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Ja, warum nur sind wir manchmal so gemein gerade zu den Menschen, die uns nahe stehen? Dies ist die Fortsetzung zum ersten Artikel, der gerade so reißend Absatz findet. Hier möchte ich die Thematik nochmal aufgreifen und weiterführen: “Warum so gemein …und wie können wir das ändern?”

Dass dies einer meiner beliebtesten Artikel ist, beweist: Viele Menschen leiden offenbar darunter, dass ihr Partner, ihr Kind, oder ein Elternteil gemein zu ihnen ist.

Oder aber sie selbst sind es, die immer wieder entgleisen, quasi explodieren… und nachher kommt es zu Schuldgefühlen.

Wie die Axt im Walde…

Da wirft man jemandem Sachen an den Kopf, ist ungehemmt grantig und zornig, wie man es niemals mit jemand anderem machen würde. Niemals würden wir uns in der Öffentlichkeit so benehmen, wenn wir noch alle Sinne beieinander haben. Niemals würden wir unseren Kollegen gegenüber so sprechen, niemals würden wir uns so verhalten vor den Schmidts, wenn sie zu Besuch sind oder wenn die Kinder Freunde da haben, dann reißen wir uns auch zusammen.

Nein, die vornehmen Schmidts kennen nur unsere Sahneschnittenseite. Die Wohnung ist dann tipp topp aufgeräumt, alles geputzt und abgestaubt, Blümchen am Tisch und der Kuchen selbst gebacken. Genauso aufgeräumt benehmen auch wir uns. Wir sind ausgesucht höflich und freundlich und die Kopfschmerzen von vorhin, weswegen wir eben noch rumgeschnauzt haben, werden nun einfach mit einem gekonnten Lächeln überspielt.

Die Kinder machen es übrigens nicht anders. Auch sie benehmen sich in der Regel gut, wenn man woanders zu Besuch ist oder wenn ihre Freunde da sind.

Doch wehe, die Tür ist zugefallen, der Besuch ist weg. Dann wird das „wahre Gesicht“ gezeigt. Die Gesichtszüge des Vaters entgleisen, das Hemd wird aufgeknöpft, der Gürtel gelockert und er sinkt erschöpft auf die Couch. Die Mutter zischt miesgelaunt, dass sie auch müde wäre und wieder mal alles alleine machen müsste, den ganzen Dreck nun wegräumen.

Der Teenager knallt die Tür zu und ist nicht mehr zu sprechen.

Wenn wir uns zu Hause und mit unseren Liebsten aufhalten, dann führen wir uns oft ziemlich unmöglich auf.

Warum? Dieser Frage bin ich in meinem ersten Blogartikel schon mal auf den Grund gegangen.  Hier kannst du ihn nachlesen: (Klick)

Es ist irgendwie sogar ein Kompliment an die anderen. Denn wir fühlen uns zu Hause und mit den vertrauten Menschen sicher und geliebt.

„Endlich möchte ich mal ich selbst sein. Authentisch sozusagen. Unverstellt.  Endlich mal die Maske fallen lassen und mich zeigen mit all meinen Gefühlen.“

Das ist an und für sich nix Schlechtes. Es ist auch richtig, dass wir alle Gefühle mal da sein lassen und fühlen sollen. Doch die Folgen, wenn wir uns so ungehindert im Negativen ausleben, sind leider verheerend und werden schlichtweg unterschätzt bzw. komplett ignoriert.

Authentisch sein, die eigenen Gefühle aller Art zulassen bedeutet nämlich nicht, dass wir andere damit hineinziehen müssen. Weder sind die engen Mitmenschen verantwortlich für unsere Gefühle noch sind sie unsere Therapeuten oder gar Müllhalden für unseren seelischen Müll.

Selbstverantwortung übernehmen

Wir dürfen als erstes Selbstverantwortung übernehmen für unsere Gefühle und unser Wohlbefinden. Denn die Gefühle  entstehen nun mal in uns selbst. Sie entstehen aufgrund unserer Bewertungen und Gedanken über eine Situation, über einen Menschen, über ein Problem.

Nicht ignorieren

Wir dürfen und sollen unsere schlechte Laune, unsere Aggressionen, unsere Traurigkeit, Enttäuschung und Müdigkeit nicht wegdrücken und ignorieren. Das wär auch der falsche Weg.

Doch wir dürfen auch nicht den Fehler machen zu meinen, es würde helfen, unsere Emotionen nun ungefiltert heraus zu lassen.

Wir tun das leider allzu oft. Das ist genau das Phänomen, das ich mit „so ekelhaft und gemein“ beschrieben habe.

Ein Kompliment?

Wir glauben uns sicher fühlen zu können. Umso mehr, je mehr wir uns unserer Mitmenschen sicher sind. Wenn wir uns grundsätzlich geliebt fühlen. Das meine ich mit „eigentlich ist es ein Kompliment“.

Wenn uns schon oft verziehen worden ist. Deshalb betrifft es gerade gutmütige Partner*innen und Elternteile. Die müssen oft ganz besonders leiden unter den Launen ihrer Partner  oder Kinder. So sicher fühlen die anderen sich, dass sie meinen, sie könnten sich quasi alles erlauben.

Da wird geschrien, getobt, auf den Tisch gehauen, Türen geknallt oder sogar mit Gegenständen geschmissen.

Sei dir nicht zu sicher

Doch Vorsicht: bedingungslose Liebe gibt es fast nirgends im Leben. Und sicher ist keine Partnerschaft oder Ehe, das sollte wohl mittlerweile fast allen Menschen klar sein.

Nicht einmal die Eltern-Kind Beziehung ist sicher. Das zeigen die vielen Beziehungsbrüche, wo erwachsene Eltern seit Jahren keinerlei Kontakt mehr zu ihren großen Kindern und Enkeln haben. Selbst Jugendliche suchen manchmal schon das Weite, kaum, dass sie es gesetzlich dürfen.

Also: es ist zwar schön, sich in einer Beziehung sicher fühlen zu können, doch gerade dann sollte sie uns so wertvoll sein, dass wir sie schützen und bewahren sollten.  Eigentlich müssten wird unsere liebsten Menschen behandeln wie ein kostbares, zerbrechliches goldenes Ei. Das ist nämlich etwas Seltenes und Wertvolles, eine enge Beziehung zu haben und das gibt es nicht oft im Leben und schon gar nicht schnell irgendwo her zu holen, wenn man es einmal verloren hat.

 

Wie schafft man einen besseren Umgang miteinander?

Was also kann man tun, rechtzeitig, damit es erst gar nicht so weit kommt und die Partnerschaft oder Beziehung nicht immer noch mehr leidet und noch mehr vergiftet wird?

Denn die vielen kleinen Verletzungen, die wir uns bewusst und unbedacht immer wieder im Alltag zufügen, sorgen jedes Mal für einen kleinen oder größeren Riss in unseren Beziehungen. Dieser Riss wird immer tiefer, bzw. kaum ist er am Verheilen, so wird die alte Wunde immer wieder aufgerissen.

