loslassen bedeutet nicht gutzuheißen, was passiert ist
  • Vergebung bedeutet nicht, einverstanden zu sein
  • Du tust es nur für dich, um frei zu werden, frei zu sein von altem Seelenballast.

In einer schmerzhaften oder toxischen Beziehung ist viel passiert. Ich gehe in dieser Folge von demjenigen aus, der sich selbst als das Opfer in der Beziehung betrachtet. Von demjenigen, der betrogen wurde, der seelisch oder körperlich verletzt wurde, der verlassen worden ist.

Da wohl mehr Frauen als Männer diesen Podcast hören, gehe ich dabei in der Regel von der Frau aus und verwende deshalb die Geschlechter der Einfachheit halber aus Sicht der Frau.

Ihr Männer, bitte setzt an den Stellen für euch einfach eure frühere Partnerin ein.

Die Betrogene oder Verlassene, Gedemütigte fühlt sich meist klein, ungeliebt, wertlos. Kann nicht verstehen, wie ein Mensch so sein kann. Und warum ihr das passiert ist.

So trägt man diesen Menschen, der einem so viel Leid verursacht hat, manchmal sein ganzes Leben lang weiterhin mit sich rum.

Vielleicht geht es dir auch so und du musst Tag für Tag an deinen Expartner denken. Quälst sich mit Ärger- und Grollgedanken. Grübelst, was du selbst wohl  falsch gemacht hat, dass es so gekommen ist.

Immer wieder kommen dieselben Fragen hoch:

  • Warum ist das so geworden? Was ist mit uns passiert? Wie kann ein Mensch sich so verhalten?
  • Wer ist dieser Mensch eigentlich, der da an meiner Seite war? Ich scheine ihn gar nicht wirklich gekannt zu haben…
  • Was habe ich vielleicht auch alles falsch gemacht? Hätte ich es durch andere Entscheidungen an manchen Stellen verhindern können, dass es so weit kommt?
  • An welcher Stelle war ich blind?
  • Kann ich jemals wieder vertrauen?

Vielleicht ist auch dein Herz eingemauert worden und nun mit einer dicken Mauer umgeben.

“Nie wieder soll mir jemand so weh tun können.”

“Nie mehr will ich vertrauen und mich verletzlich machen.”

“Wegen diesem Menschen kann ich nie wieder lieben oder vertrauen.”

“Ich bin ein gebranntes Kind.”

Wenn dann jemand kommt und sagt:

“Vergib, was gewesen ist, lass los!”

Dann kommt die Reaktion:

Aber wieso sollte ich vergeben? Er hat mich verletzt. Es ist so viel passiert, was ich niemals vergeben kann. Er hat es nicht verdient, dass ihm vergeben wird. Es ist zu viel passiert, es war zu schlimm.

 

Falle 1: Du gibst die Macht ab

Doch merkst du was?

Damit gibst du deinem Ex immer noch die Macht über dein jetziges Leben. Tag für Tag. Immer wenn du daran denkst voller Groll vergiftest du dein eigenes Leben, deine Gefühle, dein Herz.

Und du hinderst dich selbst damit am Glücklichsein.

Hast du auch die Glaubenssätze:

Ich werde nie wieder glücklich sein?

Wegen meiner Scheiß-Vergangenheit kann ich nicht glücklich sein ?

Solange du das glaubst, ist es genau so. Denn indem du selbst tagtäglich an die Vergangenheit denkst, alles wieder und wieder lebendig in deinen Kopf zurückholst, schaffst du es , dass das Vergangene dein ganzes Leben lang wie ein schwerer Stein auf dir lastet und dich begleitet.

Du gibst damit deine Macht über dein Leben ab an andere.  Und an genau den Menschen, mit dem du eigentlich gar nichts mehr zu tun haben willst.

 

Falle 2: Du siehst dich als Opfer

Du siehst dich als das Opfer in eurer Beziehung? Als die, der etwas angetan wurde? Vielleicht bist du es in mancher Hinsicht auch tatsächlich gewesen.

Zwar gehören immer zwei dazu. Zwei zum Tangotanzen. Doch einer schafft es tatsächlich, euch beide aus dem Takt zu bringen.

