Vorsätze durchziehen – neue, gute Gewohnheiten verwirklichen

Bist du bereit für ein Commitment für deine Ziele?

Wir neigen oft dazu, dass wir uns zu nichts so richtig entschließen, wollen. Wohl weil wir schon befürchten, dass wir so ein Versprechen an uns selbst nicht einhalten und uns dann schlecht und unzuverlässig fühlen.

– Diesen Text kannst du auch als Audio-Episode im Lichtfinder Lebensfreude Podcast hören. Wie kann ich das hören (kostenlos)? Gleich reinhören.

Also… lieber nur weiterhin eine latente Unzufriedenheit mit dem Leben spüren, mit dem eigenen Körper, mit den Finanzen, mit dem Job?

Ganz klar ist: So wird nichts passieren in deinem Leben. Es bleibt einfach alles beim Alten, es sei denn, von außen geschähe etwas und du müsstest darauf reagieren. Dann überlässt du es aber komplett dem Zufall und begibst dich selbst freiwillig in eine Opferrolle, die nicht sein müsste.

Es fühlt sich tatsächlich so viel besser an, das Gefühl zu haben: ich hab die Kontrolle über viel mehr, als ich bisher geglaubt habe. Nicht über alles, ganz klar. Doch über eben weitaus mehr, als ich bisher für mich genutzt habe.

Das heißt, am Anfang einer echten Veränderung steht ein Commitment, da passt das englische Wort einfach wunderbar, weil es so viele Konzepte beinhaltet, für die ich im Deutschen mehrere Worte brauche, um die Bedeutung auszudrücken. Commitment bedeutet eine innere Verpflichtung, ein Abkommen mit mir selbst, dass mir etwas wichtig genug ist, mir ein Versprechen zu geben.

Das heißt, wenn du dir nur denkst: ich sollte mich mehr bewegen, ich sollte gesünder essen, ich sollte weniger Alkohol trinken, ich sollte früher schlafen gehen, ich sollte weniger Fernsehen schauen. Und dann sagst du: na ja, das sind meine Vorsätze, das möchte ich. Dann sag ich dir ganz klar: das wird im Normalfall zu keinerlei Veränderung führen. Vielleicht schaffst du es ein paar Tage lang, dich am: ich sollte und ich möchte eigentlich fest zu halten. Doch dann kommen die anderen Gefühle rein: die Belohnung, die du dir versprichst, die Entspannung, der Genuss, das Erholungsbedürfnis. Und alles wird ruckzuck über den Haufen geworden und nächstes Jahr im Januar stehst du an genau demselben Punkt: Ich sollte eigentlich…

In Folge 75 habe ich schon gesprochen über die Frage: Was will ich wirklich?

Zielformulierung

Wenn du etwas wirklich willst, dann formuliere ein möglichst präzises Ziel. Also nicht: ich will mich mehr bewegen, früher ins Bett, weniger Alkohol…, sondern so genau und präzise wie möglich.

z.B. Ich will nicht mehr täglich eine ganz Tafel Schokolade essen, sondern nur noch 2 Stückchen für den Genuss. (bzw. definiere für dich, was Genuss bedeutet.) Vielleicht gibt es überhaupt Alternativen für das Bedürfnis nach „Genuss“?

Wenn du dir dein Ziel also genau und möglichst mit wann, wer wo was wie mit wem wie lange wie oft definiert hast – so präzise wie möglich, dann ist das gut und wichtig – und es wird nicht ausreichen. Denn irgendwann übernimmt wieder dein Reptiliengehirn und will dich zurückziehen in alte Muster. In die vertraute Sicherheit alter Gewohnheiten.

Hol dein Reptiliengehirn ins Boot

Deshalb musst du deinen Entschluss emotional aufladen. Du musst sozusagen das Reptil in deinem Gehirn füttern mit neu verknüpften Emotionen. Weil wenn es mal hart auf hart geht, ist keine Zeit mit deiner Ratio zu denken, aus deiner Vernunft und dem Verstand heraus. So schnell schaust du gar nicht, hast du die Packung Gummibärchen schon wieder im Einkaufskorb oder zu Hause aufgerissen.

Also kreiere Emotionen, die dir helfen, dein Ziel verfolgen zu WOLLEN!

Ich mach des mit Klienten so in meiner Praxis. Und das ist durchaus etwas, was du selbst auch machen kannst. Ich beschreibe dir hier den Weg. Die meisten tun sich leichter, mit Begleitung da durchzugehen.

Was wäre, wenn du weiter machst in deiner alten Gewohnheit wie bisher?