Das führt irgendwann zu inneren Kündigung.

Diesen Begriff kennen die meisten aus dem Job, aus dem Berufsleben, wenn man nur noch Dienst nach Vorschrift macht. In der Liebe ist es ähnlich. Sie bröckelt, sie schwindet, immer mehr, bis die Gefühle irgendwann zugeschüttet sind mit all dem Müll, den wir darauf abgeladen haben.

Also erstens:

Machen wir uns bewusst, dass bestimmte Beziehungen unglaublich kostbar sind. Dass wir etwas dafür tun müssen, um sie lebendig zu erhalten. Wir dürfen keinen lieben Menschen für selbstverständlich nehmen. Wir dürfen Menschen nicht nur gebrauchen in ihrer Rolle und Funktion für uns.

Sonst sind wir bald im Herzen komplett getrennt und nicht viel länger darauf auch auf dem Papier geschieden. Oder bei Eltern und Kindern wird der Kontakt abbrechen, sobald sie nicht mehr gebraucht werden.

Gute Beziehungen

Menschen brauchen Wertschätzung, Höflichkeit, Respekt und Freundlichkeit.

Jeder, dem wir nahe sein wollen, hat einen liebevollen Umgang verdient!

“Dann müsste ich mich zu Hause also auch verstellen?”,  höre ich schon jemanden sagen…

Verstellen nicht, doch nicht mehr ungefiltert die miese Laune rauslassen. Nicht mehr rücksichtslos auf anderen herumtrampeln mit dem eigenen Frust.

Wie soll das funktionieren, wenn ich meine Gefühle doch nicht unterdrücken soll?, magst du dich fragen.

 

Ich wiederhole nochmal, weil es so wichtig ist:

Übernimm du die Verantwortung für deine Gefühle. Denn niemand hat die Macht, dir deine Gefühle zu „machen“. Die machst du dir schon ganz alleine.

Und wenn du Hilfe brauchst, deine Gedanken und Gefühle in den Griff zu bekommen, dann wäre ein erster Schritt mein 4 tägiger kostenloser Video/Emailkurs: Raus aus der Negativität – Programmiere dich auf Glück.

Wenn du die volle Verantwortung für dich übernimmst, dann gehört auch dazu, dass du gut für dich selbst und deine Bedürfnisse sorgen musst.

Wenn du also müde und erschöpft bist, dann nimm das wahr, spüre deine Gefühle und lass sie da sein.

Dann überlege, wie du dein Bedürfnis nach Erholung am besten erfüllen kannst und ob du eine ganz konkrete Bitte an deine Lieben stellen kannst.

Das wäre dann kein: “Lasst mir bitte meine Ruhe.”

Sondern: “Ich bin so k.o. von der Arbeit. Ich brauche jetzt mal eine halbe Stunde Ruhe auf der Couch. Könnt ihr das bitte einhalten? Ich schließe dazu die Tür und wenn nicht gerade eine Katastrophe eingetreten ist, dann will jetzt nicht gestört werden.”

Oder: “Ich gehe mal eine halbe Stunde spazieren. Mein Handy ist aus in der Zeit.”

Also nochmal in Kurzform: Spüre rechtzeitig, was in dir los ist, was zu kurz kommt und was du brauchst um dich wieder wohler zu fühlen. Dann sorge freundlich und bestimmt dafür. Freundlich und bestimmt. Das ist der Weg, der Beziehungen erhält.

Freundlich und bestimmt darfst du dich abgrenzen und für dich sorgen, wenn das gerade nötig ist.

 

Wer das nicht gewohnt ist, für den ist das nicht ganz einfach.

Es gilt, vom Schuld- und Opferdenken weg zu kommen: Die anderen sind schuld, ich bin das Opfer.

Es gilt, das eigene Befinden wahrzunehmen bevor es eigentlich zu spät ist. Und es gilt, zu spüren, was gerade gebraucht wird.

Dann wollen Strategien überlegt werden: Wie kann ich mir das erfüllen, was ich gerade brauche? Was ich jetzt selbst tun und wer könnte mir eventuell behilflich sein.

Dazu gehört eine konkrete Bitte auszusprechen.

Das wäre der Weg zu einem friedvollen und liebevollen Miteinander, liebe Leute. Schnell gesagt oder hingeschrieben, doch es ist tatsächlich ein Lernprozess.

Denn alte Verhaltens- und Denkmuster haben sich eingeschlichen und eingeschliffen über die Jahre und die kriegste nicht von heute auf morgen raus.

 

Wie machen wir weiter?

Wenn ihr zwei Partner diesen Artikel lest oder den Podcast hört, dann wisst ihr nun beide, wie ihr es in Zukunft besser machen könnt. Es lohnt sich, gemeinsam daran zu arbeiten. Am besten besucht ihr auch beide mein Webinar: „Ärger loslassen in 4 Schritten“ um das nochmal zu vertiefen.

Fürs erste: sobald einer von euch merkt, der andere verfällt schon wieder in alte Muster: vereinbart ein Codewort, das gesagt wird und das euch beide erinnert an euren Vorsatz: wir wollen von nun ab liebevoller mit uns umgehen. Unsere Beziehung ist uns wichtig. Der/die andere ist mir wertvoll genug, mich zu bemühen.

Wenn das nicht reicht, meldet euch gerne zur Online Paarberatung bei mir. Da kommen wir noch anderen Mustern auf die Schliche.

Viel Spaß beim Finden eines möglichst lustigen Codewortes. Die Bedeutung kennt nur ihr beide bzw. die Familie.

Bedenkt bitte:

Gegenseitige Wertschätzung ist die Grundlage jeder guten Beziehung. Sie setzt jedoch immer Selbst-Wertschätzung voraus.

Das heißt, wenn ich nicht mit mir selbst gut umgehen kann, wenn ich meine eigenen Grenzen immer wieder missachte, mit mir selbst gemein bin und schlecht rede „Ich Idiot, was hab ich bloß wieder gemacht“, dann wird es umso schwerer, auch anderen ihre Grenzen zuzugestehen und sie zu respektieren.

 

Ich fasse nochmal die wichtigsten Punkte zusammen, die ein besseres Miteinander ermöglichen:

  1. Schätze deine Liebsten genug wert, nimm sie nicht für selbstverständlich.
  2. Erkenne, was Ausbrüche und verletzende Worte anrichten. Sei dir im Klaren, dass es eure Beziehung schädigt, jedes Mal wieder, bis sie womöglich zerbricht.
  3. Gib niemandem mehr die Schuld daran, wie du dich fühlst. Es ist deine Verantwortung, wie du mit etwas umgehst.
  4. Lerne deine Gefühle wahrzunehmen und zu erkennen, welches Bedürfnis gerade dringend gefüllt werden möchte.
  5. Dann sorge gut für dich. Ziehe deine Grenzen freundlich und bestimmt.
  6. Vereinbare ein Codewort, wenn es wieder Richtung alte Muster geht.
  7. Schau mehr auf das, was funktioniert, was du magst in deinem Leben.
  8. Geh mit dir selbst liebevoll um, gerade wenn etwas nicht gut läuft.

