Chronische Krankheiten und psychosomatische Beschwerden

„Sag du’s ihm“

Unterhielten sich die Seele und der Körper über den Menschen:

„Sag du’s ihm“, sprach die Seele zum Körper. „Auf mich hört er ja nicht.“

Und so kamen Kopfschmerzen, Verspannungen, Heiserkeit, Sodbrennen und Magendrücken, Durchfall und Hautausschläge des Wegs… Gelegentlich muss dabei eine Migräne her oder sogar ein Knochenbruch, um den Menschen mal eine Weile aus dem Verkehr zu ziehen.

Alzheimer lässt vergessen, was nicht mehr erinnert werden will. Herz und Nieren werden schwach, weil zu lange zu vieles zu nahe ging.

Wenn die Seele nicht gehört wird, dann schreit der Körper. Solange, bis wir die Botschaft endlich verstehen.

Chronisch krank, nicht ohne Grund

Bei chronischen Krankheiten schreit die Seele sozusagen über den Körper.

Keine Krankheit kommt ohne Grund zu uns. Wir müssen im Gegenteil sogar ziemlich hart daran arbeiten, diese Krankheit entstehen zu lassen: Migräne, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-  oder Verdauungsbeschwerden, Diabetes Typ II… All das kommt genauso wenig „angeflogen“ wie eine Depression, auch wenn es demjenigen so erscheint.

Leider behandelt die Schulmedizin fast ausschließlich das jeweilige Symptom, das an der Oberfläche in Erscheinung tritt. Mit der Folge, dass halbwegs damit gelebt werden kann, jedoch keine wirkliche Gesundung eintritt.

Während die Schulmedizin in manchen Bereichen wie der Chirurgie vermutlich unverzichtbar ist, so ist sie in den Feldern der chronischen Krankheiten gerade mal ein Pflaster-Draufkleber. Das ist ungefähr so, wie wenn im Auto das Öllämpchen aufleuchtet und wir machen einen Smiley-Aufkleber drüber.

Meine eigene Krankheitsgeschichte

Ich hatte schon jahrelang allerlei psychosomatische Beschwerden, eine ganze Palette davon. Magen-Darmbeschwerden, Allergien, Hautreaktionen, starke Verspannungen. Dann kam der Schilddrüsenkrebs.

Nach der Krebsbehandlung machte ich im Grunde weiter wie zu vor und bekam bald darauf chronische Muskel- und Sehnenschmerzen, die an schlimmen Tagen wie schwere Gliederschmerzen bei einer Grippe in den ganzen Körper ausstrahlten. Dazu ein großes Schwäche- und Erschöpfungsgefühl. Eine somatisierte Depression, wurde mir gesagt.

Unheilbar, das Schmerzgedächtnis ließe sich heutzutage noch nicht zurückdrehen. Dies wurde mir von mehreren Seiten diagnostiziert. Dabei arbeitete ich all die Jahre weiter, nicht Vollzeit, doch ich wollte funktionieren, als Mutter meiner Töchter, als Klassenlehrerin meiner Grundschüler, als gute Kollegin, als Ehefrau etc..

7 Jahre lang suchte ich nach Ärzten und Heilern aller Art, die mich befreien sollten von diesen Symptomen. Die Akte mit Befunden füllte mittlerweile einen Ordner. Bis nach München, über 2 Autostunden weg fuhr ich zur Atlaskorrektur bzw. zur chinesischen Schmerztherapie.

Die Hoffnung war anfangs immer groß gewesen, bei jedem neuen Heilungsversuch. Erstaunlicherweise ging es oft direkt nach einem Arztbesuch, der mir Hoffnung machte, wenigstens einen halben Tag lang besser. Tja, was Hoffnung ausmacht. Am nächsten Morgen jedoch war alles wieder beim Alten.

Ich hatte auch zugegebenermaßen kein langes Durchhaltevermögen. Wenig Geduld. Zu viel schon ausprobiert, nix hatte geholfen. Wenn es nach einer Woche nicht ein kleines Stück besser war, gab ich resigniert auf.

Der Neurologe wollte die Schmerzsymptomatik unbedingt mit Psychopharmaka lösen. Mein persönlicher Höllentrip. Vier Monate lang probierte ich verschiedenste Tropfen und Tabletten aus. Starke Nebenwirkungen waren die Folge, jedoch fast keine Wirkung, außer eine Dämpfung meiner gesamten Gefühlswelt.

„Sie brauchen was, damit sie gut schlafen können.“, sind mir die Worte des Arztes noch im Ohr.

Dabei war ich eigentlich immer sofort eingeschlafen, denn die Nacht war kurz, ich ging spät ins Bett, arbeitete oft bis 23 Uhr am Schreibtisch, manchmal noch länger. Danach wollte ich noch lesen, um wenigstens noch ein bisschen Freizeit zu haben. Meist wurde als halb eins, bis das Licht ausging. Dann schlief ich bis kurz vor 6.

Doch ich ließ mich überreden zu den Medikamenten. Nun war ich jedoch am Morgen so müde, dass ich nicht mehr richtig wach wurde. Also der Arzt: „Sie brauchen was zum Wachwerden am Morgen.“

Wie ein Zombie lief ich bald durch den Tag. Ich wundere mich heute, wie ich dennoch die meiste Zeit funktionierte. Die Arbeitszeit reduzierte ich so weit ich konnte und stand es irgendwie durch. Spritzen ergänzten das wunderbare Behandlungsprogramm des Neurologen und die Empfehlung:

„Wenn es immer noch nicht wirkt, müssen wir die Dosis erhöhen.“

Bis ich bei der Beerdigung einer Kollegin da saß und keine Träne weinen konnte, weil meine Gefühle so stark gedämpft waren. Ich, die schon immer bei einem Lassie Film zuverlässig in Tränen ausgebrochen ist, so nah am Wasser war ich immer gebaut gewesen.

Ich beschloss mit der neurologischen Behandlung aufzuhören. Bei manchen Menschen scheinen Antidepressiva auch nicht zu wirken, sagte mir Google. Doch war ich überhaupt depressiv gewesen?

Anfangs hätte ich das klar verneint. Ich fühlte mich nicht depressiv. Doch mein Körper schrie. Erst der Krebs, dann die Schmerzen. Ich verstand nicht, was das bedeuten sollte. Ich wollte einfach nur wieder funktionieren. Wieder Energie haben und mich gut fühlen. Stattdessen wurde es eher schlechter.

Irgendwann kam ich dann tatsächlich in eine schwere Depression. Das war kein Burnout mehr. Über Jahre hinweg ein Schmerz-Therapieversuch nach dem anderen  – und nichts hatte geholfen. Ständig diese Muskelschmerzen, nicht wirklich leistungsfähig, dabei Arbeit ohne Ende: eigene Kinder, Schulklasse und Leitungsaufgaben, Haus, Garten, großer Hund etc. etc.

Ich verstand die Botschaft meines Körpers nicht.

Als immer mehr Beschwerden hinzukamen, begab ich mich für mehrere Wochen in eine psychosomatische Klinik. Mein Körper spielte offenbar verrückt. Das sollte endlich aufhören.

Erst nach Jahren der Leidenszeit und Heilungssuche wurde es mir in dieser Klinik etwas deutlicher gemacht: die Gedanken, die ich denke, spielen eine Rolle, lernte ich. Nein sagen und Grenzen setzen wären wichtige Themen für mich. Ich sollte mich nicht auf den Schmerz konzentrieren an den schlimmen Tagen, sondern mich ablenken.

Ich nahm viele Anregungen auf. Während des Klinikaufenthalts blühte ich direkt auf, war wenige Tage sogar gänzlich schmerzfrei, zum ersten Mal seit 7 Jahren.

