Heute bin ich auf einen Zeitungsartikel gestoßen. Da wird erinnert an die Idee des flämischen Gesundheitsministers, der die Belgier vor drei Jahren (Januar 2018) aufforderte, zur Abwechslung 30 Tage lang aufs Jammern und Meckern zu verzichten. Vom Jammerfasten wird gesprochen. Zehntausende machten mit und die Aktion läuft wegen des großen Zuspruchs bereits zum wiederholten Mal. Denn so wie auch gute Laune ansteckend ist, so ist es auch die „Mieselsucht“, von der so viele befallen sind.

 

Wie schafft man das?

Die Frage ist nur, wie soll man das denn schaffen?

Wohin denn mit all den schlechten Gefühlen? Wohin mit all dem Ärger und all dem Frust? Soll man denn 30 Tage lang „einfach“ alles unterdrücken und hinunterschlucken? Sollen wir die eigenen Gefühle in der Zeit komplett ignorieren und zu allem Ja und Amen sagen? Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Denn dann würde man sich nach 30 Tagen womöglich  ein echtes Magengeschwür oder andere Zipperlein heraufbeschworen haben. Es ist kein Geheimnis, dass man durch Unterdrücken von Gefühlen genau so etwas hervorrufen kann.

 

Warum wird gejammert?

Eigentlich interessant ist doch: Warum jammern wir überhaupt? Was ist daran so wichtig für uns?

Welchen Sinn und Zweck hat das Jammern? Und warum ist es nicht zielführend beziehungsweise unproduktiv?

Dann kommen wir dem Kern der Sache schon näher. Denn Jammern ist ja oftmals ein Zeichen, dass Menschen endlich gehört und gesehen werden wollen. Wir wollen wahrgenommen werden in unserem So-Sein, in unseren Gefühlen und Bedürfnissen.

Und dann hätten wir am liebsten, dass jemand anders unsere Probleme endlich für uns lösen könnte. Unseren Frust und unsere Unzufriedenheit. Da das aber sehr selten der Fall ist, jammern wir immer wieder von vorne.

Denn niemand anders ist wirklich in der Lage die eigenen Probleme zu lösen. Und Jammern ist eine Spirale ohne Ende. Ein Teufelskreis, der immer wieder von vorne beginnt.

Es führt einfach zu nichts, außer uns unsere Probleme immer wieder vor Augen. Jedoch in die Lösung bringt es uns nicht.

 

Wie soll ich etwas NICHT mehr tun?

Wir wissen heute, dass es unmöglich ist, etwas nicht zu denken, wenn ein NICHT davor steht.

Oder denke doch mal jetzt bitte NICHT an einen Schneehasen, der mit rotem Schal den Berg herunter Ski fährt.  Hm…- Erwischt!

Genau deshalb scheitern wohl fast alle Menschen am Vorsatz, KEINE Schokolade mehr zu essen. Unser Gehirn sieht und hört „Schokolade“, jedes Mal, wenn wir uns denken: „Heute KEINE Schokolade.“ Ach Mann, wirklich keine Schokolade? Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dahin geht die Energie… das bedeutet, dahin gehen unbewusst alle Handlungen.

Es wäre deshalb viel sinnvoller, sich auf die leckere Alternative zu konzentrieren und sich vorzunehmen: nach dem Essen Blaubeeren oder Datteln als Nachspeise. Und sich das mantraartig im Kopf zu wiederholen. nach dem Essen Blaubeeren oder Datteln als Nachspeise.

Oder was auch immer die gesündere Alternative ist. (Bin ja hier keine Ernährungsberatung😉)

Also sich einfach nur vorzunehmen, nicht mehr zu jammern, wird nicht wirklich zu einer Verbesserung führen

 

Was kann helfen?

Stattdessen muss dem Jammern die Grundlage entzogen werden!

Sicherlich ist es wichtig, sich erst einmal bewusst zu werden. „Oh, ich jammere ja schon wieder.“ Das ist tatsächlich der erste, wichtige Schritt. Doch danach müssen wir weiter gehen.

Sonst unterdrückt es nur das eigentliche Problem.

 

Das Problem vom Kern her lösen

Warum jammere ich denn gerade überhaupt? Wie geht es mir? Was sind da für Gefühle in mir und worauf weisen sie mich hin?

Diese Gefühle des Frusts und Ärgers haben nämlich ihre Ursache: Dahinter stecken immer unerfüllte Bedürfnisse.

Frust und Ärgergefühle sind nämlich nur die Alarmlämpchen, die uns dringend darauf hinweisen, dass Handlungsbedarf besteht. Dass da einer unserer Bedürfnistöpfe beängstigend leer ist und dringend gefüllt gehört.

 

Jammern oder notwendiger Problemtalk?

Ein Unterscheidung ist dabei unbedingt wichtig.

Von Problemen erzählen ist das eine, Jammern das andere. Wir brauchen natürlich Menschen, denen wir von unseren Problemen erzählen können und wenn es uns schlecht geht.

Doch wenn sich dieselben Probleme wieder und wieder wiederholen, und keine Aussicht auf Besserung möglich scheint, dann wird es zum Gejammere und anstrengend für alle Seiten.

Auch wenn über Kleinigkeiten gemotzt wird, über die man eigentlich auch mal hinwegsehen könnte. Wenn der Kollege oder die Freundin nur noch die Negativbrille aufhat und über alles und jeden meckert.