 

Wenn du jetzt seufzt und denkst: “Das müsste mal mein Partner hören oder lesen.” Ja gerne, gib es weiter, doch warte nicht mit deinem Aufbruch zum Glück, bis der sich endlich ändert. Fang einfach bei dir selber an.

 

Denn denk daran: alles beginnt mit Selbst-Wertschätzung: Wie gehst du mit dir selber um, wie redest du mit dir, wir achtest du deine Grenzen?

Und noch was: wenn sich einer ändert, beginnt das ganze System sich zu ändern. Also, fang einfach bei dir selber an.

UND teile diese Folge oder diesen Artikel gerne weiter. Denn es ist natürlich leichter, wenn mehrere im System mitziehen.

 

Licht in deine Beziehungen und in dein Herz

wünscht dir Kerstin von Lichtfinder

PS: Hier kannst du den Text kostenlos als Podcastfolge hören: (Klick)

Abonniere den Podcast am besten in einer App (Apple Podcasts, Spotify free, Amazon prime, Castbox ….)

Heute gibt es eine Geschichte, die dir als Anregung dienen kann, mit deinen Mitmenschen weniger zusammenzuprallen und besser zu kommunizieren:

  • Der Traumdeuter – (Die Geschichte gibt es nur im Audio, Podcastfolge 56)

Der Job des Botschafters war früher potenziell lebensgefährlich. Eine schlechte Botschaft hat dem Überbringer der Nachricht in der Regel das Leben gekostet. Wie im Märchen eben.

Die Kunst der Kommunikation besser zu beherrschen, lohnt sich! Sie kann also nicht nur Menschenleben retten, sondern auch Beziehungen entscheidend beeinflussen.

Es ist also nicht unwichtig, wie wir etwas formulieren. Es beginnt schon dabei, wie wir ein Gespräch beginnen. Denn das ist dann so wie mit dem Zuknöpfen, wenn man das erste Knopfloch verfehlt, dann kommt man mit dem Zuknöpfen nicht mehr zurande.

Wie wir ein Gespräch beginnen, beeinflusst den weiteren Verlauf. Auch ist wichtig, haben wir aus der Geschichte gehört, welchen Aspekt eines Themas wir ansprechen, ob wir uns auf das Positive oder auf das Negative fokussieren.

Schwierige Gespräche können die wenigsten Menschen aus dem Bauch heraus spontan erfolgreich führen. Ich habe zum Beispiel früher schwierige Gespräche gehasst, gemieden und oft versemmelt. Verzweifelt war ich oft, weil ich so falsch verstanden worden bin, in dem, was ich eigentlich rüber bringen wollte. Dann hab ich es gelernt in einer Jahresausbildung als Trainer und geübt, alles rund um Konfliktgespräche…

Seit einigen Jahren bereite ich nun wirklich schwierige und wichtige Gespräche immer schriftlich vor. Wenn das zeitlich gar nicht geht, dann wenigstens in ein paar ruhigen Minuten im Kopf.

Dabei kann ich dir den wichtigen Hinweis geben:

Überleg dir, mit welchem Ziel du diese Unterhaltung führen möchtest. Was ist deine Absicht?

Zum einen in Bezug auf die Sache: worum geht es dir wirklich? Also unten drunter unter dieser Sache, die du ansprechen möchtest oder tief drinnen, nicht nur vordergründig. Welches Bedürfnis schreit quasi in dir und will erfüllt werden?

Schau dir dazu am besten meine Bedürfnisliste an, die es kostenlos zur Newsletter-Anmeldung gerade gibt.

Zum anderen, was ist dir wirklich wichtig in Bezug auf deine Beziehung zum Gegegenüber? Überleg dir, wie dein Verhältnis zum Gesprächspartner beeinflusst werden soll:

Soll das Gespräch eure Verbindung stärken oder willst du ihm nur die Meinung sagen und danach wäre ein Abbruch eurer Beziehung auch okay?

Für die nächste Alltagssituation kläre also erstmal für dich, was dir wirklich wichtig ist. Was soll der andere verstehen ? Gut ist, wenn er versteht, wie es dir mit etwas geht (mit einem Thema, mit einer Beobachtung, mit einer Situation) und was du wirklich brauchst.

Halte dir VORHER bitte vor Augen: Ziel eures Gesprächs ist normalerweise VERBINDUNG.

Das bedeutet:

  • Ich will verstanden werden, in dem, wie es mir geht und
  • Ich interessiere mich dafür, wie es dir damit geht und ob du mich auch so verstanden hast. Ich interessiere mich also auch dafür, was dir wirklich wichtig ist.

Gründe fürs Schweigen:

Gibt es da etwas, das schon lange zwischen euch steht? Was dich stört, was dich nervt, was dich ärgert?

Vielleicht schluckst du deinen Ärger oder Frust schon viel zu lange herunter und hast dich bisher noch nicht getraut, das Problem anzusprechen? Weil du nicht weißt wie. Weil du Angst hast, wie der /die andere reagiert. Weil du Konflikte nicht ausstehen kannst und lieber Harmonie möchtest. Ist das so?

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Wenn du ein schwieriges und gleichzeitig wichtiges Gespräch zu führen hast: mit deinem Partner, mit deiner Freundin, Kollegin oder mit deinem Chef, dann helfe ich dir gerne in einer Session bei der Vorbereitung. Das geht auch gut per Zoom.

Es wird mit ziemlicher Sicherheit erfreulicher laufen als ohne. Denn dann sind die besten Voraussetzungen dafür gelegt, dass das Gespräch euer Thema klärt und ihr euch besser versteht.

Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Rückmeldungen zu dieser Folge.

Licht in deinen Tag und Abend.

Deine Kerstin Bulligan von Lichtfinder

In dieser Folge 40 des Lichtfinder Podcasts und in der nächsten geht es um Perfektion – Perfektsein – perfektes Habenwollen. Zum Auftakt lese ich euch die Geschichte von Mullah Nasrudin vor, dem orientalischen Eulenspiegel. Gefunden hab ich sie auf dem Menschenfreund-Blog von Georg Kirschstein.

(Klicken zum Anhören)

Hättest du den perfekten Mann/die perfekte Frau

Wir sind selbst nicht perfekt und das ist gut so. Da ist einfach menschlich. Stell dir vor, du hättest nun den perfekten Mann oder die perfekte Frau. Und du selbst bist aber eben NICHT perfekt.

Das wäre doch auch irgendwie seltsam, oder? So ein Ungleichgewicht.

Man würde sich immer etwas minderwertig vorkommen. Also es ist gut, dass wir alle nicht perfekt sind! Dadurch ist ein gewisses Gleichgewicht da, eine gewisse Gerechtigkeit.

Hohe Erwartungen

Unsere Erwartungen sind aber auch einfach oft viel zu hoch und wenn wir mit so hohen Erwartungen durchs Leben laufen und auf der Partnersuche sind, dann geht es uns wie dem Nasrudin und wir werden irgendwann alt sein und haben nie denjenigen gefunden, der wirklich Hundertprozent unseren Erwartungen entspricht – weil’s den einfach nicht gibt!