Zwei gehören dazu, damit etwas schief läuft heißt es. Einen, der etwas Schlimmes macht, der andere, der das Spielchen (viel zu lange mitspielt), es mit sich machen lässt, zulässt, dass es geschieht. Nicht rechtzeitig eingreift, sich wehrt oder die eigenen Konsequenzen zieht.

Beides ist wohl richtig.

Der eine hat was angestellt. Und euch beide damit aus dem Gleichgewicht gebracht.

Zurecht ist da dein Groll und Ärger.

Deshalb lass die Wut, den Ärger erstmal zu. Lass deine inneren Wölfe los.

Doch bitte am besten für dich allein.

Da darfst du auch laut werden oder einen Boxsack oder ein Sofakissen benützen. Mach das.

Es tut gut.

 

Falle 3: Der Wunsch nach Rache

Dem will ich alles heimzahlen, am liebsten mit gleicher Münze. Der soll denselben Schmerz spüren, den ich auch spüren musste. Der soll selber erleben, wie es ist, belogen und betrogen zu werden. Ich möchte ihm NICHTS schenken. Ich will es ihm nicht leicht machen, denn das hat er einfach nicht verdient!!!!!!

Da ist dieses Bedürfnis nach Gerechtigkeit, ja Gerechtigkeit und Ausgleich.

Auch nach Verstehen und Verständnis dafür, welcher Schmerz dadurch bei dir entstanden ist. Was das mit dir gemacht hat.

Du wünschtest, er würde bereuen, zutiefst bereuen und einsehen, was er für Fehler gemacht hat.

Es täte dir ehrlich gut, das auch von ihm zu hören.

Doch das wirst du vielleicht nie.

Die gute Nachricht ist: das musst du auch nicht. Du kannst völlig unabhängig loslassen. Das ist deine Macht.

Alles kommt zurück

Solltest du dir Vergeltung wünschen, musst du wissen, dass alles im Leben zurückkommt. Das ist das Gesetz der Resonanz.

Das heißt, dein Ex wird vom Leben schon zurückbekommen, was er selbst hinausgesandt hat. Darauf kannst du vertrauen.

Du darfst das jetzt abgeben. Lass es nicht länger deine Verantwortung sein.

Für dich selber heißt das:

Wenn du Gutes vom Leben zurückbekommen möchtest, schicke selbst auch Gutes hinaus.

Also keine Hass und Rachegedanken mehr, denn damit schadest du dir letztlich nur selbst.

Buddha sagte: “Hass ist wie Gift trinken und hoffen, dass der andere daran stirbt.”

Deshalb: Versuch doch mal, deinem Ex von Herzen alles Gute zu wünschen, vielleicht auch eine neue Liebe. Du wirst sehen, was du an guten Wünschen aussendest, kehrt zu dir zurück und wird zu deinem eigenen Glück.

 

Falle 4: Du verwechselst Verantwortung mit Schuld

Zum anderen ist da die unangenehme Tatsache, dass du irgendwie auch einen Teil Verantwortung trägst an dem Leid, das in dein Leben gekommen ist.

Auch wenn du das vielleicht nicht hören willst: Du hast es irgendwie hineingelassen, du warst in der entsprechenden Energie, damit das passieren konnte.

Du hast irgendwie bewusst oder unbewusst deinen Teil beigetragen.

Weil du auch nicht anders konntest in diesem Moment. Es ist in Ordnung. Du hast dennoch keine Schuld. Denn du hast immer nur das gemacht, was dir im Moment zur Verfügung stand.

Jetzt bist du schlauer geworden.

Sprich dich frei von Schuld, denn da ist keine Schuld.

Selbst-Vergebung

Vergib dir selbst und damit lässt du los, all die schweren Steine in deiner Seelenschale. Hör dazu die Ho’oponopono Folge nochmal an.

Manchmal ist der eigene Anteil auch gar nicht ersichtlich. Du hast vielleicht wirklich nichts dazu getan in diesem Leben. Manchmal sind es Altlasten, die wir unbewusst  in uns tragen.