Doch als es gegen Ende der Reha-Zeit ging, wurden die Schmerzen wieder stärker. Zu Hause war schnell alles beim Alten.

Ich war in mein altes Umfeld zurückgekehrt, in die unglückliche Ehe, in den Beruf, der mir mehr Kräfte abverlangte als ich hatte.

Ich unternahm irgendwann einen weiteren Versuch mit Antidepressiva, diesmal sehr vorsichtig dosiert, das ging besser. Doch die Belastungen in Schule und Privatleben waren so groß, dass der nächste Zusammenbruch folgte. Wochenlang kam ich nicht hoch, hatte null Kraft mehr.

Daraufhin stieg ich aus, aus meinem Beruf, der mir immer so wichtig gewesen war.

Ich war Lehrerin mit Leib und Seele gewesen. Es war eine Berufung gewesen, ich hatte die Kinder sehr gern, fast wie meine eigenen. Doch der Lärm, die Anstrengung, für Ruhe zu sorgen, die fehlende Kraft, streng und konsequent zu sein, machten mir die Unterrichtsvormittage immer wieder zur Hölle.

Ich konnte nicht mehr, schon gar nicht in diesem System, in diesem engen Korsett, ohne Auszeiten zwischen den Stunden, immer am Präsentierteller zu sein. An den Tagen der Pausenaufsicht war tatsächlich nicht einmal Zeit, um auf die Toilette zu gehen. Wenn es denn sein musste, so schnell wie möglich, denn währenddessen war die Klasse ja unbeaufsichtigt.

Über die Missstände in unserem Schulsystem könnte ich vieles schreiben. Sie erleichtern den Lehrern nicht gerade ihre ohnehin höchst anspruchsvolle Aufgabe, zu erziehen und zu unterrichten. Sie befeuern tatsächlich die Notlage und führen dazu, dass der Großteil der Pädagogen weit vor dem Ruhestandsalter keine Kraft mehr hat. In meiner Dienstzeit erlebte ich selbst den vorzeitigen Tod zweier meiner Schulleiter und zweier Kollegen rund ums 60. Lebensjahr.

Also die ruhige Kugel schieben sieht definitiv anders aus. Doch das ist ein anderes Thema und könnte ein Buch füllen.

Zurück zu den psychosomatischen Beschwerden:

Erst als ich verstand, mit der Zeit, was mein Körper mir sagen will, was meine Seele wirklich braucht und welchen Einfluss ich selbst auf die Gestaltung meines Lebens habe, begann die Heilung.

Ich setzte mich sozusagen mit meinen Schatten auseinander.

Ich begriff, dass es manchmal nicht genügt, immer nur an sich selbst und seiner Einstellung zu arbeiten.

Das hatte ich bereits jahrelang versucht. Doch krampfhaft positives Denken, verdrängen des Seelenschmerzes und der Versuch „happy life“ zu spielen, hatte mich genau dahin gebracht, wo ich war: in die chronischen Schmerzen und die wiederkehrende Depression.

Das Prinzip des „Fake it until you make it“ – das “So tun als ob” ist manchmal zwar wirklich sehr hilfreich. Doch wenn der ganze Lebensentwurf zum FAKE wird, dann muss schließlich der Körper schreien, damit das Ich endlich die Kurve kriegt und einen anderen Weg einschlägt.

So setzte ich mich ausführlich mit den folgenden Fragen auseinander und machte eine Ausbildung nach der anderen zu diesen Themen:

  • Was brauche ich jetzt wirklich?
  • Welche Menschen tun mir gut, welche ziehen mir Energie?
  • Welches Arbeitsumfeld schadet mir, welches würde mich beflügeln?
  • Welche Denkmuster sind hilfreich, welche nicht?
  • Welche Sprachmuster sind hilfreich, welche nicht?
  • Worum geht es mir in meinem Leben? Was sind meine Werte und Prioritäten?
  • Wovon brauche ich mehr in meinem Leben, wovon weniger?
  • Was kann ich jetzt tun, damit es mir besser geht?

Das ist Salutogenese, das ist der Weg zur Gesundwerdung.

Ich bin diesen Weg selbst gegangen, hab die Fragen für mich beantwortet und in die Tat umgesetzt. Nach und nach heile ich, immer mehr. Ich habe die Schmerzen heute so gut im Griff, dass ich mehrere Stunden pro Woche arbeiten kann. In dieser Zeit kann ich schreiben, podcasten und anderen im Coaching helfen, bei ihrer Selbst-Heilung.

Was ich für dich tun kann

Mit diesen Fragen arbeite ich heute. Mit erwachsenen Menschen, die freiwillig zu mir kommen, die sich verändern wollen, in ruhiger Umgebung (zur Zeit vor allem online). Das hilft nicht nur meiner eigenen Gesundheit, das gibt mir auch eine sinnhafte Arbeit. Ich darf einen Beitrag leisten, dass Menschen (wieder) glücklich werden.

„Licht und Schatten“ ist das Prinzip, nach dem ich arbeite. Wir finden die Schatten heraus und lernen sie zu verstehen.

Wir verdrängen nicht länger den „Schmerz“ bzw. die unangenehmen Gefühle. Wir hören die Botschaft des Körpers und lassen sie bei uns ankommen.

Sobald wir anfangen, sie zu verstehen, erkennen wir unseren Einfluss auf unser Wohlbefinden und es wird heller.

Und das Licht in uns heilt. Je mehr wir das Licht in uns entdecken und strahlen lassen, umso mehr heilen wir.

Wir entdecken unsere Macht, Einfluss darauf zu nehmen, wie es uns geht. Trotz Diagnose “chronische Krankheit”.

Mehr Licht ins Leben zu lassen vertreibt die Schatten. Das ist der Weg zum Glück.

Ankommen? Im Jetzt. Nicht erst irgendwann.

Das Leben bewusst gestalten UND vertrauen, geschehen lassen. Das sind nur scheinbare Widersprüche. Doch beides ist wichtig.

Lass uns spielen. Deine Schatten annehmen und verstehen. Dein Licht entdecken.

Deine Kerstin von Lichtfinder

PS: Diesen Text gibt es als Podcastfolge zum Hören. Über alle Podcast-Portale, Links auf der Homepage oder auf YouTube. Hier geht’s direkt zum Kanal.

 

Dies ist der Text zur Folge 30 des Lichtfinder Lebensfreude Podcasts. Wenn du lieber hören willst, abonniere ihn kostenlos in allen Podcast Apps oder höre ihn auf meiner Homepage.

“Ich fühle mich so schlecht.”

„Ich hab solche Minderwertigkeitsgefühle! Ich trau mich kaum noch aus dem Haus.“, klagte mir vor kurzem ein Klient sein Leid. Er war ganz verzweifelt: „Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll.“

Wo kommt so was her? Wie kann ich helfen?

Der Dreh- und Angelpunkt bei vielen seelischen Schmerzen ist die Stimme im Kopf des Menschen, der leidet.  Übrigens auch schon bei jedem Ärger und jedem Schlecht-Drauf-Sein.

Wenn ich sage „im Kopf“, bedeutet das nicht, dass die Stimme im Kopf lokalisiert sein muss.

Vielleicht wird sie nicht direkt im Kopf wahrgenommen, sondern eher im Herzbereich oder im Bauch.  Bei manchen kommt sie auch von oben her. Oder von der Seite.

 

Die innere Stimme

Innere Stimme ist auch so ein Ausdruck dafür, wird dem aber auch nicht gerecht, wenn die Stimme von oben, von hinten oder von der Seite kommt, scheinbar von außen.

