„Willst du Recht haben, oder glücklich sein?“, heißt ein berühmter Spruch aus einem Standardwerk über das Glück.

Ich habe aber Recht! Das ist eine echte Kampfansage, wenn es auch nur gedacht wird. Wer mir nicht glaubt, oder das nicht erkennen mag, ist ein oder Ignorant oder ein Sturkopf. Die Folge ist entweder beleidigter Rückzug oder eine hitzige Diskussion.

„Mama, ich habe mein Zimmer aufgeräumt.“ – „Aufgeräumt nennst du das? Das ist immer noch ein Saustall.“

Brokkoli schmeckt einfach nicht. Doch, der ist superlecker.“ –  „Gar nicht wahr, der schmeckt grausam!“ –„Du weißt ja nicht, was gut ist.“

„Vitamin C in hohen Dosen soll sehr gesund sein.“ – „Stimmt doch gar nicht, das kann Schäden anrichten.“ – „Ach Quatsch, du hast ja keine Ahnung.“

„Impfen, das ist höchst gefährlich!“ – „Im Gegenteil, sein Kind nicht impfen zu lassen ist grob fahrlässig!“ – „Du hast dich offensichtlich zu wenig informiert.“ – „So ein Schmarrn, DU solltest mal besser nachlesen!“

„Ich habe dir doch geschrieben, dass ich später komme.“  – „Nein, hast du nicht.“  – „Doch hab ich, ganz sicher, schau doch mal nach.“ –„Ich bin doch nicht blöd, bei mir ist keine Nachricht, erzähl mir keinen Quatsch.“-  „Ach doch, hab’s übersehen.“ /– „Oh, hat’s nicht gesendet…“

Wann hattest du zuletzt die offene Auseinandersetzung darüber, wer denn nun Recht hat? Oder hast dir zumindest still für dich gedacht: der hat ja einfach keine Ahnung! So dumm, so beschränkt, so ein Idiot! Warum sieht er/sie  einfach nicht, dass das wahr ist?

Im Denken von Kategorien in Richtig und Falsch liegt die Wurzel von Streit, Kriegen und Gewalt, zwischen zwei Menschen, Menschengruppen und ganzen Völkern.

So sehr sind wir überzeugt, im Recht zu sein. Dabei ist es unsere Sicht der Welt, die Brille, durch die wir hindurch schauen, die uns zu dieser Überzeugung kommen lässt.  Wir schauen uns sozusagen eine selbst gezeichnete Landkarte der Welt um uns herum an. Die Landkarte ist jedoch nicht die Landschaft, eine alte Weisheit aus dem NLP. Unsere Interpretation ist niemals die „Wahrheit“.

Aus einer anderen Perspektive nämlich sieht die Welt komplett anders aus.

Ein Hund kommt auf einen Menschen zu. „Hunde sind gefährlich!“ – „Hunde sind lieb!“ Zwei mögliche Denkweisen und Überzeugungen.

Hilfreich ist es, sich erst einmal selbst zu sagen: Also ICH sehe das gerade so. Für MICH ist das jetzt so. Ich empfinde so darüber. Das hat mit meiner eigenen Geschichte zu tun, meinen Werten, meinem Charakter, meinen erlernten Mustern.

Und dann stell dich mal probehalber in die Schuhe des anderen. Wie mag die andere Person das gerade sehen? Ist es möglich, dass sie eine völlig andere Überzeugung von derselben Sache hat? Kann ich damit leben und das einfach stehen lassen als IHRE Sicht der Dinge?

Ist es möglich, dass beide in ihrer Sicht „Recht haben“, weil jeder seine Gründe für die Überzeugung hat? Meine Wahrheit – deine Wahrheit. Können wir mit der Unterschiedlichkeit leben?

Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort, dort treffen wir uns (Rumi)

Ganz radikal heißt es in Kursen über die Gewaltfreien Kommunikation manchmal, es gebe kein Richtig und Falsch mehr. Das jedoch hat Rosenberg wohl nicht gemeint. Wir haben immer unsere eigenen Werte und Überzeugungen. Wahr ist jedoch, dass das Denken in den Kategorien von Richtig und Falsch die Menschen trennt.

Ich kann deshalb für meine Werte und Überzeugungen einstehen, die ich für mich als „richtig“ einschätze. Und gleichzeitig kann ich mich öffnen für die Welt meines Gegenübers, ohne sie gut finden zu müssen. So wäre es möglich, sogar mit radikalen Gruppierungen ins Gespräch zu kommen und Verbindung herzustellen, die eine Öffnung für neue Gedanken ermöglicht.

Ich will also verstehen, was in meinem Gegenüber vor sich geht. Was motiviert ihn, so und nicht anders zu denken?

Ist es Angst, ist es Frust oder Wut, weil grundlegende Bedürfnisse für ihn nicht erfüllt sind? So sehe ich ihn als Menschen, der aus irgendeinem unerfüllten Bedürfnis so agiert wie er es tut. Das ist für mich womöglich vollkommen fehlgeleitet und moralisch untragbar.

Wenn ich ihn zu verstehen versuche (und allein der aufrichtige Wunsch, zu verstehen bewirkt etwas!), dann kann sich eine Tür öffnen zum Dialog. Dann, und nur dann ist der andere auch bereit, auf meine Sicht der Dinge zu schauen.

Bei meinem Kind könnte ich denken: es hat scheinbar eine ganz andere Auffassung, was Ordnung bedeutet. Es scheint sich so wohl zu fühlen. Im Vergleich zu vorher, hat es schon sichtbar manches aufgeräumt.

Bei radikalen Ansichten kann ich mich bemühen, den Menschen in seinem unerfüllten Bedürfnis zu sehen. Vermutlich stecken Angst, Frust oder Wut dahinter. Wie könnte ich darauf eingehen? Kann ich ihm erst einmal Empathie geben für diese Gefühle? Und noch einmal: verstehen zu wollen bedeutet nicht gutheißen!

Ich möchte dich ermuntern, ab sofort erstens deine Sicht auf die Welt als deine ureigene zu würdigen, die auf jeden Fall ihre Berechtigung hat. Und danach, einmal die Seite zu wechseln, dich in die Schuhe des Gegenübers zu stellen und SEINE Brille aufzusetzen. Dann frag die andere Person, was bei ihr dahinter stecken könnte: „Bist du sauer/frustriert/wütend, weil dir ….wichtig ist?“

Hilfreich ist es, sobald mir die Bewertungen Richtig und Falsch in den Kopf kommen, dass ich mir bewusst mache: Es gibt keine absolute Wahrheit. Es ist meine Bewertung und meine Sicht der Dinge.

Sei neugierig und offen für die Welt deines Gegenübers, ob Partner, Kind oder Kollege. Das schafft Verbindung.

Deine Kirstie, Lichtfinderin

So kam vor kurzem der frustrierte Ausruf einer Seminarteilnehmerin, die zu Hause in schönster GfK Manier ihr inneres Brodeln in braven 4 Schritten zum Ausdruck gebracht hatte und dann von ihrem Freund eine Antwort bekam, die wiederum Ärger in ihr hervorrief. Sie brachte ungefähr Folgendes zum Ausdruck: „Ich beobachte, dass jedes Mal, wenn ich am Wochenende bei dir bin, übermäßig viel Arbeit anfällt. Ich bitte dich, das unter der Woche zu erledigen.“ Der Mann reagierte mit einer Rechtfertigung. Er erklärte lang und breit, warum er unter der Woche nicht dazu gekommen war.

Das wiederum ärgerte meine Teilnehmerin und sie behauptete: Die GfK funktioniert einfach nicht. Sie hätte sich gewünscht, dass die Bitte einfach gut ankommt und bei ihrem Freund ihre friedliche, gewaltfreie Wirkung entfaltet. Stattdessen hatte der sich scheinbar angegriffen gefühlt.