Was ich damit sagen will, ist, dass dir dein Anteil am Geschehen womöglich gar nicht klar ist. Dass du die Verantwortung nur und ausschließlich beim anderen siehst. Das ist in Ordnung.

Vielleicht hast du auch Recht, doch glaub mir, du warst Teil des Lebensspiels und wenigstens das ist deine Verantwortung. Wenn du dies anerkennst, gewinnst du die Macht, den weiteren Verlauf selbst zu bestimmen, nur darum geht es.

Wenn du wieder frei werden willst, ist es notwendig, dass du dir erstmal selbst verzeihst.

(Vielleicht deine Blödheit,  deine Nachgiebigkeit, deine Blauäugigkeit, deine Naivität und Gutgläubigkeit? )

Wenn ich richtig radikal ehrlich zu mir selbst bin, dann  gibt es so vieles, was ich mir selbst zu verzeihen habe…

Du merkst schon, da kann ganz schön viel Aggression gegen dich selbst drin stecken. Deshalb ist es so wichtig, dir selbst zu vergeben. Damit du von der Aggression gegen dich selbst zu einem liebevollen Umgang und Dialog mit dir selbst kommst.

Du warst nicht blöd und blauäugig. Sondern du tickst einfach anders. Wer selbst ehrlich ist, geht bei anderen auch zunächst davon aus.  Nun weißt du, dass nicht alle so sind wie du.

 

Falle 5: Dein Selbstwertgefühl ist unten

Dein Selbstwertgefühl hat womöglich schon in der Zeit der Beziehung ziemlich gelitten.

Weil so einer Trennung geht ja was voraus.

Man schweigt sich an über Tage oder Wochen oder aber streitet lautstark, macht sich gegenseitig Vorwürfe.

Belächelt den anderen, macht sich heimlich oder offen lustig.

Es wird kritisiert und alles hervorgezogen, was der andere falsch macht.

Die negativen Botschaften überwiegen und das oft über Jahre

es muss auch gar nicht offen ausgesprochen werden:

allein das Hochziehen der Augenbrauen, das verständnislose Kopfschütteln oder Augenrollen, der grimmig verkniffene Mund verletzt wieder und wieder.

Jedes Mal spiegelt einem der Partner oder die Partnerin:

Du bist nicht in Ordnung. Ich fühl mich nicht wohl mit dir. Am liebsten hätte ich jemand anderen.

Das frisst auf.

Jeder braucht so sehr die Wertschätzung des Partners.

Und selbst wenn es heißt, ja liebst du dich denn selbst genug?  Wie soll dich denn jemand liebevoll oder respektvoll behandeln, wenn du es selbst nicht tust… – Dann ist das nicht hilfreich:

Im Gegenteil, es macht kaputt und es wird immer schwerer, den eigenen Selbstwert stabil zu halten.

Es ist, als würde der Feind im eigenen Bett liegen oder im selben Haus wohnen.

Solche Beziehungen fühlen sich an wie die Hölle, wie ein Martyrium und sie machen meist beide kaputt. Den sensibleren der beiden mehr als den anderen.

Verarbeiten braucht Zeit

Wenn die Beziehung dann endlich beendet ist, gibt es so vieles aufzuarbeiten. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Darum bring bitte auch Geduld mit. Pro Beziehungsjahr mindestens ein Monat zur Verarbeitung, heißt es. Das kann bei dir viel schneller gehen, doch gib dir Zeit.

Gib dir Zeit, zu verarbeiten, Zeit mehr und mehr loszulassen, immer freier zu werden, immer mehr dein eigenes Leben zu leben. 

Wege heraus in dein neues Leben

  1. Übernimm jetzt die Verantwortung für dein Glücklichsein

Wenn du nicht willst, dass die Vergangenheit mit diesem Menschen deine nächsten 20 Jahre auch noch beeinträchtigt und dich am Glücklichsein hindert, dann entscheide dich heute, loszulassen.

Entscheide dich heute, die volle Verantwortung für dein Seelenglück zu übernehmen und der Vergangenheit und den Menschen darin nicht länger die Macht zu geben, dein Leben zu beeinflussen.