Es gibt zwar vielleicht ganz, ganz selten so Partnerschaften wo alle beide sagen: „Es stimmt einfach alles bei uns – wirklich alles!“ Aber ganz ehrlich – kennst du so jemanden? Ich kenn es vielleicht aus dem Fernsehen oder aus irgendwelchen Zeitschriften, Interviews oder Erzählungen. Aber in echt? Ehrlich gesagt, ich kenn niemanden, der sagt: „Ich lebe in einer absolut perfekten Partnerschaft. Mein Partner/meine Partnerin ist perfekt.“

Dadurch können wir uns wirklich mal an der eigenen Nase fassen, an unseren Erwartungen(!)und wirklich mal überlegen und ins Denken kommen:

Was haben wir eigentlich für hohe Erwartungen? In allen Bereichen! Das Aussehen soll stimmen, der Sex soll stimmen, das Geld soll stimmen, der Status, die Interessen. Alles mögliche! Die Ehrlichkeit, die Treue.

Und bitte jetzt keine falschen Schlüsse ziehen, die Reihenfolge war gerade völlig willkürlich gewählt..😉 Aber alles und noch viel mehr soll stimmen! Er soll

  • die gleichen Werte haben in Bezug auf Tierschutz, Umwelt
  • soll politisch gleich oder ähnlich ausgerichtet sein
  • soll sich möglichst ähnlich ernähren
  • die Freunde soll man mögen
  • er soll Zeit haben, andererseits auch genügend Geld verdienen und
  • man möchte stolz auf denjenigen sein

Eigentlich verrückt  

Manches widerspricht sich auch, wenn man so drüber nachdenkt, ja? Also wer hat schon viel Zeit und gleichzeitig viel Geld. Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz!

Wenn jemand dann wieder zu ehrlich ist, das ist auch nicht recht, dann ist er unsensibel, und sagt einem die Wahrheit knallhart ins Gesicht – also unsere Erwartungen sind wahnsinnig hoch.

Was uns stattdessen weiterbringt

Die Frage ist: Wäre es nicht auch möglich, dass wir uns doch auch mal mit ein bisschen weniger zufrieden geben?

Ich glaube, das wichtigste ist, dass wir uns im Klaren darüber werden (irgendwann), was uns einfach wichtig ist bei einem Partner oder einer Partnerin. Welche Werte und Bereiche einfach ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Was ist mir der aller-allerwichtigste Wert? Was kommt als zweites, was kommt als drittes? Und bei diesem allerwichtigsten, da möchte ich auch keine Kompromisse machen – könntest du dir so vornehmen.

Weil das einfach für dich zur Essenz der Partnerschaft gehört. Bei Punkt 2 kannst du vielleicht schon kleine Abstriche machen, bei Punkt 3 noch ein bisschen mehr und wenn die Liste dann noch länger ist, dann ist es, glaub ich, schlau, die Abstriche einfach immer größer werden zu lassen. Und dann letztendlich immer großzügiger zu werden in den Kriterien für die Partnerwahl.

Und denk immer dran: Der andere hat auch seine Kriterien!

Und… Wie bist du denn so in all diesen Bereichen oder wie stehst du denn da?

Ich glaub, das Ziel, was wir uns selber setzen sollten, ist, dass wir selbst zum idealen Partner werden für den, den wir uns wünschen. Dass wir selber uns überlegen:

Wie müsste ich sein oder wie will ich sein, dass ich zu meinem idealen Partner gut passe?

Ganz viel hat außerdem damit zu tun, dass man auch gut mit sich allein zurecht kommt bzw. mit sich gut allein zurecht kommen würde. Dass man mit sich selbst zufrieden ist, mit sich selbst im Einklang ist, sich selber mag und gut findet. Und  nicht unbedingt die Bestätigung und die Liebe vom anderen braucht, um sich nur halbwegs wertvoll zu fühlen.

Weil … das wär keine gute Voraussetzung für eine Partnerschaft. Also, lass uns selbst zum idealen Partner werden und lass uns darüber im Klaren werden, was wir wirklich wichtig finden an einem Partner (das er uns mitbringt oder das er uns zeigt) und das sollte man dann auch deutlich aussprechen. Also das sollte von Anfang an schon geklärt sein, dieses Thema.

Ich glaub, dann hat die Partnerschaft auch eine viel größere Chance, dass sie schön wird, dass sie gelingt und gedeiht. Wenn das, was einem wirklich wichtig ist, von Anfang an gut zusammen-schwingt.

Perfekt werden wir dabei selbst niemals werden und den perfekten Partner auch selbst niemals finden. Doch annähern können wir uns bestimmt an unser Ideal und uns einfach immer wieder zum Ziel nehmen, selber, ein möglichst guter Partner/eine möglichst gute Partnerin zu sein.

Und wie immer gilt: Was wir aussenden, kommt auch zu uns zurück –  auch in diesem Fall!

Was du jetzt tun kannst

Ich wünsche dir ganz viel Glück bei der Partnersuche ganz viel Freude über deinen Partner, wenn du ihn schon gefunden hast:

Dass du auf all das Gute schauen kannst, auf alles, was funktioniert bei euch auf all die Werte, die dir wirklich wichtig sind und die erfüllt werden in dieser Partnerschaft.

Und solltest du gerade noch keinen Partner haben und auf der Suche sein…

… dann nutz doch jetzt schon mal die Zeit, um selbst zu idealen Partner zu werden.

Das heißt, dir selber auch ganz viel Selbstliebe zu geben, ganz viel Anerkennung, ganz viel Wertschätzung und mit dir allein sein zu können, mit dir allein gut zurecht zu kommen und dann ist eine Partnerschaft, die da obendrauf kommt, ein echtes Geschenk und eine echte Bereicherung.

Wenn dich das Thema Perfektion interessiert, dann hör unbedingt in die nächste Folge auch noch rein. Denn da geht es weiter um Perfektion, um den Wert des Menschen an sich und in Zusammenhang mit seiner Leistung.

Diese Folge ist als Podcast zu Hören im Lichtfinder Lebensfreude Podcast, Folge 40.

Licht und Liebe, deine Kerstin von Lichtfinder

Was hab ich mich früher geärgert! Es gab Tage, da folgten weder die Kinder in der Schule, noch meine zu Hause, noch der Hund. Ärgerst du dich auch so oft, über Gott und die Welt? Meine Mutter  – ein sehr gelassener, in sich ruhender und zufriedener Mensch übrigens – hat manchmal zu mir gesagt: Kerstin, ärger dich doch nicht so.

Doch, wie bitteschön, hätte ich das anstellen sollen? Mich nicht mehr ärgern.

Ich hatte damals wohl schon so eine Ahnung, dass mein Unterbewusstes auf Botschaften mit nicht einfach nicht reagiert. Wenn ich mir selbst gesagt hätte: Ich will mich nicht mehr ärgern, dann hätte mein Unbewusstes das Wörtchen nicht einfach geschluckt und angekommen wäre: ärgern, ärgern… – ja, das hab ich zu oft gemacht, mich ärgern.