„Wie jetzt? Stimmen hören?“, denkst du dir vielleicht.  „Also so weit ist es bei mir noch nicht!“ und weist  diese Vorstellung gleich weit von dir.

Doch glaub mir, diese Stimme, sie ist da. Auch wenn sie dir bisher vielleicht kaum bewusst war. Sie ist da und sie beeinflusst dich und deine Stimmung auf Schritt und Tritt.

Und diese Stimme ist übrigens etwas vollkommen Normales.

Gewissermaßen gibt es sogar mehrere verschiedene Stimmen die das Denken, Fühlen und Verhalten beeinflussen, einfach weil sie immer mitreden. Diese gehören zu unseren verschiedenen Persönlichkeitsanteilen.

„Oh mein Gott, jetzt bin ich auch noch viele?“, denkst du dir womöglich. Dazu passt übrigens Band 3 „Miteinander Reden“ von Schulz von Thun und zumindest der Titel des Buches von Richard David Precht: „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“

Nein nein, ein gesunder Mensch empfindet keine Zersplitterung. Da ist immer noch das ICH in der Mitte, das entscheidet, wie ein Vorsitzender oder Chef vor der ganzen Truppe, die da mitreden will und an Entscheidungen beteiligt sein will.

 

Woher kommt sie?

Heute möchte ich mit dir zusammen mal einen wichtigen Anteil näher ankucken: den, der oft als innerer Kritiker bezeichnet wird.  Er ist entstanden aus den Stimmen der Kindheit und Jugendzeit, auch noch des jungen Erwachsenenalters. Er hat sich gebildet aus den Stimmen wichtiger Menschen, die dich in dieser Zeit begleitet und beeinflusst haben.

Manchmal hat auch schon eine einzige Person genügt, um ihn entstehen zu lassen und er begleitet das Ich womöglich ein ganzes Leben lang. Meist war diese Person der Vater oder die Mutter oder ein anderer nahestehender Erwachsener. Sie kann also durchaus weiblich sein, die Stimme in dir, dann wäre es eine innere Kritikerin genau genommen.

Der Einfachheit halber spreche ich jedoch weiter vom neutralen inneren Kritiker.

Als Kind glauben wir diesen Stimmen. Denn die Erwachsenen sind für Kinder überlebenswichtig. Kinder können sich nicht wirklich gegen den Einfluss wehren und akzeptieren die Urteile und Bewertungen über sich  genauso wie die Lebensregeln, die mitgegeben werden. Die bestenfalls warm ans Herz gelegt werden und schlechtestenfalls hineingeprügelt werden.

Das können gut gemeinte Botschaften sein:

Du bist aber ein fleißiges Mädchen. Streng dich nur richtig an, dann bekommst du deine Belohnung.

So brav ist sie. Den ganzen Abend hat sie still dagesessen und sich allein beschäftigt.

Die freche Susanne von den Meiers, die redet immer dagegen, unsere Tochter macht zum Glück, was wir ihr sagen.

 

Was macht sie mit uns?

Glaubenssätze

Das kann später dazu führen, dass gearbeitet wird wie wild, denn Fleiß ist eine große Tugend und nur wenn ich aller Welt beweisen kann, wie gestresst ich bin, dann glauben sie auch, dass ich fleißig bin.

Ich will, dass alle von mir eine gute Meinung haben.

Oder das Konzept Bravsein, Stillsein wird so sehr verinnerlicht, dass es der erwachsenen Frau einmal unmöglich ist, sich gegen ihren Ehemann oder aufdringlichen Chef zur Wehr zu setzen. Weil die Stimme im Kopf sagt: Still sein, keine Widerworte, kein Widerstand.

Stimmen von früher  können aber auch abwertende Botschaften sein, die aus einer Enttäuschung oder eigenen Unzufriedenheit der Erwachsenen mit sich und dem Leben stammen können.

Du alter Taugenichts! Schlamperliese! Wie kann man nur so bequem sein? Bringst du eigentlich irgendwas auf die Reihe…? Alles, was du anfasst, läuft schief.

Du kannst nicht singen, lasse es. Sportlich ist unser Max nicht. Sein großer Bruder, ja, aber er nicht

Usw. usf.

Lebensregeln

Beispiel für Lebensregeln: Das tut man nicht. Wer nichts leistet, ist auch nichts wert. (In unserer Familie war noch nie jemand musikalisch. Bücher schreiben und Theater spielen sind brotlose Künste. ) Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Jedenfalls ist in fast jedem von uns dieser innere Kritiker entstanden. Der kritisiert, beurteilt, schimpft, abwertet, verhöhnt, auslacht, entmutigt und schwächt.

Ich fragte meinen Klienten: Wie sprichst du denn eigentlich mit dir, dass du dich so minderwertig fühlst?

Die Antworten kamen wie aus der Pistole geschossen: „Du kannst nichts. Hast noch nie was geschafft. (Jetzt bist du schon fast 30 und hast noch keine Frau gefunden.) Einen neuen Job kriegst du auch nicht mehr.  Das wird nie wieder besser. Du bist einfach zu nichts gut. Im Grunde bist du nur noch eine Last für die Gesellschaft.“

Oh , oh.

So gnadenlos, wie diese innere Stimme oft mit den Leuten spricht – und genau genommen sprechen sie ja mit sich selbst so … Wirklich fürchterlich!

 

Wie ist ihre Qualität? Wie fühlt sie sich an?

Ich hoffe, deine innere Stimme geht sanfter mit dir um.

Denn so wie im Fall von meinem Klienten, macht sie den Menschen krank und depressiv.

Wie sprichst du denn eigentlich mit dir, wenn du was verbockt hast. Wenn dir was runtergefallen ist und in tausend Scherben zerbrochen?  Wenn dir irgendein schlimmer

Ausrutscher passiert ist?

Mann, wieso passiert mir das immer! So was Ungeschicktes! Wie konntest du nur????

Pass doch endlich mal besser auf! Wie doof kann man eigentlich sein??

Mal im Ernst: Würdest du mit deinem besten Freund oder einem anderen wichtigen Menschen in deinem Leben sooo sprechen?

Die Antwort ist von vornherein klar: Niemals!

Aber… mit dir selber, da redest du so, hm?

 

Macht die Stimme so wie bisher wirklich Sinn?

Stell dir vor, du wärst ein ganz toller Erwachsener und möchtest einem kleinen Kind Mut zusprechen, das sich nicht traut. Das sehr unsicher ist, ob es das kann und ob es gut genug ist.

Wie würdest du mit diesem Kind sprechen? ….

Genau. Du würdest ganz liebevoll und aufmunternd mit ihm sprechen. Würdest ihm sagen:

„Hey, du kannst das vielleicht selber gerade nicht sehen, aber ich sehe, was du für Fähigkeiten und Talente hast. Ich weiß, dass du alles in dir hast, was du brauchst. Du kannst das schaffen. Ich glaub an dich.“

 

Was will sie eigentlich?

Es ist wichtig, zu verstehen, warum der Kritiker in dir so spricht.

Auch wenn es nicht gerade offensichtlich ist:

Der innere Kritiker in dir hat an und für sich keine böse Absicht.

Was hat er wohl für eine Absicht?

Ja genau. Er will dich meist verbessern, den besseren Menschen aus dir machen.

Indem er dir verbale Arschtritte gibt und dir zeigt, was du alles falsch machst und dass es so wie du es machst, aber gar nicht geht.

Oder aber er will dich beschützen vor Niederlagen oder Zurückweisung und flüstert: „Lass es sein. Das schaffst du nie. Das ist was für andere, aber nicht für dich…“

 

Wie kannst du die Stimme verändern?