Mit dem Anerkennen der Verantwortung, dem eigenen Anteil daran, bekommst du auch die Macht, für dich die Verantwortung jetzt zum Guten zu übernehmen.

Dir selbst die Erlaubnis zu geben, jetzt neu anzufangen, jetzt loszulassen und die Vergangenheit hinter dir zu lassen.

Das Leid  ist nicht ohne dein Zutun in dein Leben gekommen und mit deinem Zutun kannst du dich selbst auch wieder glücklich machen.

Es geht darum Verantwortung für sich zu übernehmen. Fürs eigene Leben. Fürs eigene Glück.

 

2. Begehe ein beeindruckendes Loslass-Ritual

Mach am besten ein Ritual daraus. Gestalte es, wie auch immer du möchtest.

Ich stelle dir mal mein Lieblingsritual vor:

Erprobt und als sehr befreiend erlebt:

Schreib einen langen Brief per Hand an deinen Expartner und schleudere ihm oder ihr in diesem Brief all deine Enttäuschung entgegen. Alles, was dich die ganze Zeit gedanklich umgetrieben hat. Alles, was du ihm oder ihr noch sagen wolltest. Am Ende schreibe, dass du ihm jetzt alles vergibst, damit du frei wirst und jetzt loslässt und wünsche bitte auch alles Gute für seine Zukunft. Dann, ganz wichtig…

Schick diesen Brief nicht ab, übergib ihn auch nicht,

sondern verbrenne ihn.

Nimm dazu am besten einen Zinkeimer, tu irgendein Erinnerungsstück von deinem Ex hinein, ein Kleidungsstück, ein Foto… irgendwas ungiftig brennbares, dazu Anzündwolle nicht Vergessen.

Geh dazu bitte unbedingt ins Freie, in deinen Garten oder in die Natur an einen ruhigen Ort. Du solltest wirklich ungestört dabei sein.

Such dort einen feuersicheren Platz wo der Zinkeimer sicher stehen kann.

Lies dir nun selbst deinen Brief halblaut vor und am Ende zündest du alles an. Schau nun dem Rauch zu, der aufsteigt und stell dir vor, zusammen mit dem Rauch verschwindet all dein Schmerz und du lässt deine Vergangenheit jetzt los. Der Rauch steigt hoch in den Himmel und du übergibst das alles dem Himmel. Übergibst es den weisen Mächten, der Natur, dem Universum.

Da der Rauch in den Himmel aufsteigt und sich auflöst, ist diese Vorstellung sehr anschaulich und du weißt, dass die Botschaft aus deinem Brief deinen Ex erreichen wird. Denn der Himmel und die Luft sind überall. So kannst du absolut sicher sein, dass auf energetischer Ebene, deine Botschaft ankommt. Mehr brauchst du nicht.

Du hast ein Recht auf ein glückliches Leben. Du hast ein Recht auf eine neue Liebe. Und weil du loslässt, kannst du dich öffnen für neue, schöne Beziehungen.

 

3. Raus ins Leben! Spiel wieder mit und baue dein Selbstwertgefühl auf

Probiere aus, lerne verschiedene Menschen kennen, knüpfe lockere Kontakte. Melde dich dazu ruhig bei Dating-Portalen an. Du weißt nun genau, was du nicht mehr willst, stimmt’s? Doch schreib das bitte nicht auf deine Dating-Seite. Schreib stattdessen, was du dir wünschst, was dir wirklich wichtig ist in einer Partnerschaft.

Und denk daran, dass niemand so perfekt ist, dass er alle Punkte deiner Wunschliste abhaken kann. Doch die wichtigsten sollten diesmal stimmen. Deshalb mach dir klar, was du wirklich in einer Beziehung brauchst: gemeinsame Aktivitäten, körperliche Nähe, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Respekt?

Sei dir auch bewusst, dass du selbst nicht die perfekte Partnerin bist. Auch du wirst für den anderen nicht alle Wünsche erfüllen können. Doch dazu sind Partner auch nicht da. Nicht für das gesamte Paket an Bedürfnissen.