Wie kann man nur? Warum tut jemand nur so was? Warum passiert das mir?

Nicht selten ist auch Wut dabei, vermischt mit dem Ärger. Manchmal auch Hilflosigkeit.

Wir ärgern uns über unsere schlampigen Kinder, über unseren gedankenlosen Lebenspartner oder die lieblose Ehefrau, über die arrogante Kollegin oder den faulen Kollegen, über den gleichgültigen Bruder oder die besserwisserische Schwester, über den herzlosen Chef oder die meckernde Chefin, den neugierigen Nachbarn auf der einen Seite und die nervige Nachbarin auf der anderen Seite. Über das blöde Wetter, die verkommene Gesellschaft, die Umweltsünder, die ihren Müll am Rastplatz liegen lassen und über ungerechte oder hirnlose Politikentscheidungen.

Im Ausdruck Ich ärgere mich … steckt eigentlich schon das Problem und gleichzeitig die Lösung drin. Es ist ein aktives Tun, wenn ich mich ärgere. Ich mach das. Und was ich das mache, kann ich damit auch aufhören mich zu ärgern.

Erinnere dich: Du bist verantwortlich für die Gefühle, die in dir entstehen. Der andere Mensch mag mit dem was er sagt oder tut, der Auslöser sein, doch der Ärger entsteht in dir selbst.  (höre dazu Folge 5 noch an oder nochmal an)

Schaun wir uns also an, wie du dir deinen Ärger machst. Denn wenn, du das verstanden hast, dass du dir tatsächlich deinen Ärger machst, dann kannst du es auch sein lassen und zukünftig andersdamit umgehen. Wie machst du dir also deinen Ärger?

Vermutlich so ähnlich wie die meisten Leute.

Du steigerst dich rein, mehr und mehr. Mit jedem Gedanken, mit jedem inneren Satz in dir. Meist gehen die Gedanken in eine ganz eindeutige Richtung: Schuldzuweisung, Vorwürfe, Unverständnis. Der versteht mich nicht, der hat ja kein Gefühl, der ist schuld, der will mir was.

Wir unterstellen der anderen Person böse Absicht, wir sind überzeugt, dass sie uns was Böses will oder dass sie bestenfalls einfach zu dumm ist, um anders zu denken und zu handeln. Der Fleischesser, dem es offensichtlich völlig wurscht ist, wie es den armen Tieren geht, Hauptsache ihm schmeckt‘s und das Fleisch ist billig und täglich auf dem Teller. Der Nachbar, der aus lauter Boshaftigkeit einfach den Ast unseres Baumes abgeschnitten hat. Die Politiker, die nur auf ihren Profit aus sind. Der Autofahrer, der absichtlich so langsam vor mir her schleicht, der Sonntagsfahrer, der!

Es läuft darauf hinaus, dass wir unterstellen, dass derjenige oder sogar womöglich alle heute gegen uns sind. Die Schuld liegt eindeutig bei den anderen. Wenn die nur endlich anders wären, ja, dann könnte es mir auch besser gehen und ich wäre entspannter, glücklicher, freier.

Wir bewerten also das Verhalten eines anderen Menschen. Wir bewerten Situationen und meinen zu wissen, ganz genau zu wissen, warum andere das tun, was sie eben tun. Warum sie sich so benehmen. Und um es noch schlimmer zu machen, unterstellen wir dem anderen böse Absicht.

Der will das doch so, klar. Der will mich ärgern oder ist einfach zu doof, anders zu denken.

Dazu erzähle ich dir mal eine Geschichte, die sich ungefähr so zugetragen hat.

Ein Mann sitzt in einem Zugabteil. Seine Kinder lärmen wild herum, springen durchs ganze Abteil und belästigen die anderen Fahrgäste. „Er sagt einfach nichts“, denkt sich ein anderer Fahrgast. „Wie kann man nur so gedankenlos sein? Ich muss mich auf meine Arbeit am Laptop konzentrieren, die Frau da drüben wollte schlafen. Vollkommen unverantwortlich. Und diese Kinder –frech und unerzogen.“ Eine Weile kocht die Wut in ihm hoch, er steigert sich mehr und mehr hinein und schließlich steht er auf. Mit kaum unterdrücktem Ärger versucht er, höflich zu bleiben und zischt „Wollen Sie ihre Kinder nicht mal zurechtweisen? Hier fühlen sich manche Fahrgäste gestört. „Ach, wissen Sie“, antwortet der Mann mit müder Stimme und atmet schwer. „Das tut mir leid, wenn wir andere gestört haben. Wir kommen gerade vom Krankenhaus. Die Mutter meiner Kinder ist eben gestorben und wir sind noch völlig durcheinander. Ich kann noch gar keinen klaren Gedanken fassen und die Kinder können es kaum begreifen, was passiert ist.“ Betreten entschuldigt sich der Fahrgast. Wenn er nur gewusst hätte…

Wir Menschen bewerten und bewerten, den ganzen Tag lang und das ist natürlich, alle machen das so. Wenn du jedoch aufhören willst, dich zu ärgern, dann prüfe doch mal deine Bewertungen. Werde dir überhaupt bewusst, dass du bewertest. Du kannst die ganze Wahrheit gar nicht wissen. Du kennst immer nur einen kleinen Teil davon!

Schlampig, boshaft, nachlässig, gemein, hinterlistig, arrogant, gedankenlos, ungerecht, dumm, faul… alles negative Bewertungen, die den Menschen in eine bestimmte Schublade schubsen, aus der er fast nicht mehr herauskommt.

Und hast du dir übrigens einmal so ein Bild von jemandem gemacht, Klappe zu – Affe tot, dann kommt derjenige aus der Schublade auch kaum jemals wieder heraus. Und alles, was er zukünftig macht, passt genau ins Bild und bestätigt deine Meinung nochmal mehr. So wirst du gar nicht bemerken, wenn dein bekanntermaßen „schlampiges“ Kind mal in einem Bereich ordentlicher war als sonst, denn es passt nicht ins Bild, das du dir von ihm gemacht hast.

Und wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst, dahin geht deine Energie. Das heißt, das Kind wird seinem Ruf gerecht werden und alles ganz unbewusst tun, um seiner Rolle gerecht zu werden und ins Bild zu passen. Das Problem verschärft sich. Es wird tatsächlich immer schlampiger. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, ein bewiesenes psychologisches Phänomen. Durch deine negative Erwartungshaltung befeuerst du also das Problem noch.

Aus dem Teufelskreis der Bewertungen und des Ärgers kommst du nur wieder heraus, wenn wenigstens du aus diesem bekannten Muster ausbrichst. Und es reicht tatsächlich, wenn einer im System sich beginnt zu ändern. Dann ändert sich nämlich das ganze System. Auf diese Weise kommst du auch mit der nervigen Nachbarin oder dem gleichgültigen Chef in Zukunft besser klar.