Mein Klient fragt verzweifelt: Aber wie soll ich denn liebevoll mit mir sprechen? Das geht nicht. Das kann ich nicht. Und es stimmt doch auch alles. Ich kann wirklich nichts und mein Leben ist nichts wert.

Darauf ich: Es hat sich so entwickelt, weil du dieser gemeinen Stimme in dir geglaubt hast. Du hast all das geglaubt und dich entsprechend gefühlt und verhalten. Als Kind musstest du das auch glauben, es blieb dir nichts anderes übrig. Doch heute, als Erwachsener, kannst du dich entscheiden, der gemeinen Stimme nicht länger zu glauben. Denn sie tut dir nicht gut.

Ich hab ihn dann aufgefordert, sich seinen inneren Kritiker  genau vorzustellen. Wie er aussieht, wie er spricht. Er bekam sogar  eine Frisur und einen bestimmten Gesichtsausdruck.

Wir haben dann mit diesem strengen, militärische aussehenden Mann gesprochen und ihn sehr nachdenklich gemacht. Ihm gesagt, dass er sein Ziel, diesen jungen Mann zu verbessern, so nicht erreichen wird, niemals.

Im Gegenteil. Wenn er weiterhin so mit ihm spricht, geht er kaputt und traut sich gar nicht mehr nach draußen.

Wir gaben dem Kritiker deshalb ein neues Aussehen, einen neuen Namen und einen neuen Auftrag, eine neue Jobbeschreibung sozusagen.

Zum Wohle dieses jungen Mannes. Dass er gefördert wird und ermutigt und bestärkt.

Und je öfter diese neue Stimme nun liebevoll mit ihm spricht, umso wertvoller kann er sich wieder fühlen, umso mehr wird es sich wieder zutrauen und umso aktiver kann er sein Leben auch wieder gestalten.

 

Aha! Ich habe Einfluss!

Es ist dieses Aha-Erlebnis: Ich habe Einfluss auf die kritische Stimme in mir.

Ich kann sie mir neu erschaffen. Zu einer Stimme, die mir fortan gut tut.

Nie wieder will ich so abwertend mit mir selbst sprechen.

Der Dreh- und Angelpunkt ist tatsächlich die eigene Gedankenwelt. Der eigene innere Dialog.

 

Mein Beitrag für dich

Das war heute ein kleiner Einblick in meine Arbeit.

Wenn auch du einen scharfen inneren Kritiker haben solltest, dann kannst du beschließen, ihm von nun an nicht länger Glauben zu schenken.  Und fortan so mit dir sprechen, wie zu einem Kind, das du sehr magst und aufbauen möchtest.

Sollte der Kritiker in dir jedoch zu gnadenlos und hartnäckig sein, dann brauchst du dazu Begleitung in Therapie oder Coaching.

Dann kann ich dir zum Beispiel helfen, zusammen mit dir seine Jobbeschreibung, seine Gestalt und Rolle zu ändern und die Art und Weise, wie die Stimme mit dir spricht.

Und dann geht es auf einmal, denn du kannst es fühlen und da ist eine neue, liebevolle Stimme in dir. Ein Förderer, der dich mag.

So kann aus deinem scharfen, bitterbösen Kritiker ein bester Freund werden. Stell dir das mal vor…

 

Ins Tun kommen

Ich hab eine Aufgabe für dich, wenn du magst: :

Frag dich diese Woche mehrmals am Tag:

  • Wie spreche ich eigentlich gerade mit mir?
  • Tut mir das gut?
  • Will ich das glauben?

Und wenn die Antworten “Nein” sind, dann lenk um, geh neue Wege.

Alles Liebe für deinen Weg!

Deine Kerstin von Lichtfinder

Lichtfinder Podcastfolge 10 (Transkript)

Kaum Energie? Wie du mehr Kraft bekommst für wichtige Aufgaben.

Wenn du allein beim Gedanken an deine Aufgaben erschöpft bist…

Kennst du das auch?

Schon am Morgen im Bett beginnt die anstrengende Arbeit. Nur in deinem Kopf. Die Augen sind noch zu, doch im Gehirn rattert schon die To-Do -Liste durch: Noch Einkäufe erledigen, Rechnungen bezahlen, Kind zum Ballett fahren und das Projekt für die Arbeit vorwärts bringen. Denn Geld will ja auch verdient werden. Außerdem ist da noch die Ablage zu machen, denn in dem ganzen Zettelkram findest du schon gar nichts mehr. Hundeentwurmung und Zeckenschutz steht an und die Wohnung schaut aus wie bei Hempels. Berge von Wäsche türmen sich auf und ach ja, der Garten – ein Biotop mit allerlei Unkräutern, die wild wuchern.

Beim Frühstück kommt dir der Gedanke immer mal wieder dazwischen: Ich muss unbedingt noch, ich sollte endlich, das hab ich auch immer noch nicht gemacht, ich wollte doch schon so lange….,  Mann, schon wieder eine Woche vergangen und die Steuererklärung hab ich auch noch nicht…

Im Badezimmer und beim Duschen wird die Erschöpfung dann immer größer, dabei… hast du eigentlich noch gar nichts von all dem gemacht. Kommt dir das bekannt vor?

Dass allein der Gedanke an all die bevorstehenden Aufgaben und Projekte dich immer schwächer werden lässt. Die Last  auf dem Rücken fühlt sich immer schwerer an, mit jedem weiteren Gedanken daran? Das ist schon seltsam oder? Wenn du es genau betrachtest, hast du deine ganze Freizeit bzw. jede freie Minute zwischen zwei Dingen damit verbracht, in Gedanken Schwerstarbeit zu leisten. Kein Wunder, dass du erschöpft bist.

Wie kriegen wir bloß unseren Kopf frei? Wie schaffen wir es bloß, nicht schon vorher in Gedanken zu arbeiten, wo wir doch noch gar nichts tun?

Zum einen würde ich mal das Hirn entlasten und eine Liste aufschreiben, in drei Spalten: Heute – Bald – Irgendwann.

Dann steht schon mal alles auf dem Papier und ich brauche nicht mehr ständig dran denken.

Dann kuck mal nur auf „heute“.  Muss das wirklich alles heute sein? Ist das überhaupt realistisch und menschenmöglich machbar? Ohne völlig am Rad zu drehen? Kann man dabei überhaupt noch entspannt bleiben? Wenn du die letzten drei Fragen mit Nein beantwortest, dann streiche unbedingt was von deiner Heute Liste bzw. kürze ein. Es sei denn du willst durchdrehen.

Glaub mir, kein Spaß, auch nicht für deine lieben Mitmenschen, die dich dann so ertragen müssen.

Bestimmt gibt es da auch Hauptbereiche, die heute so anstehen wie Büroarbeit – Haushalt – vielleicht der Luxus Fitness.

Wie wäre es, wenn du jedem von diesen Bereichen mal in Gedanken ein Symbol gibst: zum Beispiel der Büroarbeit ein Laptop-Symbol, dem Haushalt einen Putzeimer mit Lappen und dem ungeliebten Fitnessprogramm die Turnschuhe.

Welches Bild wählst du für deinen eher ungeliebten Bereich? Siehst du das Symbolbild  vor dir?

All diese Bereiche stehen heute für dich an. Die Bilder sind groß vor dir farbig und ganz nah. Wie wäre es, wenn du jetzt nacheinander jedes dieser Symbolbilder mal auf Schwarz-Weiß schaltest und dann eins nach dem anderen ganz weit weg schiebst. Bis ganz hinten an den Horizont. Und wie das mit Dingen so ist, die da ganz weit weg hinten am Horizont sind, sie sind ganz klein geworden. Klein und weit weg. Irgendwie unwichtig im Moment.