Was wenn vielleicht sogar noch mehr von der schlechten Gewohnheit in dein Leben käme, weil Gewohnheiten werden manchmal zur unstillbaren Sucht.

Es ist wichtig, dass du dir ganz klare, bunte Bilder erschaffst vom Horrorszenario, das sich entwickelt, wenn du weiter machst wie bisher. Wenn du dich weiterhin so wenig bewegst, wenn du weiterhin täglich deine 2 Bier am Abend trinkst und weiterhin die Tüte Chips dein täglicher Fernseh-Begleiter ist… wie siehst du dann wohl aus in 2 Jahren, in 5 Jahren, in 10 Jahren, in 20 Jahren?

Je abschreckender dir Bilder sind, die du dir ausmalen kannst, umso besser. Informiere dich am besten ausführlich über die gesundheitlichen Gefahren von Übergewicht, zu viel regelmäßigen Alkoholkonsum usw. Gerne gehe ich mit dir gemeinsam diesen „Weg deiner schlechten Entscheidungen“. Wenn man das Unterbewusstsein mit rein nimmt, durch eine Integrationstrance, dann ist es gleich noch viel wirkungsvoller.

Was, wenn du das durchziehst und dein Ziel konsequent verfolgst? Wenn du dein Versprechen hältst?

Jetzt musst du deinen Entschluss für eine gesündere Lebensweise bzw. für einen neuen Weg sehr positiv und anziehend für dich machen. Stell dir nun in großen bunten Bildern vor, wie toll sich dein Lebensweg entwickelt, wenn du diese eine Sache für dich von nun an genau so durchziehst. Keine Süßigkeiten mehr, außer diesen 2 Stückchen Schokolade oder täglich eine Stunde draußen flott spazieren gehen oder was auch immer…

Wenn du das jetzt so durchziehst, wie wunderbar wird sich dein Leben entwickeln, wenn du immer und immer wieder die gute Entscheidung triffst! Wie viel mehr Energie wirst du haben, wie viel bessere Laune! Du wirst viel länger jung und fit bleiben und bis ins hohe Alter sind alle Aktivitäten möglich, die Spaß machen im Leben. Wie wirst du aussehen, wie wirst du dich fühlen, in einem Jahr, in 5 Jahren, in 10, in 20 Jahren?

Stell dir einerseits – am Ende des Wegs der schlechten Entscheidungen – einen Menschen vor, der alt ist, richtig übergewichtig, täglich viele Medikamente braucht wegen seiner vielen Leiden und der sich kaum mehr bewegen kann. Seine einzige Freude hat er nur noch an der nächsten Mahlzeit. Dieser Mensch hat viele, viele schlechte Entscheidungen in seinem Leben getroffen.

Stell dir andererseits- am Ende des Wegs der guten Entscheidungen – einen drahtigen Menschen im hohen Lebensalter vor, der noch aktiv beweglich ist und sein Leben genießen kann, weil er überall teilhaben kann, der sich noch immer wohl fühlt in seinem Körper und in seinem Leben. Dieser Mensch hat viele gute Entscheidungen in seinem Leben getroffen.

Beide sind ihre Wege gegangen und deine Entscheidungen jetzt und jeden einzelnen Tag führen dich entweder in die eine oder in die andere Richtung.

 

Warum eigentlich?

So kannst du in deiner Vorstellung beide Wege gehen, den Weg der guten und den Weg der schlechten Entscheidungen. Für das, was dir gerade wichtig ist. Das ganze funktioniert in Bezug auf jedes Thema um den Entschluss wirklich emotional aufzuladen.

So bist du emotional eingestellt auf die Wichtigkeit einer Veränderung in diesem Bereich. Und das hilft dir, deinen freien Willen benützen zu WOLLEN und frei zu entscheiden: so will ich weiter gehen.

 

Was unterstützend wirkt

Sorge gut für deine Bedürfnisse

Je besser du insgesamt für deine Bedürfnisse lernst zu sorgen, je bunter und schöner du dir dein Leben gestaltest, umso leichter fällt es dir, die guten Entscheidungen zu treffen.

Doch manchmal gibt es kritische Momente. Momente, wo du nicht gut für dich gesorgt hast, weil es gerade schwierig ist und wo du dann einfach schnell in alte Muster zurückfallen möchtest. Um eine gewisse Sicherheit zu spüren und Vertrautheit.