Dafür musst du etwas bei dir ändern. Denn, wenn du immer auf dieselben Situationen mit den gleichen Gedanken reagierst, beschwörst du immer wieder denselben Ärger in dir herauf. Der macht dich kaputt, der schadet nur und bringt nichts. Schon gar nicht, wenn du dich regelmäßig über dasselbe ärgerst, aber dann nichts tust, damit es irgendwie besser werden könnte.

Weil…den anderen kannst du ja eh nicht ändern, denkst du dir vielleicht.

Und das stimmt wohl. Anfangen kannst du nur bei dir selbst. Da, wo dein Ärger entsteht. In deinen Gedanken und mit deinen Bewertungen kannst du anfangen. Und du kannst und darfst auch immer die Konsequenzen aus dem Verhalten anderer ziehen. Manchmal genügt es nämlich nicht, etwa neu zu interpretieren, dem Bild einen neuen Rahmen zu geben.

Manches ist für dich einfach inakzeptabel. Dann sprich das aus. Sprich das Problem im Detail an und stelle eine klare Bitte. Wenn dieser nicht entsprochen wird, bist du frei, wieder für dich zu entscheiden und vielleicht weitreichendere Konsequenzen zu ziehen.

Beim Ansprechen von Problemen, beginne am besten mit deiner Beobachtung: mit dem, was du wahrnimmst, was du hörst, was du siehst.

Versuche, daraus mal jegliche Bewertung herauszulassen.

Statt: Der Idiot vor mir fährt wie eine Schnecke.

  • Er fährt 40. Ich weiß nicht, warum er so langsam fährt.

Statt: Nie hast du Zeit für mich.

  • Die letzten Wochen haben wir keinen Abend zu zweit etwas unternommen.

 

Und ATME! Atme und spüre, was bei dir zu kurz kommt. Welches Bedürfnis kommt gerade bei dir zu kurz? Was brauchst du eigentlich gerade so dringend?

Dass du rechtzeitig zu deinem Termin kommst und dich als verlässlich erweisen kannst?

Dass du mal wieder Nähe erlebst? Oder ist es eher Abwechslung?

Atme in dein Herz und spüre dabei dein Bedürfnis.

Denk dir:  Der andere, ob Kind oder alter Mensch, Chef oder Politiker, ist ein Mensch. Ein Mensch, der sich, mit dem, was er tut, ein Bedürfnis erfüllen möchte. Die Absicht ist immer, sich selbst damit etwas zu erfüllen. Selbst bei jemandem, der anderen hilft. Der möchte einen wichtigen Beitrag leisten, damit er sich gebraucht, gut und wichtig fühlen kann.

Was ein anderer tut oder sagt, hat (fast) nichts mit dir zu tun! Du bist nur zufällig Teil des Spiels. Was ein anderer Mensch tut, hat in erster Linie immer nur mit ihm selbst zu tun. Nachdem du dich mit deinem Bedürfnis verbunden hast, hineingeatmet, bist du vielleicht eher bereit, dich mal kurz wenigstens in die Schuhe des anderen zu stellen.

Stell dich bitte mal ganz kurz hinein. Was versucht sich derjenige wohl gerade, damit zu erfüllen? Kannst du das ein bisschen nachempfinden?

Das ist auch sehr schwierig, denn du bist nicht der andere Mensch. Du hast nicht seine Gefühle gefühlt, nicht seine Erfahrungen erlebt. Deshalb kannst du eigentlich auch nicht über ihn urteilen.

Die Strategie des anderen ist vielleicht sehr unglücklich gewählt gewesen und hat dir Leid verursacht. Doch in dem Moment kann der andere grad nicht anders. Er oder sie hat einfach grad nichts anderes zur Verfügung. Nicht das Wissen, nicht die Fähigkeit, nicht die Weitsicht, nicht die Klarheit…

Das soll nun keineswegs alle Taten gutheißen. Doch das Konzept von Gut und Böse bringt uns nicht weiter. Was uns weiter bringt, ist, in Dialog miteinander zu kommen.

Was ist mein Einflussbereich? Was kann ich tun?

Ich kann offenlegen, wie es mir geht mit einem Verhalten bzw. einer Situation. Ich kann meine Beobachtung genau beschreiben und deutlich machen, was das mit mir macht. Dass ich sauer bin, weil der Ast meines Baumes vom Nachbarn einfach abgeschnitten wurde, ohne dass ich davon wusste. Dass ich gefragt werden möchte. Dass ich mir Wiedergutmachung wünsche. All das kann ich tun. Das ist mein Einflussbereich und dann kann ich meinen Ärger, loslassen und muss mich nicht gleich wieder über etwas ähnliches ärgern. Mein Ärger hat mich übrigens ins konstruktive Handeln gebracht hat (danke dafür!). Dann hat er seinen Sinn erfüllt und ich kann ihn loslassen.

Dann kann ich meinen Fokus auch mal ganz bewusst auf etwa Positives lenken (auf Licht, nur heute!) und will alles bemerken, was irgendwie positiv von der früheren Ärger-Seite her kommt.

Wie erstaunt werde ich sein, wenn dann immer mehr Positives herüber kommt und überhaupt ein viel besserer Tag draus wird, weil ich nach dem Ausschau halte, was funktioniert. Where the attention goes, energy flows.

So kann immer mehr Gutes in meinen Tag und in meine Beziehungen kommen. Denn, was ich erwarte, tritt meist auch ein.

Heute passiert womöglich sogar ein kleines Wunder für dich.

Ich fasse nochmal das Wichtigste zusammen. Was kannst du heute mitnehmen, um dich ab sofort weniger zu ärgern?

  1. Ich bin mir bewusst, dass der Ärger in mir entsteht. Er hat eine Funktion. Ich mach was draus und sorge für mich.
  2. Ich prüfe meine Bewertung und spreche im Detail aus, was ich beobachte.
  3. Ich sage offen, wie es mir damit geht und was ich brauche, was mir wichtig ist.
  4. Ich stelle eine klare Bitte, die wirklich erfüllbar ist.
  5. Ich ziehe notfalls meine Konsequenzen und tue, was mir gut tut, was ich selbst tun kann.
  6. Ich konzentriere mich mal einen Tag lang auf alles, was funktioniert und mir positiv auffällt. Das spreche ich den Menschen gegenüber auch an und sage, dass mich das freut, weil mir… wichtig ist.

Als nächste Folge gebe ich dir eine kleine Selbsthypnose gegen den Ärger.

Ich wünsche dir einen Tag mit mehr Frieden im Herzen.

Deine Affirmation:

Ich bin immer mehr im Frieden mit mir und der Welt.

Immer bist du im Frieden mit dir und der Welt, je mehr du auf deinen Atem achtest und bewusst immer wieder ein paar tiefe Atemzüge nimmst.

Wie immer freue ich  mich, wenn du diese Podcastfolge mit deinen Lieben teilst, vor allem mit jemandem, der sich auch regelmäßig zu oft ärgert. Hinterlasse mir gerne eine Bewertung auf Apple, wenn dir der Podcast gefällt. Für Fragen oder Rückmeldungen zu einer Folge ist die Austauschplattform instagram: @lichtfinder24.