Wirf dich ruhig wieder in die Welt der Partnersuche, flirte, sei neugierig offen für Neues. Ganz nebenbei wird den Selbstwertgefühl wieder gepusht, wenn du wieder umworben wirst.

Du musst hierbei nicht gleich den Mann oder die Frau fürs Leben finden, du kannst nur einfach wieder Leichtigkeit erleben und dich begehrt und lebendig fühlen.

Ich fasse nochmal zusammen, was du aus dieser Folge heute mitnehmen kannst:

So wirst du frei:

  • Übernimm wieder die volle Verantwortung für dein Glücklichsein.
  • Entscheide dich, damit die Macht und das Ruder wieder selbst zu übernehmen, denn wem sonst willst du das überlassen? Deinem Expartner?
  • Vergib dir selbst (am besten mit Ho’oponopono), sprich dich frei von aller Schuld. Verantwortung hat nichts mit Schuld zu tun.
  • Lass deinen Ex los. Nutze dazu alles, was dir passend erscheint: Ich kann nur empfehlen, ein beeindruckendes Loslassritual durchzuführen.

Es gibt da noch weitere energetische Rituale, die allein in der Vorstellungskraft ausgeführt werden und sehr wirkungsvoll sein können. Da kann sich innerlich viel tun.

Am Ende hab ich für dich eine kleine solche Übung platziert, damit du selbst  entscheiden kannst , ob du jetzt schon dazu bereit bist.

  • Bau dein Selbstwertgefühl auf. Sprich liebevoll mit dir selbst, sei geduldig mit dir. Es braucht etwas Zeit. Flirte wieder, knüpfe neue Kontakte, probiere neue Hobbies aus, fühl dich begehrenswert und lebendig.

Übung: Energetisches Abschneiden von Verbindungen (nur als Audio direkt im Podcast,  bei Minute 25:35)

Ich freue mich, von dir zu hören, wie es dir mit dieser Folge geht. Lass mir gerne einen Kommentar da. Bis bald.

Licht und Liebe, deine Kerstin von Lichtfinder

 

“Alles wird gut”. In dieser Folge geht es um unsere Ängste, unser Sicherheits- aber auch unser Freiheitsbedürfnis. Es geht um die aktuelle Krisensituation, was das mit uns macht und einen Weg, damit gut umzugehen.

Manchmal brauch ich meine „Alles wird gut“ Tasse.

Die habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen zu einer Zeit, als es mir gar nicht gut gegangen ist.

Und WIE es seitdem gut geworden ist. Und es wird immer besser!

Wenn ich jedoch ein Tief habe, weil die Hormone mal wieder gegen mich sind, oder die Nachrichten da draußen zu schlecht, dann trinke ich Schluck für Schluck daraus und erinnere mich.

Es geht vorbei.

Und alles wird gut.

Diese Woche habe ich einen Vortrag gehalten über die Kraft der Selbsthypnose und die Macht unserer Gedanken.

Der große Vortragssaal des Maria-Seltmann-Hauses in Weiden war ausverkauft und ich war ganz freudig überrascht, wie viel Interesse da war – trotz Corona! Ganz viele ältere Menschen hörten mir höchst interessiert zu.

Ja, alle auf der Suche nach dem Glück, immer noch, selbst nach so vielen Jahren Lebenserfahrung und Lebensweisheit. Oder einfach wieder auf der Suche?

Die Lebensumstände ändern sich ja ständig, nicht nur durch die äußeren Krisenmaßnahmen, sondern auch, weil der Körper sich öfter meldet, je älter man wird. Oder die Einsamkeit wird größer im Alter.

Umso schlimmer, dass die soziale Distanz derzeit verordnet wird. Die Menschen leiden darunter in allen Altersklassen. Doch die Jugendlichen und die alten Menschen leiden unter der Kontaktbeschränkung am allermeisten.

Ich halte es für fraglich, ob es wirklich dem Leben dient, all diese Maßnahmen zu ergreifen. Wir wissen zu wenig, ganz klar.

 

Sicherheit oder Freiheit?