 

Mach es schriftlich, mach es öffentlich

Deshalb ist es hilfreich, wenn du dein Ziel irgendwo schriftlich fixiert hast und es als Erinnerung irgendwo hängt. Außerdem, wenn du möglichst engen Freunden oder dem Partner von deinem Entschluss erzählt hast, dass du … was auch immer du dir als Ziel setzt, z.B. von nun an nur noch alkoholfreies Bier am Abend trinkst.

Also: Wappne dich für schwierige Zeiten!

Mach deinen Entschluss, dein Ziel so öffentlich wie möglich. Dann können dich deine nahen Menschen erinnern und unterstützen, auf deinem Weg zu bleiben.

 

Gib ein feierliches Versprechen

Wenn du das nicht möchtest dann ist es auf jeden Fall wichtig, dass du dir selbst feierlich das Versprechen gibst, von nun an das und das genau so und so zu machen. Mach ein feierliche Zeremonie draus, die nicht lange dauern muss. Vielleicht mit einer Kerze, vielleicht mit Blumen, die du dir kaufst, vielleicht mit einer besonderen Belohnung, weil du jetzt den für dich guten Weg einschlägst. Du kannst dich auch selbst im Spiegel anschauen. Zieh dich dazu schön an und richte dich, wie wenn ein besonderer Anlass ist, so dass du überzeugend aussiehst. Und dann gib dir feierlich dein Versprechen. Denk dran: dieses Versprechen zu halten bedeutet, dass du dir selbst vertrauen kannst. Denn du machst, was du gesagt und beschlossen hast. Und jedes Mal, wenn du es wieder tust, das für dich Richtige, Passende, jedes Mal, wenn du die gute Entscheidung triffst, dann wächst dein Vertrauen in dich selbst. Dann weißt du jedes wieder: Ich kann mir selbst vertrauen. Und das fühlst sich so gut an. Mehr Selbstvertrauen mit jeder Entscheidung, die dich deinem Ziel näher kommen lässt, mit jeder Entscheidung, die zu deinem Commitment passt und damit übereinstimmt. Du selbst entscheidest und denk immer an deine Begründung, warum du dir das Versprochen hast: Weil dir etwas wichtig ist. Das sind deine Werte. Und weil dir das so wichtig ist, hast du dich zu diesem Weg entschlossen. Deshalb machst du es von nun an genau so.

 

Mach es schwierig

Außerdem: erschwere den Zugang zu alten Mustern: keine Zigaretten mehr zu Hause, kein normales Bier, keine 3 Tafeln Schokolade auf Vorrat. Wenn du mit etwas nicht ganz aufhören, sondern nur reduzieren möchtest, lagere am besten deine Sachen an einem Ort, der etwas Mühe macht, für dich um ran zu kommen. In einer verschlossenen Schublade, den Schlüssel im Keller aufbewahrt, im obersten Regal, für das du einen Stuhl brauchst oder sonst wo. Sei kreativ, lass dir was einfallen.

 

Mach es leicht

Mach es dir dagegen leicht, deine neue Gewohnheit in deinen Alltag zu integrieren. Hab immer genügend gesunde Ess- und Trinkalternativen zu Hause. Lass dich von deiner Freundin zum Spaziergang abholen, nimm jemanden mit ins Boot, der dich erinnert und mitzieht, pack deine Laufsachen schon am Abend ins Auto, damit du auf dem Heimweg von der Arbeit oder in der Mittagspause draußen laufen kannst.

Also: erschwere den Zugang zu deinen alten ungünstigen Mustern und erleichtere den Zugang zu den neuen, guten Gewohnheiten.

 

Erinnere dich ans Warum

Und erinnere dich immer wieder an deine Gründe: Warum nochmal hast du dir das versprochen? Was für Bilder siehst du auf dem Weg deiner guten Entscheidungen? Welche Bedürfnisse werden damit gut gefüllt? Welche deiner Werte sind damit verknüpft?

 

Lass es sinken

Du hast hier fast schon eine genaue Anleitung bekommen, und könntest einfach nur damit bereits alles nachhaltig für dich verändern. Wenn du Unterstützung dazu möchtest und die neue Entscheidung mit den damit verbundenen Gefühlen tiefer in deinem Unterbewusstsein verankert haben willst, dann melde dich für eine online Hypnose. Das geht online ganz wunderbar in einer einzigen Session durch die Vertiefung mit hypnotischer Sprache und einer leichten Trance.

 

Freu dich auf dein proaktives Leben, in dem du deine Richtung bestimmst und deine Reaktion, auf alles, was offenbar nicht geplant war.

Deine Kerstin von Lichtfinder

 

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