Was war da passiert? Warum funktioniert GfK manchmal irgendwie nicht?

Warum „funktioniert“ es immer wieder nicht, sich spannungsfrei auszutauschen über die eigenen Bedürfnisse und Anliegen, auch wenn man sich scheinbar genau an die 4 Schritte hält?

  • Die Haltung ist entscheidend

Erstens bin ich der Meinung, dass die Brückenkommunikation letztlich immer funktioniert, wenn ich in der inneren Haltung „Ich will Verbindung zu Dir“ bleibe. Dann kann auch ein explosiverer Austausch über das, was einem wirklich am Herzen liegt, der Beziehung nichts anhaben. Anders sieht es aus, wenn bei einer falschen Antwort sofort die Beziehung an sich in Frage gestellt wird. Wenn der eine Partner befürchten muss, der andere dreht sich gleich um und sagt: „Ich fahre besser wieder heim. Es ist einfach nichts mit uns beiden.“

Diese Haltung, in Verbindung bleiben zu wollen, egal was passiert (bzw. da müsste schon ein richtiger Tsunami kommen), ist die Grundvoraussetzung, dass „die GfK funktioniert“. Dann ist es auch nicht mehr so entscheidend, ob exakt die vier Schritte eingehalten wurden und ob diese wirklich auch GfK-Schritte waren.

  • Waren es wirklich 4 GfK Schritte?

Wenn aber schon diese innere Haltung eine wackelige ist, treten Schnitzer bei der Ausführung dieser vier Schritte stärker zu Tage. Sie fallen schwerer ins Gewicht. Betrachte ich mir die Äußerungen der Teilnehmerin genauer, hat sie zwar von einer Beobachtung gesprochen, jedoch war diese ziemlich verallgemeinernd. „Jedes Mal wenn…“ und „übermäßig viel“ sind zum einen pauschalisierende, zum anderen auch sehr subjektiv gefärbte Aussagen. Das reizt geradezu zum Widerspruch bzw. zur Rechtfertigung beim Partner.

„Die letzten beiden Samstage warst du mit Großeinkauf, Bürokram und Reparaturarbeiten beschäftigt. Uns blieb nur der Abend zusammen.“ Das wäre eine sehr viel konkretere Beobachtung, die der andere auch gut nachvollziehen kann. Oben nochmal hingeguckt, fehlt bei der „gewaltfreien“ Aussage der Frau ganz klar das Gefühl und das Bedürfnis. Während das Gefühl auch mal ausgelassen werden kann, ist es doch für den Partner wichtig zu verstehen, warum und woher diese Bitte jetzt kommt und weshalb man ihr nachkommen sollte. Das Bedürfnis ist das Herzstück der Aussage!

Ist die Freundin sauer, ist sie frustriert?(Gefühl) Weil ihr gemeinsame Zeit mit dem Partner sehr wichtig ist? (Bedürfnis) Hätte sie das dazu gesagt, würde er sich sogar geschmeichelt und geliebt fühlen. Stattdessen hörte er das Gesagte als Vorwurf, sein Leben nicht richtig zu organisieren und sich für seine Partnerin nicht genügend Zeit zu nehmen. Er wollte wiederum erklären, dass es nicht an fehlender Wertschätzung für sie lag, sondern daran, dass er drei Tage auf Geschäftsreise gewesen war und deshalb so viel auf‘s Wochenende gefallen war.

  • Brückenkommunikation ist Austausch und Verbindung

Brückenkommunikation ist immer ein Austausch. An der Reaktion deines Gegenübers wirst du erkennen, wie „gewaltfrei“ deine Aussage wirklich formuliert war. Erwarte auch bitte nicht, dass du mit einer Wand redest und auf eine gewaltfreie Aussage nur ein friedliches Lüftchen zurück weht.