Du kannst genauso für die eine ungeliebte Aufgabe, die heute ansteht, ein Symbolbild erfinden. Es schwarz-weiß stellen und weit weg schieben in  Gedanken, bis zum Horizont.

Merkst du was?

Der Raum um dich herum ist auf einmal frei geworden. Die Bilder sind weit weg, schwarz-weiß und winzig klein. Du stehst oder sitzt hier und tust gerade – nichts. Genau das. Du tust gerade nichts. Und wenn du nichts tust, hast du gerade  frei und kannst einfach durchatmen. Kannst einfach tief durchatmen. Fühle, dass du jetzt gerade nichts tust und das darf jetzt gerade sein. Genau so. Genieße es ein paar Minuten. Atme und tu mal ganz bewusst gar nichts.

Nun überlege dir, welchen Bereich, du ein kleines Stück näher heranholen möchtest. Und welche eine Aufgabe daraus du dir jetzt holen und angreifen magst. Ja, magst. Denn du tust es , weil es dir irgendwie wichtig ist.

Es hat mal wieder zu tun mit deinen Werten und Bedürfnissen. Darum ging es ja schon ganz viel in den vorherigen Folgen.

Welche eine Aufgabe packst du jetzt an und ziehst sie durch?  Danach kannst du diesen Bereich beruhigt wieder Richtung Horizont schicken. Da ist er gut geparkt. Jeder Mensch kann nämlich immer nur eine Sache tun. Das hast du womöglich schon einmal gehört😉

Und so darfst du dir jetzt eins vornehmen. Eins. Und später ein anderes. Alles schön nacheinander. Und weil du keine Maschine bist und weil du hier nicht in einem Straflager bist, darfst du dir dazwischen kleine Pausen gönnen. Ganz bewusst. Nichts tun. Ja, schon wieder. Und du darfst den Raum um dich herum genießen, im Hier und Jetzt. Alles andere wartet, es läuft dir ganz bestimmt nicht davon. Versprochen. Nicht der Berg Wäsche, nicht die Ablage… Nichts läuft dir davon.

Dann entscheidest du, welcher Bereich als nächstes dran kommt und ziehst dir wieder eine Aufgabe heraus. Nur eine.

Wir tun manchmal so, als müssten wir alles gleichzeitig erledigen können.

Doch wie geht es jemandem, der das auch nur versucht? Ganz ehrlich: Er macht nix gscheit. Nix wirklich gut. Nix wird in Ruhe, nix wird mit Liebe getan. Der Kopf von so einem  Menschen ist logischerweise ein einziges Chaos mit wild durcheinander wirbelnden Gedanken. Drum lass dir Zeit, lass den Sturm sich legen, alle Dinge dürfen sich setzen und warten. Keiner wird am Ende seines Lebens sagen: Ach hätt ich doch mehr Zeit mit Hausarbeit verbracht und noch ordentlicher meine Schränke organisiert. Wenn du Lust drauf hast und du wieder mehr finden willst in deinem Schrank, wirst du dir die Zeit nehmen. Dann hat das mal Priorität. Ansonsten bist du kein schlechter Mensch, wenn nicht alles gleichermaßen tipptopp in deinem Leben ist.

Wer willst du sein? Ein völlig unruhiger Geist, der 20 Dinge gleichzeitig erledigen will? Oder ein entspannter Geist, der den Überblick behält und bewusst eine Aufgabe erledigt und dann bewusst Ruhe genießt. Und später die nächste Aufgabe erledigt.

Das Unperfekte aushalten, ja das will geübt werden. Warum solltest du dich darin üben, Dinge mit Ruhe und einfach unperfekt zu erledigen?

Weil du nicht deine Aufgaben bist.

Du bist nicht deine Aufgaben. Du bist nicht der Haushalt, du bist nicht die Büroarbeit, du bist nicht dein Job, du bist nicht das Fitnessprogramm.

Ja, wer bist du denn?

Du bist dein ICH, das hier steht oder sitzt und in Ruhe wählen kann. Du darfst wählen, was du jetzt machen möchtest. Du darfst dir die Zeit nehmen, die für diese Aufgabe nötig ist. Du darfst Prioritäten setzen und der Aufgabe jetzt Priorität geben, die dir gerade wichtig ist.

Nicht alles muss heute dran sein. Nicht alles muss 100 %ig erledigt werden. Tatsächlich kann das Wenigste überhaupt so genau erledigt werden, wenn du auch noch anderes in deinem Tag tun möchtest.

Wenn du Lust auf Bewegung hast, ist ein 20 minütiger flotter Spaziergang in der Natur besser als sich heute gar nicht mehr zu bewegen.

Also magst du dich mal drauf einlassen, dich mit weniger zufrieden zu geben?

Also nochmal: Du bist nicht deine Aufgaben. Du bist dein ICH und du wählst dir deine Aufgaben. Du wählst die Intensität oder die Genauigkeit, mit der du etwas erledigst. Du wählst, wie viel Zeit dir das wert ist. Wie viel Zeit bist du bereit für xy zu verwenden? Für die Ablage zum Beispiel. Dann mach das heute genau so. Nicht mehr. Nur dann mehr, wenn du plötzlich noch Lust auf mehr hast.

Du bist der Entscheider.

Das Leben darf doch Spaß machen, oder? Oder muss es anstrengend sein???

Ist das Leben für dich ein Kampf? Ein ewiges Hamsterrad?

Dann wird es Zeit für eine neue Metapher.

Denn solange deine Metapher fürs Leben eine Anstrengende ist, wird es leider auch so bleiben.

Wie soll das Leben für dich sein? Welche Metapher magst du deinem Leben geben? Soll es weiterhin wirklich ein Hamsterrad sein? Weiterhin ein Kampf?

Finde gerne eine Metapher, die gut zu deinem Leben passt.

Mein Leben zum Beispiel… soll eine Entwicklung  sein, hin zu immer mehr Frieden im Herzen und so viel Freude wie möglich.

Es gibt Aufgaben, die mehr Energie kosten als andere. Es gibt Menschen, die mehr Energie kosten als andere.

Wähle bewusst deine Aufgaben und deine Zeit mit Menschen so, dass du noch genügend Energie am Abend hast, deine Freizeit zu genießen. Sonst ist es doch kein lebenswertes Leben, oder?

Mach dir die Gestaltung unangenehmer Aufgaben so leicht und so schön wie möglich. Mit Musik dabei oder einem Podcast auf den Ohren geht manches so viel leichter.

Du kannst auch jeden Tag auch Aufgaben wählen, die dir Energie geben.

Gibt es da welche?

Dein Wert als Mensch hängt nicht davon ab, wie gut du deine Aufgaben erledigst. Denn  – ich wiederhole mich – du bist nicht deine Aufgaben. Dein Wert als Mensch ist unabhängig von deiner Leistung.

Wer willst du sein? Was willst du tun? Was ist dir heute und grundsätzlich wichtig? Erlaube dir selber, nur heute, manches einmal weniger genau zu machen – und halte es bitte aus. Warum lege ich dir ans Herz, das auszuprobieren? Weil du vielleicht entspannt Zeit haben möchtest für schöne andere Dinge. Ist das so?

Das Leben darf leicht gehen. Ja tatsächlich, es darf leicht gehen.

Mach deine eine Aufgabe heute gerade gut genug. Du darfst dabei sehr großzügig sein mit dir selbst. Denn du bist nicht deine Aufgabe. Du wählst deine Aufgaben im Leben.

Und wenn du so in aller Ruhe eins nach dem anderen wählst, alles andere weit hinten zum Horizont schickst als kleines schwarz-weiß Bildchen, dann hast du ganz automatisch viel mehr Raum zum Atmen und viel mehr Energie in dir für Aktivitäten, die dich dann nochmal richtig auftanken, weil du sie einfach gerne machst.