Wichtiger Hinweis Es könnte sich natürlich auch eine Depression dahinter verstecken, wenn jemand immer und immer wieder jammert,  dann müsste eine Fachfrau weiterhelfen. Sicher ist allemal, dass ständiges Jammern genau dorthin führen kann.

 

Erkenne: Du könntest etwas ändern

Diese Erkenntnisse sind für den Gewohnheits-Jammerer wohl Voraussetzung für einen Neuanfang:

  • Jammern führt einfach zu gar nichts

Es  vergrößert nur die eigene Unzufriedenheit. In den seltensten Fällen kommt jemals ein Retter, der uns armem Jammerhäufchen aus dem Elend heraushilft.

 

  • Jammern bringt negative Aufmerksamkeit

Jammern bringt zwar vielleicht die ersehnte Aufmerksamkeit der Mitmenschen, doch leider im negativen Sinne.

Vor allem dann, wenn ich als Jammerer so gar nicht zugänglich bin für irgendwelche Lösungen und immer wieder dieselben Themen kommen.

Wenn hilfsbereite Mitmenschen nämlich unser Jammer-Elend abkürzen möchten mit gut gemeinten Ratschlägen, dann kommen in der Regel 1000 Gründe, warum dies und jenes unmöglich           umzusetzen Ist/ sei. Das macht es jedoch noch anstrengender für die anderen und im Grunde sinnloser für einen selbst, oder/nicht wahr?

  • Außerdem wird durch das Gejammere die allgemeine Stimmung nicht gerade aufgeheitert. Fast jeder möchte lieber mit einem positiven, lebensfrohen Menschen Kontakt haben.

 

Also fassen wir zusammen:

  • Jammern bringt uns nicht weiter
  • Ratschläge werden in der Regel abgelehnt, weil der Mut für Veränderungen fehlt
  • Mitmenschen werden belastet und gereizt, wenn man sich im Kreis dreht
  • Ignorieren und Unterdrücken verschlimmert das Problem
  • Unerfüllte Bedürfnisse stecken dahinter
  • Ich kann dafür sorgen, dass ich meine Bedürfnisse erfülle
  • Oder: Erkennen, dass ich nichts ändern will und kann annehmen was ist.

 

Neuer Dreh für die Challenge!

Lasst uns der „30 Tage Nicht Jammern Challenge“ einen neuen Dreh geben.

Statt zu jammern, lasst uns 30 Tage lang einmal darauf achten:

  • Welche Gefühle sind da?
  • Welche unerfüllten Bedürfnisse stecken wohl dahinter und wie kann ich sie mir erfüllen?
  • Ich kann Entscheidungen treffen, um äußere Umstände zu verändern.
  • Ich kann annehmen was ist.

Denn nur so komme ich aus dem Teufelskreis des Jammerns wieder heraus und komme dadurch letztlich ins Tun, in die Aktivität, meine Jammerprobleme anzugehen. So kann ich sie im Kern auflösen.

Also statt einer Challenge, die sich darauf konzentriert, etwas nicht länger zu tun, konzentrieren wir uns doch lieber auf das, was uns  hinaushilft.

Dieser lästigen Gewohnheit sollten wir nur noch so weit Aufmerksamkeit schenken, dass wir uns bewusst werden: da ist sie wieder.

Wir brauchen uns aber nicht bemühen, sie zu unterdrücken. Denn diese Energie möchte doch so dringend hinaus in die Welt! Wir wollen ja eigentlich unser Bedürfnis endlich erfüllt haben!

Konzentrieren wir uns deshalb darauf, was wir wirklich brauchen, um uns besser zu fühlen.

 

Lasst uns deshalb eine 30 Tage „Ich sorge gut für mich“ Challenge machen. Ganz automatisch hat das unproduktive, passive Jammern ein Ende.

 

Die Challenge beginnt am Samstag 16.1. um 9:30 Uhr und dauert bis Sonntag, 14. 2. Um 18 Uhr.

Trage dich ein auf meiner Website und:

  • Du bekommst Zugang zur kostenlosen Facebook Gruppe und der Challenge.
  • Jeden Tag bekommst du einen Impuls und ihr könnt euch austauschen.
  • Einmal pro Woche mache ich ein live mit Q&A.
  • Unter den Teilnehmern an der Live-Session verlose ich pro Woche ein persönliches Telefon/Video-Coaching.

Ich freue mich ganz arg auf die Challenge mit euch. Und ihr dürft glauben: Ich mache mit! Denn auch wenn ich genau weiß, wie ich da raus komme, erinnere ich mich selbst nicht immer gleich daran und es ist eine super Übung auch für mich.

Lasst uns also gemeinsam ein Stück wachsen. Viel mehr gute Stimmung erschaffen und dadurch auch unsere Mitmenschen im positiven Sinne mit unserer guten Energie anstecken!

Das ist doch mal eine wünschenswerte Ansteckungsvariante.

Die Plätze sind über Email Zugang übrigens begrenzt, dann ist mein Postfach ausgeschöpft. Also schnell eintragen und dabei sein. Zeitaufwand täglich:  ca. 5 Minuten!

Bis zum 16. Januar, deine Kerstin von Lichtfinder

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.lichtfinder.com/30-tage-challenge-statt-jammern-und-meckern/