  • Mein Bedürfnis UND dein Bedürfnis

Der andere ist ein Mensch, dem du etwas mitteilen wolltest. Du möchtest die Verbindung behalten und du willst, dass er ganz klar versteht, was genau dir gerade Probleme bereitet. Er soll verstehen, was bei dir dahinter steckt. Das ist ganz essentiell: WAS WILLST DU WIRKLICH? Was also ist das Bedürfnis, das unerfüllt ist?

Dieser angesprochene Mensch hat ein Recht, darauf zu reagieren. In der normalen Welt, unter lauter Wölfen, kann es sein, dass er wie ein Wolf reagiert. In jedem Fall reagiert er aus seinem Bedürfnis heraus. Wenn du in der verbindenden Haltung bleiben willst, kannst du ihn wiederum abholen: „Bist du betroffen, weil es dir wichtig ist, in deinem guten Willen gesehen zu werden?“ oder weniger gestelzt: „Willst du mir vielleicht mitteilen, dass ich dir durchaus wichtig bin?“

  • 4 Schritte + Nachfragen

Da die eigene Aussage, ist sie auch noch so gewaltfrei konstruiert, immer auch ganz anders beim anderen ankommen kann, ist es oft wichtig, noch eine Frage an die 4 Schritte anzufügen: „Wie geht es dir, wenn du das hörst?“ oder „Magst du mir bitte nochmal sagen, was bei dir angekommen ist?“

Das sollte dich nämlich auch interessieren. Was hat der andere verstanden? Was ist bei ihm/ihr angekommen? Hier können schon viele Missverständnisse ausgeräumt werden. Dabei in der verbindenden Haltung zu bleiben, ist mindestens die halbe Miete.

  • 4 Schritte und gut?

Zusammenfassend will ich damit sagen: Es reicht nicht, irgendwie einen Teil dieser 4 Schritte in die Welt zu rufen und zu hoffen, dass die Bitte beim anderen dann gut ankommt. Es bleibt ein Austausch, ein Tanz der Giraffen (hoffentlich!), ein Hin und Her, ein Ringen um das Vermitteln dessen, was mir selbst wichtig ist. UND ein Sich-Interessieren für  das, was gerade im Gegenüber vor sich geht. Eine Brücke zu bauen von meinem Bedürfnis, das ich dir offenbare, zu deinem Bedürfnis, für das ich mich interessiere. Also:

  • Worum geht es uns beiden wirklich?

Nur dann entsteht Verbindung bzw. bleibt diese erhalten. Hat jemand gesagt, dies wäre einfach?

Ist es nicht, doch sehr lohnenswert! Allein das Bemühen und Ringen darum wird einen großen Unterschied in deiner Kommunikation und damit in deinen Beziehungen ausmachen.

Wie soll ich mich entscheiden? Sage ich zu oder sage ich ab? Immer dann, wenn es sich unbehaglich im Bauch anfühlt, wenn du Widerstand spürst, dann solltest du dies nicht ignorieren, dich nicht ablenken oder das schlechte Gefühl gar herunterschlucken.

Schnell-Check Unbehagen/schlechtes Gefühl im Bauch

Stattdessen halte einen Augenblick inne und überlege: Was ist es? Was ist da los in mir?

  • Was ist geschehen, was hat jemand gesagt oder was hast du gedacht?
  • Welches Gefühl ist da gerade?
  • Welches Bedürfnis steckt dahinter, das im Moment unerfüllt ist?

 

Hier zwei Beispiele für Entscheidungssituationen, in denen dieses Unbehagen vielleicht auftritt:

Innerer Kampf Silvestereinladung/-planung

Meine Freundin Susanne fragt mich, ob ich an Silvester mit ihnen feiern möchte.

Da scheint sich etwas zu sperren in mir. Ich spüre inneren Widerstand. Wieso? 🤔

Ich möchte gerne abwarten, ob ich noch eine spannendere Einladung bekomme. Vielleicht bei Tobi und Karin? Ich hätte gerne Abwechslung und einfach Spaß, mit Musik und Tanzen am liebsten. Das ist mit den beiden meist leicht, mit Susanne wird es eher bodenständiges Fondue und philosophische Gespräche zum Jahresende geben.