Wir werden zur Zeit nicht gefragt, ob wir einverstanden sind. Der Großteil der deutschen Bevölkerung unterstützt die Maßnahmen – laut Medienberichten – weil ihnen das Bedürfnis nach Sicherheit am wichtigsten ist.

Ich bin ganz ehrlich. Mir nicht. Mir ist Freiheit wichtiger als Sicherheit. Ich kenne meine Werte und Prioritäten. Und da steht Freiheit und das Leben LEBEN ganz oben.

Doch ich respektiere die Angst der Leute und spiele mit, damit sie sich sicher fühlen können. Die Frage ist: Können sie das wirklich? Können sie sich jemals sicher fühlen?

 

Grundvertrauen ins Leben

Vielen Menschen fehlt dieses Grundvertrauen ins Leben, in sich selbst und ihren eigenen Körper.

Ich bin so froh, dass ich dieses Grundvertrauen habe. Es war mir dazwischen mal abhanden gekommen, nach meiner Krebserkrankung und täglichen Schmerzen, mit Erschöpfung und Depression.

Doch ich hab es wiedergefunden. Mein Glück ist, dass ich dieses Ur-Vertrauen in meiner Kindheit bekommen habe. Auch wenn es da schwierige Zeiten gab, viel Streit meiner Eltern, so hab ich mich doch immer geliebt gefühlt.

Ich musste nur lernen, dieses Gefühl von Leistung abzukoppeln und mich allmählich immer mehr selbst zu lieben.

Da ist ein Grundoptimismus in mir, der mich durchs Leben trägt. Und dabei bin ich nicht sorglos und kopflos in meinem Verhalten.

 

Sorgen haben für mich nur eine Funktion

Ich werde mir bewusst, was für mögliche Probleme auftreten können, wenn ich etwas plane oder etwas ansteht. Dann tue ich alles Nötige, um vor-zu-sorgen. Ich tue, was ich eben tun kann, dass mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit, nix Schlimmes passiert bzw. dass es eben so gut wie möglich läuft, wenn ich gut vor-sorge. Dafür sind die Sorgen da. Das ist ihre einzige und wichtige Funktion.

 

Vor-sorgen und loslassen

Und wenn ich das getan habe, wenn ich getan habe, was ich eben tun kann – was in meinem Einflussbereich liegt – dann lehne ich mich zurück und lasse los.

Ich überlasse seit neuestem immer mehr dem „Universum“, dem All, Gott. Wobei ich mir Gott dabei nicht im Sinne der alten Religionen vorstelle. Ja, ich bin spirituell geworden. Bin mir der Energie meiner Gedanken bewusst.

Ich weiß, dass ich nicht alles kontrollieren kann und dass ich das auch nicht muss. Und das ist das Schöne daran.

Wenn ich mich in der richtigen Energie befinde, dann fügen sich die Dinge einfach so.

Zum Beispiel hab ich nach sehr langer Zeit mal wieder diesen Vortrag gehalten. Und ich litt ab der 6. Klasse ganz fürchterlich unter Redeangst. Mit zitternder Stimme, eiskalten Händen, dabei durchgeschwitzt und nicht wirklich auf den Inhalt konzentriert.

Am Anfang bei der Vorbereitung auf diesen Vortrag war ich sehr akribisch und meinte, jedes Detail aufschreiben und perfekt planen zu müssen. Am Ende hatte ich 20 A4 Seiten aufgeschrieben für eineinhalb Stunden.

Doch dann wusste ich, das belastet mich:

Ich will das nicht ablesen. Auswendig lernen von 20 Seiten geht auch nicht. Also, in letzter Sekunde die Entscheidung, weg mit dem Ballast.

 

Ich will Leichtigkeit.

Also frei sprechen, nur Stichpunkte auf Karteikarten.

Denn: Ich muss mich nur verbinden mit der Quelle des Bewusstseins. Ich brauche nur die Kontrolle abgeben und vertrauen, dass alles zu mir kommt in dem Moment, wo ich es brauche. Und es hat funktioniert. So was von!