Deine Kerstin von Lichtfinder

Lichtfinder Lebensfreude Podcast

Ein Jahr Lichtfinder Lebensfreude Podcast (Juni 2021)

“Herzlich willkommen zum Lichtfinder Lebensfreude Podcast – der Podcast für dich mit der Magie der Worte für mehr Wohlfühlen in deinem Leben.” So begrüße ich meist meine Hörer, seit nunmehr einem Jahr!

Auftanken und Feiern – ist der Titel der Geburtstagsfolge (Nr.55) mit Gewinnspiel

Zurück aus dem Urlaub. Aufgetankt, aufgeladen. Ich bin jetzt wieder voller Tatenkraft und ‘ner Menge neuer Ideen. Wie oft laden wir unser Handy auf? Jeden Tag stimmt’s? Und wie oft laden wir unseren eigenen Akku auf?

Ruhepausen sind wichtig, auftanken ist wichtig.

Wann tankst du deine Energie auf und womit?

Der Podcast feiert sein 1jähriges! Am 4. Juni vor einem Jahr bin ich mitten in der Corona Pandemie gestartet und seitdem ist einiges passiert. Mir flüchtig bekannte Menschen sprechen mich auf einmal an und erzählen, dass sie immer wieder meinen Podcast hören. Hey, das freut mich sehr!

Im Nachhinein war das wirklich das Beste, was ich in dieser Zeit tun konnte. Seminare waren ja nicht möglich, auf online so schnell umstellen ging erstmal auch nicht. Mittlerweile bin ich in der Welt von Zoom angekommen und weiß, dass Coachings online ganz wunderbar laufen und sogar Hypnose mit Video und Kopfhörern sehr gut funktioniert.

Ich freue mich, dass ich ein Jahr nun schon konsequent gepodcastet habe und so viele technische Hürden gemeistert habe. Feiern!!! Feiern ist wichtig, die eigenen Erfolge dürfen und sollen gefeiert werden und ohne euch Hörer gäb’s mich nicht. Also seid ihr beteiligt und dürft mitfeiern!

Fast hätte ich vor lauter Urlaubs-Abschalten den 1. Geburtstag  meines Podcast Babys vergessen!  Doch natürlich möchte ich dich an der Geburtstagsfreude teilhaben lassen.

Mach mit und gewinne

So geht’s:

Wenn du mir eine schöne Rezension auf Apple Podcasts schreibst, dann mach bitte einen Screenshot davon und schick ihn mir über Instagram @lichtfinder24 oder E-Mail.

Das kannst du gewinnen:

Unter allen Teilnehmenden verlose ich eine Coaching Session mit mir (online oder vor Ort) zum Loswerden von 1 Glaubenssatz, der dich schon lange ausbremst. Stattdessen bekommst du einen neuen, stärkenden.

Oder du willst Klarheit über eine Entscheidung bekommen? Auch dafür kannst du diese 1 Session nutzen. Einsendeschluss ist der 24. Juli.

Wer nicht gewinnt bekommt trotzdem was.

Für alle Teilnehmer gibt es:

Deine individuelle, hypnotisch wirksame Affirmation als digitales Post-it zur Erinnerung.

Wenn du das gerne hättest, beantworte die Frage: “Wie möchtest du dich fühlen?” in einem Satz und schreib ihn mir zusätzlich zur Rezension.

Lichtvolle Grüße, Kerstin Bulligan

PS: Hier geht es direkt zu Google Podcasts. Dort kannst du den Lichtfinder Podcast kostenlos hören. Oder natürlich in allen Podcast Apps, Spotify und Amazon Prime.

Du findest mich:
  • auf Instagram unter @lichtfinder24
  • auf Youtube (“Mentaler Schutzschirm” Selbsthypnose zum Anhören , “Glücksspaziergang”, “Gegen den Corona Frust”)
  • auf Facebook unter “Lichtfinder”.
  • Dort kannst du auch meiner kostenlosen Lichtfinder Community beitreten.
Hier geht es zum Mentalen Schutzschirm auf YouTube: https://youtu.be/cf3XxCOxUgE

Alte Verletzungen

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Er:„Du hörst mir gar nicht zu!“ Sie: „Doch, doch, ich bin nur gerade etwas durcheinander, hab so viel in meinem Kopf…“

Ihn erinnert es an Mutter oder Vater, die nie wirklich Interesse gezeigt oder ihm zugehört hatten. Er schlussfolgert, wie früher: ich werde nicht genug geliebt, bin nicht wichtig genug. 

Sie hat verlernt zuzuhören, ist oft sehr unkonzentriert. Ihr fehlt die innere Ruhe, sie ist sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Oft denkt sie, ihr Mann weiß gar nicht wirklich, wie sie sich fühlt. Sie wünscht sich mehr Verständnis und Entlastung, weniger Forderungen.

Genau betrachtet, hat jeder der beiden sein eigenes Problem. Doch es wird dem anderen vorgeworfen, übel genommen.

Die Beziehung wird in Frage gestellt, immer öfter über Trennung nachgedacht. Die Folge ist eine “innere Kündigung”, ein Rückzug der Liebesgefühle.

Es sind fast immer die alten, eigenen Verletzungen, die eine Beziehung  zum Scheitern bringen. 

Unbekanntes Minenfeld

Alte Wunden, die entstanden sind, lange bevor das Paar sich überhaupt kannte. Und dann passiert etwas, in der neuen Paarbeziehung, was an die alte Verletzung erinnert.

Alte Emotionen werden hervorgerufen und gelernte Verhaltensmuster werden getriggert. 

Der jetzige Partner/die Partnerin kann meist überhaupt nicht wissen, was ihr Verhalten oder seine Bemerkung gerade in uns auslöst.

Doch es schmerzt, es tut weh, es entfernt uns voneinander. Wir geben ihm/ihr die Schuld, die alten Wunden wieder aufgerissen zu haben.

Dabei ist es eigentlich unsere eigene Aufgabe, unsere Wunden zu heilen. Heilen und Altes loslassen.

Erst dann wird das Minenfeld, in dem sich beide Partner bewegen, allmählich entschärft, zunehmend befriedet und nach und nach sicherer.

Heilung der Beziehung ermöglichen

Also heile deine alten Verletzungen, sprich darüber, dann lass sie los und finde neue Glaubenssätze, die dir gut tun. So trägst du bei zur Heilung deiner Beziehung.

„Ich bin wertvoll und habe Interessantes zu erzählen UND meine Frau ist grad überlastet und kann mir leider nicht so gut zuhören, wie sie das eigentlich möchte. Dennoch liebt sie mich.“

Das Resultat für die Beziehung ist ein anderes als oben. 

Worauf wartest du noch?

Kennst du das auch, dass alte Verletzungen aufgekratzt werden? Hast du Lust, deine blockierenden Glaubenssätze in hilfreiche umzuwandeln? 