Doch Susannes Einladung ist sehr nett. Sie ist wirklich eine gute Freundin. Ich danke ihr also für die liebe Einladung, über die ich mich ehrlich freue. Und frage, ob ich das ganz kurzfristig entscheiden darf, weil ich noch die Option einer wilden Party offen lassen möchte. Bis wann möchte sie Bescheid wissen?

Jetzt ist mir leichter. Das Unbehagen ist verschwunden. Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und für Flexibilität und Freiraum gesorgt, ohne die Freundschaft zu gefährden. Wer weiß, vielleicht ist mir am Silvesterabend auch plötzlich nach Ruhe und guten Gesprächen. Das geht am besten mit Susanne!

 

Chef möchte Freizeit mit Kollegen verbringen

Der Chef möchte gerne die Belegschaft im Januar zum gemeinsamen Skifahren über ein Wochenende versammeln. Wenn es da grummelt in meinem Bauch, sollte ich mich damit beschäftigen.

Das bedeutet nicht zwingend, ihm eine Absage zu erteilen. Vielleicht habe ich keine Lust, weil ich meine knappe Freizeit lieber mit Freunden oder der Familie verbringen möchte. Dann spreche ich das auch aus. Dann ist das meine Priorität. Vielleicht ist es mir die Zeit jedoch nach einer Überlegung wert. Ich will Chef und Arbeitskollegen mal privat und von einer anderen Seite kennen lernen. Das wäre bestimmt gut für die Zusammenarbeit! Also entscheide ich mich bewusst und gerne dafür, auch wenn Skifahren nicht mein liebstes Hobby ist. Dann ist das wiederum meine bewusst gewählte Priorität.

Ich entscheide – mit etwas Bedenkzeit, bitte!

In jedem Fall ist das enge Gefühl im Bauch verschwunden. Ich bin Herr bzw. Herrin meiner Entscheidungen. Kein halbherziges Ja mehr! Kein „Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes.“

Mein Bauch sagt: „Jo, so isses gut jetzt.“

Beim nächsten Mal, wenn sich etwas „ungut“ anfühlt, horche kurz nach innen (Welches Gefühl? Welches Bedürfnis will gehört werden?) Es ist deine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass du stimmig bist in deinen Entscheidungen.

Deine Umwelt hat nichts davon und leidet womöglich sogar darunter, wenn du nur halbherzig oder griesgrämig zustimmst und es alle spüren lässt, dass es dir nicht gut dabei geht. Stimme mit vollem Herzen und gutem Bauchgefühl zu, weil es dir die Sache wert ist.

Oder stimme nach ausreichender Überlegung dagegen, weil dir der Preis dafür zu hoch ist. Das ist echt! Das ist gute Selbstfürsorge und du erweist dich als Partner, der klar ist in seinen Entscheidungen.

Sobald du inneren Widerstand spürst, bitte deshalb um Bedenkzeit.

Lass dich nicht zu schnellen Entscheidungen zwingen.

Wäge ab: deine Werte, deine Bedürfnisse und den Preis, der zu bezahlen ist für ein Ja oder ein Nein.

Du wirst sehen, dass dies mit der Zeit immer schneller geht. Der „Entscheidungsmuskel“ lässt sich trainieren. Gleichzeitig wächst dein Gefühl der Selbstbestimmung mit jeder weiteren Entscheidung.

Du erlebst dich als aktive*n Gestalter und Entscheider*in deiner Welt.

Und ja, du darfst das tun, wenn du dich besser fühlen willst… Ich gebe dir hiermit gerne die Erlaubnis 😉

Oder gibst du sie dir schon selbst?