Ich war so entspannt wie nie zuvor bei einem Vortrag. Ich war wirklich locker und habe vollkommen vertraut. Denn ich muss nicht alles selber machen. Ich darf auch immer einen Teil in gutem Vertrauen geschehen lassen.

 

Hol dir das Urvertrauen

Wenn dir übrigens dieses Grundvertrauen fehlen sollte, dann gibt es eine gute Nachricht:

Du kannst es dir im Nachhinein holen. Was in deiner Kindheit versäumt wurde, kannst du dir im Nachhinein selbst geben, nachinstallieren, sozusagen. Am besten geht das in Hypnose. Alles wird gut.

 

Tägliche Sorgenzeit

Also, wenn du dich unbedingt weiter sorgen willst, dann sorge dich doch am besten um eine bestimmte, festgelegte Tageszeit, 30 Minuten lang. Dann dürftest du an alles gedacht haben und kannst die nötigen Vorkehrungen treffen. Danach lass es aber auch gut sein.

Also täglich, 17 Uhr: Sorgenzeit. Wie gut wirst du von nun an schlafen?, denn du hast ja schon die ganze Sorgenarbeit vorher erledigt:)

 

Die Lichtfinder-Brille

Übrigens, hat du schon eine Lichtfinder-Brille? Setz sie doch immer mal wieder auf und schau bewusst auf alles, was noch und immer noch gut ist in deinem Leben und was funktioniert. Stell dir vor, du setzt sie heute für den Rest des Tages einmal auf.

Die Brille ist leider nicht käuflich zu erwerben. Schade übrigens, das wäre ein schönes Geschäft. Du machst sie dir jetzt selbst, in deiner Vorstellung! Welche Farbe möchtest du ihr geben? Stell sie dir genau vor und dann setz sie in Gedanken immer wieder auf.

Du könntest damit sogar die meiste Zeit des Tages herumlaufen, was glaubst du, wie es schnell es dir besser geht. Und je öfter du diesen Blick übst, den Fokus auf alles Gute, umso stabiler bleibt deine Stimmung.

 

Dein Einflussbereich

Ich bin auch immer wieder frustriert über so vieles in der Gesellschaft, grad auch über die aktuelle Corona Situation. Du auch? Dann frag dich: Was bleibt mir zu tun? Was ist mein Einflussbereich?

Tu was du tun kannst, um irgendwie positiv Einfluss zu nehmen auf die gesellschaftlichen Entwicklungen. Für die einen ist es, sich akribisch an alle Vorsichtsmaßnahmen zu halten, für die anderen ist es die Entscheidung, Gleichgesinnte zu finden für mehr Freiheit.

Was auch immer, tu, wovon du überzeugt bist. Nimm Einfluss, wo du nur Einfluss nehmen kannst. Sei es auch nur in deinem kleinen privaten Bereich oder Umfeld. Und mach dir dort dein Leben so schön wie es irgendwie geht.

Momentan ist die Hilflosigkeit deutlich zu spüren. Dieses Ohnmachtsgefühl. Die einen haben es gegenüber den mysteriösen Gefahren und dem unberechenbaren Virus, die anderen, weil sie sich von der Regierung und Vorschriften fremdbestimmt fühlen.

Auch hier gilt, nutze deine Nische aus, deinen Einflussbereich.

Wenn du Angst hast um deine Gesundheit, tu aktiv was für deine Gesundheit. Ernähre dich besonders gesund, hör vor allem auf zu Rauchen und bewege dich viel an der frischen Luft. Pflege soziale Kontakte so wie es eben möglich ist, doch tu es, denn sie sind wichtig. Telefoniere oft mit Freunden. Entdecke das Videotelefon. Geh aus und triff dich real, sobald es möglich ist.

Außerdem kannst du meinen Mentalen Schutzschirm auf YouTube anhören. Link unten in den Folgenotizen.

Wenn du dich der Gesellschaft gegenüber hilflos fühlst, organisiere dich mit Gleichgesinnten und steh auf für deine Rechte und freie Meinungsäußerung. Dann lebst und fühlst du Einflussnahme.

 

Verbindung statt Spaltung

Ich will hier ganz gewiss nicht spalten, ich will verbinden. Deshalb will ich gerade auf beide Sichtweisen eingehen.