Lass mich dich ein Stück auf deinem Weg begleiten, so dass du ein starker, heiler Beziehungspartner werden kannst. Der beste Zeitpunkt ist…? Jetzt, genau!

Bring deine Beziehung zum Blühen

Wenn du mit dir selbst in Verbindung bist, kannst du deine Beziehung(en) zum blühen bringen! Ich habe schon einigen Menschen geholfen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.

Ihr könnt auch zu zweit zu mir kommen, um besser miteinander kommunizieren zu lernen, euch einander wieder näher zu bringen.

Meist genügt ein 3-Einheiten-Coaching, manchmal sogar eine einzige Sitzung, um eine entscheidende Wendung ins Leben zu bringen.

Wir finden Licht dort, wo du bisher noch nicht gesucht hast.

Gib dir einen Schubs und starte in eine erfülltere Beziehung – zu dir selbst und mit anderen.  Schreib mir am besten eine Mail!

Deine Kerstin

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>>> Kennst du schon meine Instagramseite @lichtfinder24 ? Schau gerne mal rein!          

©Kerstin Bulligan

Heute hat mich mein Chef kritisiert. Wie kann mir als Fachfrau auf diesem Gebiet nur so ein Fehler unterlaufen?, meinte er. Ich komme mir klein und schäbig vor. Er scheint meine guten Absichten überhaupt nicht gesehen zu haben. Alles, was gut an meiner Arbeit war, hat er eben mal außen vor gelassen.

Was ist bei mir angekommen? Dass er sich geärgert hat, dass seine Erwartungen enttäuscht wurden, dass er sich Änderungen wünscht. Diese Botschaft ist bei mir angekommen. Auch, dass er mich jetzt nicht mehr so zu schätzen scheint.

Was ist das Resultat dieser Kritik? Ich werde die gewünschten Änderungen vornehmen, ich kann ihm in der Sache zustimmen. Unser Verhältnis jedoch hat einen ziemlichen Riss bekommen. Obwohl er doch scheinbar nach den Regeln vorgegangen ist und mit “Ich habe gesehen…” begonnen und mit “Ich bitte dich…” abgeschlossen hat. Doch irgendwas scheint schief gelaufen zu sein, dass unser Verhältnis zueinander gelitten hat.  Ich sehe ihn nämlich plötzlich auch mit anderen Augen und gehe innerlich auf Abstand.

Ein Beziehungs-Riss ist gewiss nicht das, was wir uns nach einem Kritik-Gespräch in der Zusammenarbeit wünschen. Genau dies passiert jedoch täglich. Kritik wird deshalb so sehr gefürchtet und ist den meisten Menschen regelrecht verhasst. Das Wort Kritik wird deshalb gerne vermieden und durch das weniger beängstigende “Feedback” ersetzt. Wenn jedoch genauso vorgegangen wird wie gehabt, ändert auch das moderne Wort nichts am unglücklichen Resultat.

Gibt es einen Weg, „richtig“ zu kritisieren?

Wenn wir Missstände ansprechen wollen UND die Verbindung zum anderen erhalten bleiben soll, ist es nötig, achtsam zu kommunizieren.

Die “gewaltfreie” Kommunikation nach Marshall Rosenberg lehrt ganz wunderbar, wie ich mich authentisch in 4 Schritten erkläre. Wie ich ausdrücken kann, worum es mir wirklich geht und wie ich klare Bitten formuliere.

Jedoch auch wenn diese Art der Selbsterklärung schon sehr gut beherrscht wird, dürfen wir niemals das eigentliche Ziel von Kommunikation vergessen: dass nämlich eine Verbindung erhalten bleibt oder sogar eine stärkere Verbindung geschaffen wird.

Wenn ich nur MICH sehe mit meinem Anliegen, dann kann ich es noch so schön in Ich-Botschaften packen und perfekt „gewaltfrei“ formulieren. Mein Gegenüber wird sich nicht gesehen fühlen und deshalb nicht mit dem Herzen bei mir sein. Was folgt ist die „innere Kündigung“.

Deshalb ist es so wichtig, immer zuerst den anderen mit ins Boot zu holen. Ihn erst einmal zu verstehen versuchen und so empathisch abzuholen. Vielleicht ändert dies bereits komplett meine Einschätzung und die vorher überlegte Kritik erübrigt sich schon.

Außerdem sollte man als “Kritiker” ganz ehrlich mit sich sein, ob ein scheinbar gewaltfrei in 4 Schritten formuliertes Anliegen nicht schon deshalb eine Farce war, weil man innerlich kochte vor Wut und im Grunde gerade gar nicht an einer Verbindung interessiert war, jedenfalls nicht in diesem Moment.

Dann wäre es ratsam, lieber erst abzukühlen und später mit beruhigtem Gemüt das wichtige Thema anzusprechen.

Stimmt nämlich die innere Haltung nicht, spürt das mein Gesprächspartner und erkennt die Aggression hinter der “Methode”.  Meist ist dann auch Schritt 4 keine echte Bitte, sondern tatsächlich eine Forderung gewesen. Am Ende braucht man sich nicht wundern, wenn die “gewaltfreie 4 Schritte Methode” nicht funktioniert hat und der andere trotzdem beleidigt ist.

Wie lerne ich also, wirklich achtsam Konflikte anzusprechen? Mit echter Brückenkommunikation.

Diese will geübt, geübt und nochmal geübt sein. Die Einstellung im Kopf und im Herzen, die innere Haltung mit dem Ziel „Verbindung“ ist dabei die Essenz. Dann bin grundsätzlich offen für die andere Person. Ich interessiere mich für die Motive ihres Handelns, für ihre Sicht der Dinge, für ihre Werte und Bedürfnisse.

Fühlt sich mein Gesprächspartner von mir so empathisch aufgenommen, fällt meine Sicht der Dinge, (meine „Kritik“) auf fruchtbaren Boden. Die Tür zu ihm/ihr ist so bereits geöffnet. Eine angenehme Zusammenarbeit ist danach sehr viel wahrscheinlicher als im ersten Fall.

Die Brückenkommunikation kennen zu lernen könnte die beste Investition deines Lebens sein. Sie zu praktizieren wird dein Leben und deine Beziehungen unendlich bereichern.

Dabei wirst du nie ausgelernt haben. Doch auch wenn es immer wieder „menschelt“ und alte „Wolfsmuster“ das Verhalten mal wieder beeinflussen, so wird sich die Qualität des Miteinanders in allen Lebensbereichen doch nachhaltig verändern.

Was nützt es, wenn nur ich das lerne?

Selbst wenn andere Menschen davon keine Ahnung haben und dich in  gewohnter “Wolfssprache” kritisieren, wirst du es weniger persönlich nehmen und den Menschen dahinter erkennen, der gerade nur sich selbst sehen kann.

Die fehlende Empathie für dich kannst du dir dann zum Glück selbst geben. Dann bist du wenigstens in guter Verbindung mit dir. Auch das ist Brückenkommunikation.

Deine Kirstie

https://www.lichtfinder.com/brueckenkommunikation/