Schwierige Gespräche: Wie sag ich’s bloß?

Heute gibt es eine Geschichte, die dir als Anregung dienen kann, mit deinen Mitmenschen weniger zusammenzuprallen und besser zu kommunizieren:

  • Der Traumdeuter – (Die Geschichte gibt es nur im Audio, Podcastfolge 56)

Der Job des Botschafters war früher potenziell lebensgefährlich. Eine schlechte Botschaft hat dem Überbringer der Nachricht in der Regel das Leben gekostet. Wie im Märchen eben.

Die Kunst der Kommunikation besser zu beherrschen, lohnt sich! Sie kann also nicht nur Menschenleben retten, sondern auch Beziehungen entscheidend beeinflussen.

Es ist also nicht unwichtig, wie wir etwas formulieren. Es beginnt schon dabei, wie wir ein Gespräch beginnen. Denn das ist dann so wie mit dem Zuknöpfen, wenn man das erste Knopfloch verfehlt, dann kommt man mit dem Zuknöpfen nicht mehr zurande.

Wie wir ein Gespräch beginnen, beeinflusst den weiteren Verlauf. Auch ist wichtig, haben wir aus der Geschichte gehört, welchen Aspekt eines Themas wir ansprechen, ob wir uns auf das Positive oder auf das Negative fokussieren.

Schwierige Gespräche können die wenigsten Menschen aus dem Bauch heraus spontan erfolgreich führen. Ich habe zum Beispiel früher schwierige Gespräche gehasst, gemieden und oft versemmelt. Verzweifelt war ich oft, weil ich so falsch verstanden worden bin, in dem, was ich eigentlich rüber bringen wollte. Dann hab ich es gelernt in einer Jahresausbildung als Trainer und geübt, alles rund um Konfliktgespräche…

Seit einigen Jahren bereite ich nun wirklich schwierige und wichtige Gespräche immer schriftlich vor. Wenn das zeitlich gar nicht geht, dann wenigstens in ein paar ruhigen Minuten im Kopf.

Dabei kann ich dir den wichtigen Hinweis geben:

Überleg dir, mit welchem Ziel du diese Unterhaltung führen möchtest. Was ist deine Absicht?

Zum einen in Bezug auf die Sache: worum geht es dir wirklich? Also unten drunter unter dieser Sache, die du ansprechen möchtest oder tief drinnen, nicht nur vordergründig. Welches Bedürfnis schreit quasi in dir und will erfüllt werden?

Schau dir dazu am besten meine Bedürfnisliste an, die es kostenlos zur Newsletter-Anmeldung gerade gibt.

Zum anderen, was ist dir wirklich wichtig in Bezug auf deine Beziehung zum Gegegenüber? Überleg dir, wie dein Verhältnis zum Gesprächspartner beeinflusst werden soll:

Soll das Gespräch eure Verbindung stärken oder willst du ihm nur die Meinung sagen und danach wäre ein Abbruch eurer Beziehung auch okay?

Für die nächste Alltagssituation kläre also erstmal für dich, was dir wirklich wichtig ist. Was soll der andere verstehen ? Gut ist, wenn er versteht, wie es dir mit etwas geht (mit einem Thema, mit einer Beobachtung, mit einer Situation) und was du wirklich brauchst.

Halte dir VORHER bitte vor Augen: Ziel eures Gesprächs ist normalerweise VERBINDUNG.

Das bedeutet:

  • Ich will verstanden werden, in dem, wie es mir geht und
  • Ich interessiere mich dafür, wie es dir damit geht und ob du mich auch so verstanden hast. Ich interessiere mich also auch dafür, was dir wirklich wichtig ist.

Gründe fürs Schweigen:

Gibt es da etwas, das schon lange zwischen euch steht? Was dich stört, was dich nervt, was dich ärgert?

Vielleicht schluckst du deinen Ärger oder Frust schon viel zu lange herunter und hast dich bisher noch nicht getraut, das Problem anzusprechen? Weil du nicht weißt wie. Weil du Angst hast, wie der /die andere reagiert. Weil du Konflikte nicht ausstehen kannst und lieber Harmonie möchtest. Ist das so?

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Wenn du ein schwieriges und gleichzeitig wichtiges Gespräch zu führen hast: mit deinem Partner, mit deiner Freundin, Kollegin oder mit deinem Chef, dann helfe ich dir gerne in einer Session bei der Vorbereitung. Das geht auch gut per Zoom.

Es wird mit ziemlicher Sicherheit erfreulicher laufen als ohne. Denn dann sind die besten Voraussetzungen dafür gelegt, dass das Gespräch euer Thema klärt und ihr euch besser versteht.

Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Rückmeldungen zu dieser Folge.

Licht in deinen Tag und Abend.

Deine Kerstin Bulligan von Lichtfinder

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