Darüber hinaus jedoch, dürfen wir einfach loslassen und annehmen, was wir momentan nicht ändern können. Mir hilft dann immer wieder das berühmte Gelassenheitsgebet des amerikanischen Theologens Niebuhr:

„God, grant me the serenity…“ Dt. übersetzt:

„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

 

Gute Energie hinausschicken

Ich bin spirituell geworden. Ganz abseits der alten Religionen. Deshalb, ob du an Gott im religiösen Sinne glaubst oder nicht, vielleicht ersetzt du dann dieses Wort gerne durch die Kraft des Lebens, an die du dich wendest, das Universums, die Quelle allen Seins. Für mich ist Gott all das. Das All, sozusagen.

Wenn ich nämlich gute Energie in die Welt hineinschicke, dann leiste ich einen großen Beitrag zur allgemeinen Entwicklung.

Natürlich sollen wir unseren handfesten weltlichen Beitrag leisten zum Wohle aller. Doch das eine ist genauso wichtig wie das andere. Der praktische, weltliche Beitrag genauso wie der gedankliche, gefühlte energetische Beitrag!

Wie wäre es, statt Ärger, Frust, Wut und Hilflosigkeit etwas Schönes in die Welt hinauszuschicken?

Denke öfter die Wörtchen LIEBE, Hoffnung, Frieden, Gesundheit, fließende, strömende Energie. Und nimm einen Schluck davon aus deinem Teebecher oder Wasserglas.

Alles kann gut werden. Die Möglichkeit besteht, oder nicht?

 

Das Gesetz der Resonanz

Ich habe auf meinem spirituellen Weg gelernt, dass wir nicht krampfhaft alles kontrollieren müssen. Es muss auch nicht immer anstrengend sein. Es darf mit Leichtigkeit gehen.  Ich mache meinen Part, ich tue, was ich tun kann und dann …dann lasse ich los. Ich übergebe das Problem energetisch Gott, dem All, dem Universum.  Nach dem geistigen Gesetz der Resonanz bekommst du zurück, was du ausstrahlst.

Dann nehme ich meine „Alles ist gut“ Tasse und lasse geschehen. Ich lass dich gerne auch daraus trinken. Nimm einen großen Schluck davon…

Jaaaa! Genau so! Merkst du schon was?

 

Pflaster und Heilung gegen den Schmerz

Belasten dich die täglichen Nachrichten über das Leid in der Welt auch immer wieder?

Dann hör mal rein in meine Gehmeditation „Wenn du Weltschmerz fühlst“. Wenn du dich in meine Lichtblicke Post einträgst, bekommst du die mp3 kostenlos zum Download zusammen mit dem Mentalen Schutzschirm. Dann kannst du mich bequem mit Kopfhörern auf deinen Spaziergang mitnehmen und deinen Weltschmerz auflösen und dabei einen energetisch guten Beitrag für die Welt leisten.

 

Veränderung zum Guten: Jetzt!

Die älteren Leute auf meinem Vortrag haben mir mal wieder vor Augen gehalten: Es ist nie zu spät, etwas zu verändern.

Du kannst heute damit anfangen. Denn nach Julia Engelmanns Lied: „Grüner wird’s nicht“.

Aus dem Liedtext:

„Du stehst in deinen Startlöchern bereit. Sag worauf wartest du die ganze Zeit? Du sagst andere blockieren dir dein Glück, doch keiner außer dir hält dich zurück.“

Refrain: „Ich warte nicht auf den Startschuss, ich starte, wann ich will.

Grüner wird’s nicht, stell dir vor, du tust es wirklich, immer vor, nie zurück.

Warte nicht auf den Startschuss, warte nicht auf das Glück… “

 

Ausblick auf die nächste Folge: „Wie du mit negativen Gedanken und Gefühlen umgehst.“

Am Ende wird alles gut. Wenn nicht, ist es noch nicht zu Ende.

Deine Kerstin von Lichtfinder

 

Link zum Lied von Julia Engelmann:  https://youtu.be/hWIyRuFa-7Q