Deine Kirstie

 

 Liste „Gefühlswörter“

Wenn du dich GUT fühlst…, bist du dann:                         bzw. Wie fühlt es sich an?

zufrieden

satt ausgeglichen ruhig beruhigt friedlich    
begeistert beschwingt beflügelt inspiriert neugierig beflügelt frei  
hoffnungsvoll zuversichtlich freudig dankbar erfüllt genährt reich  
kraftvoll voll Energie strahlend

kompetent

stark

genug

wertvoll  
achtsam mitfühlend empathisch liebevoll      

 

Wenn du dich SCHLECHT fühlst…, bist du dann:                  bzw. Wie fühlt es sich an?

wütend

sauer

zornig

empört

verzweifelt      

gelangweilt

enttäuscht

desillusioniert

traurig

resigniert

leer    
unruhig

hibbelig

nervös

überfordert überwältigt      

einsam

bedrückt

eng

schwer        

schwach

klein

wertlos

inkompetent

unfähig

     
unzufrieden unausgeglichen

angespannt

         
mutlos ängstlich

besorgt

         
freudlos dumpf

gefühllos

taub

       

 

 

Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Wir wünschen uns oft so sehr nichts anderes als die Aufmerksamkeit eines anderen Menschen. Am liebsten von jemandem, der uns etwas bedeutet. Dabei erleben wir tagtäglich leider das Gegenteil. Die Menschen, mit denen wir uns unterhalten, interessieren sich zu allererst für sich selbst. Weiterlesen

„Das hast du gut gemacht!“ „Echt prima!“ „Super!“ „Weiter so!“ „Du bist echt ein kreativer Mensch!“

Ich habe es immer geliebt, gelobt zu werden. Es war mir total wichtig, dass die Leute sehen, was ich gemacht oder geschafft habe. Und ist es ausgeblieben, war ich nicht selten am Boden zerstört.

Mein Selbstbild war aufgebaut durch die Anerkennung von außen. Ich habe mich komplett abhängig davon gemacht. Die Reaktion meiner Umwelt bestimmte lange Jahre, wie ich mich fühlte. Wie ein Kasperl an den Marionetten-Fäden schien ich ausgeliefert auf Gedeih und Verderb dem Urteil der anderen. Weiterlesen

Wir reden den ganzen Tag über unablässig mit uns selbst. Du selbst bist dein engster Kommunikationspartner. Im Selbstgespräch sind das angeblich täglich 50.000 Wörter.

Du glaubst es nicht? Ach: „Heute Abend muss ich noch den Wecker stellen.“

„Was kauf ich nochmal alles ein?“  „Ich hasse Spiegelei! Mann, ist das eklig.“ „ Worauf habe ich heute Abend Lust?“ „ Ach, ich könnte Holger anrufen…“ – Das sind Beispiele für ganz normale Konversation mit dir selbst. Also ja, jeder hat eine innere Stimme.

Die Frage ist nur, ob du mit ihr streitest. Weiterlesen

Jetzt sind wir bei den Bedürfnissen angelangt.  Von diesen sind wir oftmals noch weiter entfernt als von unseren Gefühlen. Darf ich das überhaupt, Bedürfnisse haben? Oder bin ich dann selbstbezogen oder gar egoistisch?

Es geht hierbei nicht um eine vorübergehende Lust und Laune sondern um grundlegende Bedürfnisse, die wir Menschen brauchen, um uns wohl zu fühlen und im Gleichgewicht zu sein.

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Wie fühle ich mich? Was brauche ich?

Es ist gut, sich diese beiden Fragen immer mal wieder zu stellen.

Vor allem dann, wenn es kritisch wird, wenn sich eine Situation aufschaukelt, wenn ich mich in die Enge getrieben fühle oder es irgendwie nicht passt.

Das ist sooo wichtig: Die eigenen Gefühle wahrzunehmen. Zu erkennen: Was geht da eigentlich gerade in mir vor? Es ist nämlich die Grundlage, dass ich mir klar werde, was ich will und worum es mir geht. Dann weiß ich auch, was ich dem anderen gerne vermitteln möchte. Und kann mich klar und authentisch ausdrücken.

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