Also: Was planst du Schönes für heute? Was planst du Schönes für morgen?

Freu dich drauf. Du gestaltest. Wie es dir gefällt. Alles andere kann warten, da hinten am Horizont.

Was kannst du heute mitnehmen?

Ich bin nicht meine Aufgaben. Die sind weit dort hinten.

Ich bin ich. Hier, mit Raum um mich herum zum Atmen.

Ich wähle, was ich tue.

Ich mache in Ruhe eins nach dem anderen. Es darf wenigstens heute mal unperfekt und gut genug erledigt werden. Vielleicht morgen auch nochmal. Und wenn es mir gefällt, immer öfter.

Welche Metapher möchte ich wählen für mein Leben?

Ich freue mich, dass du bis zum Ende gehört hast. Wenn dir diese Podcastfolge gefallen hat, teile sie bitte weiter an andere, die sie auch gebrauchen könnten.

Über eine Bewertung in der Apple Podcast App oder Castbox würde ich mich sehr freuen. Schreib mir gern auf Instagram, wie dir diese Folge gefallen hat.

Deine Kerstin von Lichtfinder

Regeln und Vorbote, MUSS  und SOLL 

Geht es dir zur Zeit auch so? Jeden Tag kommen neue Meldungen, was man nun „in der Krise“ nicht mehr darf, was alles verboten ist. Eine Beschränkung nach der anderen.

Am meisten belastend empfinde ich dann auch noch Fragestunden im Radio oder die tägliche Seite in der Zeitung, die reserviert ist für „Leser fragen – wir antworten“. Wo sich dann der Pressesprecher des Polizeipräsidiums alle zwei Tage selbst widerspricht. Am Montag hieß es noch „Nein, das Motorrad darf nicht vom Verkäufer abgeholt werden.“ Zwei Tage später wird alles revidiert. Teils schildbürgerlich widersprüchliche Regeln werden aufgestellt. In die fränkische Schweiz zum Wandern zu fahren ist nun doch erlaubt. Reines Spazierenfahren mit dem Auto? Um Gotteswillen, nein!

„Darf ich nun… oder doch nicht?“ „Nein, keinesfalls.“ Kurz darauf. „Na ja, eigentlich nicht. Denn es ist ja nicht unaufschiebbar und auch nicht lebensnotwendig.“

Was lebensnotwendig ist, wird dieser Tage von ganz oben über unsere Köpfe hinweg entschieden.

Die Angst lässt all diese Maßnahmen rechtfertigen und die Mehrheit der Deutschen scheint willig, alle Beschränkungen der Freiheit klaglos zu ertragen. Dient es doch dem Schutz unserer Gesundheit bzw. sogar des nackten Lebens.

Doch es macht etwas mit uns. Mit den einen mehr als den anderen.

Wem Freiheit und Selbstbestimmung ein wichtiges Gut war, der leidet nun definitiv mehr als derjenige, dem Sicherheit und Schutz an oberster Stelle steht. Die Angst der Mehrheit der Deutschen vor Krankheit und Tod ist offenbar groß, damit eng verbunden das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit. So wird freiwillig alles andere zurückgestellt.

Jeder, der zu Depressionen neigt, wird jedoch umso depressiver, je ohnmächtiger er sich fühlt. Je hilfloser sich der Mensch den Umständen gegenüber ausgeliefert sieht. Dieses Gefühl, nichts tun zu können, fremdbestimmt zu sein, trägt bei zu depressiven Stimmungen.

Menschen mit Depressionen fühlten sich schon vor der Krise als Opfer in ihrem Leben. Die Hände gebunden, unfähig, etwas im eigenen Leben ändern zu können, so geht es ihnen. Daher drehen sich ihre Gedanken im Kreis um all das Negative, all das Unabänderliche.  Weil es die Umstände (scheinbar) nicht zulassen. Weil der Preis für eine echte Veränderung viel zu hoch erscheint und immense Angst macht. Ein vernichtendes Gefühl. Manchmal so vernichtend, dass derjenige resigniert und verzweifelt das eigene Leben vorzeitig beendet.

Wenn er es selbst nicht tut, hilft der Körper nicht selten, durch Krankheit die Selbstvernichtung vorzeitig einzuleiten. Krebs oder Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen können die Folge sein, wenn Angst und Negativ-Programme über lange Zeit laufen. Unbewusst läuft dann im Körper ein Selbstzerstörungsprogramm ab, um dieses unerträgliche Leben endlich zu beenden.

Dass Depressionen lebensgefährlich sind wegen der Suizidgefahr, das wird mehr und mehr Leuten bekannt. Jedoch sollten auch häufige depressive Verstimmungen, dauerhafte Unzufriedenheit und Gereiztheit nicht unterschätzt werden. Denn sie schaden über kurz oder lang der Gesundheit massiv und sind deshalb tatsächlich ebenso eine Gefahr für Gesundheit und Leben.

Was können wir nun dieser Tage zur Erleichterung tun?

Was können wir tun, wenn wir die aktuellen Einschränkungen, die Polizeipräsenz und den Verbots- und Gebotskatalog als belastend bis unerträglich empfinden?

Zum einen können wir uns bewusst machen, ob wir irgendwie Einfluss nehmen können. Vielleicht über das Teilen entsprechender Beiträge für mehr Freiheit und Selbstverantwortung in den sozialen Medien. Vielleicht durch Wählen bzw. Abwählen von Parteien bei den nächsten Wahlen. Vielleicht durch großzügige Auslegung und Nutzen jeden Spielraums der noch vorhanden ist.

Da ist jedoch auch immer ein Bereich, der sich unserem Einfluss entzieht. Und genau der ist es, der uns schier verrückt machen könnte. Wenn wir es zuließen.

Denn darin liegt nun unsere Macht und unsere Freiheit. Ich denke an den Psychiater Viktor Frankl, der die Zeit im Konzentrationslager überstand, all die fürchterlichen Umstände, indem der plötzlich erkannte, dass, egal was außen herum passiert, wir immer die Freiheit haben zu entscheiden, wie wir darauf reagieren wollen: „Die letzte der menschlichen Freiheiten besteht in der Wahl der Einstellung zu den Dingen…“ „(…) In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“*

Wenn Viktor Frankl das unter den damaligen Zuständen geschafft hat, sich seiner inneren Freiheit des Denkens und Fühlens bewusst zu sein, dann können wir das heute in Corona-Zeiten auch.

Es ist schwer, noch schwerer für uns Freiheit liebende als für andere. Schwer auch, wenn wir so ein tiefes Vertrauen in uns haben, dass wir uns nicht wirklich fürchten vor Krankheit oder Tod. Wenn wir lieber leben würden in allen bunten Facetten als uns vor lauter Angst um unser Leben unter eine Glasglocke zu setzen und uns nicht mehr trauen, dieses Leben zu leben.

So können wir uns nur bewusst werden, was wir tatsächlich aktiv beitragen können zur Veränderung unseres Lebens in die gewünschte Richtung. Darüber hinaus können wir uns unserer inneren Freiheit bewusster werden als sonst. Zu denken und zu fühlen, wie wir uns fühlen wollen. Niemand kann uns diese Freiheit jemals nehmen!

So kommen wir aus der hilflosen Opferrolle heraus in die Rolle des aktiven Gestalters des eigenen Lebens. So gut es nur geht.

Zusätzliche Erleichterung kann es bringen, im Alltag zur Zeit ganz besonders auf Worte wie „muss“ und „soll“ zu verzichten und sie jedes Mal zu ersetzen durch ein „Ich entscheide mich … zu tun, weil mir … wichtig ist.“

Wenn du dieser Tage „eigentlich“ keine Maske tragen willst und dich vom MUSS erdrückt fühlst, du möchtest jedoch trotzdem nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen, dann sag dir zum Beispiel:

Ich tu das jetzt. Ich entscheide mich dafür, weil…

 …mir Harmonie wichtig ist.

…weil ich auf die Rücksicht nehme, die meinen, sie seien dadurch geschützt und sich deshalb sicherer fühlen können.

….weil ich keine Lust habe, Strafen zu bezahlen und mein Geld lieber sinnvoll ausgebe.

Die Tatsache, dass DU dich entscheidest, aus freiem Willen, WEIL, dir etwas wichtig ist. Weil etwas deinen Werten entspricht, auch das macht ein gutes Stück freier.

Atme auch immer wieder bewusst durch, gerade in diesen Tagen. Auch das ist deine Freiheit und kann dir niemand nehmen. Genieße die Leichtigkeit des Atmens und atme Freiheit und Selbstbestimmung ein mit jedem Einatmen. Und mit jedem Ausatmen, kannst du etwas Spannung loslassen…

 

Ich wünsche dir Freiheit im Herzen und im Geist.

Kerstin Bulligan @Lichtfinder

___________________________________________________________________________

*Viktor Frankl: „Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager.“

Da ist sie. Diese Sorgenwolke. Ich spüre sie vor allem in der Bauchgegend. Warum? Ach, sie lässt sich immer mal was Neues einfallen. Mal sind es die Finanzen, oder eine Sache, die wieder kaputt gegangen ist. Mal ist es die Angst, wie wohl etwas bei anderen ankommt. Dieser Beitrag zum Beispiel? 

Hast du Kinder? Wenn ja, kennst du das bestimmt sehr gut, dass man sich so oft um sie sorgt. Wenn du keine hast, dann bin ich mir ziemlich sicher, gibt es ein anderes Wesen, Mensch oder Tier, was dir wichtig ist und du sorgst dich drum. 

Wenn ich mich mal wieder sorge, weiß ich einerseits genau, dass mir das nichts bringt, außer irgendwann Magenschmerzen oder unruhigen Schlaf. Es hilft nichts und niemandem, mich zu sorgen. 

Viele Menschen sorgen sich sozusagen “vorbeugend”, damit nichts passiert. Das ist Bullshit, wirklich. Wer die Macht einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung kennt, weiß, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Also Schluss mit “Schutzpessimismus”!

Ich überlege lieber gezielt, was ich tun kann, um aktiv mögliche Gefahren abzuwenden. Und zwar am Tag (!), zu einer bestimmten Zeit. Dann nehme ich mir Zeit für meine Sorgen, nehme sie ernst und mache Brainstorming, am besten auf Papier. Nun habe ich einen schriftlichen Plan vor mir, was ich selbst tun kann und wen ich eventuell um Rat oder Hilfe bitten kann. 

Wenn da jedoch nichts, was ich jetzt tun kann, dann möchte ich diese dunkle Sorgenwolke einfach vorbei ziehen lassen. 

Geht nicht? 

Dann stell dir das mal vor:

Mit dem nächsten Atemzug löst sich die dunkle Sorgenwolke aus deinem Bauch, … Herz, … Kopf, …

und steigt auf, … zieht allmählich weiter, … zieht weiter, … weit in die Ferne, … bis sie sich völlig auflöst, … in einem klaren, blauen Himmel. Die Sonne scheint.

(Merk es dir und stell es dir mit geschlossenen Augen noch einmal vor.)

Sorgen um das Kind/liebe Menschen

Das folgende mutet vielleicht esoterisch an, ist jedoch sehr wirkungsvoll. Und wenn du an die Kraft der Gedanken glaubst, ist es ein Zaubermittel für alle Beteiligten.

Mein Geheimtipp für alle Mamas: (Und alle Liebenden, dann ersetze “Kind” einfach durch die liebe Person, das Tier…)

Stell dir vor, dein Kind wird überzogen von einem Schutzmantel aus Licht und Liebe. Unsichtbar, doch unendlich kraftvoll ist dieser Schutzmantel. So schickst du es aus dem Haus bzw. auf die Reise. Voll Vertrauen in die Sicherheit und Kraft dieses wunderbaren Mantels, der es vollkommen einhüllt. 

Ich wünsche dir einen leichten, befreiten Tag und eine beruhigte Nacht.

Deine Kerstin   @Lichtfinder   

Kennst du ähnliche Gedanken? „Ich bin sauer, weil meine Freundin mal wieder zu spät kommt.“

„Ich bin traurig, weil ein wichtiger Mensch meinen Geburtstag vergessen hat.“

„Ich bin wütend, weil der Typ mir den Parkplatz weggeschnappt hat.“ „Ich bin frustriert, weil ich so viel gebe und kaum was zurückkommt.“

Denkst du auch oft so? Wir sind überzeugt, ein anderer oder die Umstände verursachen unsere Gefühle, vor allem die unangenehmen. Aber auch das gute Gefühl wird dem schönen Wetter zugeschrieben oder der erfreulichen Nachricht.

Auslöser oder Ursache

Dabei ist wichtig zu wissen, dass es tatsächlich Auslöser gibt. All das oben genannte kann Auslöser sein für ein Gefühl. Oder eben auch nicht… Eine Äußerung oder ein Ereignis löst bei dir heute Ärger aus, ein andermal gehst du gelassen darüber hinweg. Ein Ereignis oder ein Satz löst bei dir an einem Tag Freude aus, ein andermal  erreicht es dich nicht wirklich. Wir selbst reagieren also höchst unterschiedlich auf dasselbe Ereignis oder dieselbe Aktion unsrer Mitmenschen. An manchen Tagen sind wir schnell gereizt, an anderen lächeln wir vieles einfach weg.

Das nächste be-merkens-werte ist: Verschiedene Menschen reagieren höchst unterschiedlich auf denselben Auslöser. Der eine sieht ein Stück halbrohes Fleisch auf dem Teller und empfindet Ekel. Der andere empfindet dasselbe Stück Fleisch als wahre Delikatesse und bezahlt auch noch viel Geld dafür.

Merkst du etwas? Derselbe Auslöser: vollkommen unterschiedliche Gefühle, bei derselben Person zu verschiedenen Zeiten, bei unterschiedlich gestrickten Menschen.

Wer oder was verursacht dein Gefühl?

Es ist also in Wahrheit nicht dieses Ereignis, dieser Umstand, nicht diese Person, die dir dein Gefühl verursacht. Denn: Wo entsteht das Gefühl? Richtig, es entsteht in dir.

Deine Gedanken über die Situation verursachen dein Gefühl. Und wer bestimmt, was du denkst?

Ja genau, das bist auch du. Geprägt von deinen Werten, den Geschichten, die du dir jeden Tag über dich und das Leben erzählst, bewertest du. Und dann kommt noch etwas Wichtiges dazu.

Die Rolle von Bedürfnissen

Wir Menschen haben Bedürfnisse und Werte. Mehr zum Thema Bedürfnisse findest du in meinen anderen Blogbeiträgen. Während unsere Werte verschieden sind, haben wir Menschen alle dieselben Grundbedürfnisse. Nur nicht zur selben Zeit in derselben Ausprägung und Wichtigkeit.

Jedes Gefühl hat einen Sinn

Dein Gefühl ist ein wichtiger Indikator, ein Kontrollämpchen sozusagen, dass gerade ein Bedürfnis besonders gut erfüllt ist oder eben, dass es gefüllt werden möchte. Wenn das Gefühl unangenehm ist, steckt dahinter sozusagen eine Aufforderung: Bitte sorge für dieses wichtige Bedürfnis. Tu was!

Somit gibt es keine negativen Gefühle sondern nur unangenehme Gefühle. Denn etwas kann nicht negativ sein, das so eine wichtige Funktion hat.

Deine Aufgabe ist nun, zu überlegen: Welches Bedürfnis ist denn gerade unerfüllt?

Für Ideen, schau auf die Bedürfnisliste auf meinem Blog  ( https://www.lichtfinder.com/beduerfnisliste/).

Ist es vielleicht der Respekt, den du dir wünschst, wenn deine Freundin zu spät kommt? Oder die Verlässlichkeit? Allein die Verbindung mit deinem Bedürfnis, welches gerade zu kurz kommt, dieses Hineinfühlen, tut schon wahnsinnig gut und sorgt für erste Erleichterung.

Dann könntest du das konkret ansprechen: „Ich will echt planen können und mich verlassen können, dass du zur vereinbarten Zeit kommst.“

Wichtigstes Learning heute: Kein Mensch und keine Situation „macht“ dir deine Gefühle.

Diese machst du dir selbst. Je nachdem, wie du darüber denkst und wertest und welches Bedürfnis gerade vorherrscht bei dir.

Darin liegt deine wunderbare Macht.

  1. Finde dein Bedürfnis und benenne es für dich.
  2. Verbinde dich mit deinem Bedürfnis und atme tief durch.
  3. Entscheide, wie du für dich sorgst und wie du damit umgehen möchtest.
  4. Du bist frei. Wie willst du dich fühlen?

Ich wünsche dir Licht in deinen Gedanken.

Deine Kerstin, Lichtfinder

> Nächste Folge: Du bist nicht dein Gefühl! (Und wie dir diese Erkenntnis in schwierigen Zeiten hilft.)

 

Dazu passt der kurze Beitrag: https://www.lichtfinder.com/wie-fuehle-ich-mich-was-brauche-ich/

Alte Verletzungen

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Er:„Du hörst mir gar nicht zu!“ Sie: „Doch, doch, ich bin nur gerade etwas durcheinander, hab so viel in meinem Kopf…“

Ihn erinnert es an Mutter oder Vater, die nie wirklich Interesse gezeigt oder ihm zugehört hatten. Er schlussfolgert, wie früher: ich werde nicht genug geliebt, bin nicht wichtig genug. 

Sie hat verlernt zuzuhören, ist oft sehr unkonzentriert. Ihr fehlt die innere Ruhe, sie ist sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Oft denkt sie, ihr Mann weiß gar nicht wirklich, wie sie sich fühlt. Sie wünscht sich mehr Verständnis und Entlastung, weniger Forderungen.

Genau betrachtet, hat jeder der beiden sein eigenes Problem. Doch es wird dem anderen vorgeworfen, übel genommen.

Die Beziehung wird in Frage gestellt, immer öfter über Trennung nachgedacht. Die Folge ist eine “innere Kündigung”, ein Rückzug der Liebesgefühle.

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Unbekanntes Minenfeld

Alte Wunden, die entstanden sind, lange bevor das Paar sich überhaupt kannte. Und dann passiert etwas, in der neuen Paarbeziehung, was an die alte Verletzung erinnert.

Alte Emotionen werden hervorgerufen und gelernte Verhaltensmuster werden getriggert. 

Der jetzige Partner/die Partnerin kann meist überhaupt nicht wissen, was ihr Verhalten oder seine Bemerkung gerade in uns auslöst.

Doch es schmerzt, es tut weh, es entfernt uns voneinander. Wir geben ihm/ihr die Schuld, die alten Wunden wieder aufgerissen zu haben.

Dabei ist es eigentlich unsere eigene Aufgabe, unsere Wunden zu heilen. Heilen und Altes loslassen.

Erst dann wird das Minenfeld, in dem sich beide Partner bewegen, allmählich entschärft, zunehmend befriedet und nach und nach sicherer.

Heilung der Beziehung ermöglichen

Also heile deine alten Verletzungen, sprich darüber, dann lass sie los und finde neue Glaubenssätze, die dir gut tun. So trägst du bei zur Heilung deiner Beziehung.

„Ich bin wertvoll und habe Interessantes zu erzählen UND meine Frau ist grad überlastet und kann mir leider nicht so gut zuhören, wie sie das eigentlich möchte. Dennoch liebt sie mich.“

Das Resultat für die Beziehung ist ein anderes als oben. 

Worauf wartest du noch?

Kennst du das auch, dass alte Verletzungen aufgekratzt werden? Hast du Lust, deine blockierenden Glaubenssätze in hilfreiche umzuwandeln? 

Lass mich dich ein Stück auf deinem Weg begleiten, so dass du ein starker, heiler Beziehungspartner werden kannst. Der beste Zeitpunkt ist…? Jetzt, genau!

Bring deine Beziehung zum Blühen

Wenn du mit dir selbst in Verbindung bist, kannst du deine Beziehung(en) zum blühen bringen! Ich habe schon einigen Menschen geholfen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.

Ihr könnt auch zu zweit zu mir kommen, um besser miteinander kommunizieren zu lernen, euch einander wieder näher zu bringen.

Meist genügt ein 3-Einheiten-Coaching, manchmal sogar eine einzige Sitzung, um eine entscheidende Wendung ins Leben zu bringen.

Wir finden Licht dort, wo du bisher noch nicht gesucht hast.

Gib dir einen Schubs und starte in eine erfülltere Beziehung – zu dir selbst und mit anderen.  Schreib mir am besten eine Mail!

Deine Kerstin

>>>Mehr Inspirationen gibt es auf meiner Facebook Seite „Lichtfinder“.

>>>In der kostenlosen Lichtfinder Community auf Facebook bekommst du immer wieder exklusive Impulse und kannst selbst positive Momente teilen!

>>> Kennst du schon meine Instagramseite @lichtfinder24 ? Schau gerne mal rein!          

©Kerstin Bulligan

Zweifelst du immer wieder an dir selbst und deinen Fähigkeiten?

Gratuliere, das bedeutet, du bist ein Mensch, der über sich selbst nachdenken kann und bereit ist, an seinem Verhalten zu arbeiten! Übrigens ist es so, dass mit steigendem Erfolg auch die Selbstzweifel wachsen. Selbst die klügsten Köpfe wie Albert Einstein (!) oder die berühmtesten Persönlichkeiten zweifel(t)en immer wieder ganz fürchterlich an sich selbst.

Viele haben Angst, eines Tages „aufzufliegen“ und als „Blender“ oder Hochstapler entlarvt zu werden. Du auch? Weiterlesen

Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir wünschen uns oft so sehr nichts anderes als die Aufmerksamkeit eines anderen Menschen. Am liebsten von jemandem, der uns etwas bedeutet. Dabei erleben wir tagtäglich leider das Gegenteil. Die Menschen, mit denen wir uns unterhalten, interessieren sich zu allererst für sich selbst. Weiterlesen

Wir reden den ganzen Tag über unablässig mit uns selbst. Du selbst bist dein engster Kommunikationspartner. Im Selbstgespräch sind das angeblich täglich 50.000 Wörter.

Du glaubst es nicht? Ach: „Heute Abend muss ich noch den Wecker stellen.“

„Was kauf ich nochmal alles ein?“  „Ich hasse Spiegelei! Mann, ist das eklig.“ „ Worauf habe ich heute Abend Lust?“ „ Ach, ich könnte Holger anrufen…“ – Das sind Beispiele für ganz normale Konversation mit dir selbst. Also ja, jeder hat eine innere Stimme.

Die Frage ist nur, ob du mit ihr streitest. Weiterlesen