Wie tolerant bist du wirklich gegenüber anderen Meinungen und Gesinnungen? 

Dieser Text will einladen zur Selbstreflexion und beitragen zu mehr Frieden und weniger Spaltung in unserer Gesellschaft.

Vor kurzem unterhielten wir uns mit einem jungen Mann, der einen Shitstorm auf YouTube bekam, weil er sich die Haut dunkel gefärbt hatte, um einen schwarzen Promi in seiner Comedy-Show darzustellen. Er war sehr betroffen und fühlte sich in eine Schublade gesteckt. Sah er sich selbst doch fern von jeglicher rassistischer Gesinnung.

Wir sprachen über die Empfindlichkeit heutzutage, was Äußerungen angeht. Die Gendersternchen-Bewegung, die mittlerweile bereits Nachrichtenpodcasts erreicht hat. So dass man nur noch von ÄrztInnen, PolitikerInnen und sonstigen Innen spricht. Allerdings nur in positiven Zusammenhängen, also nicht bei TäterInnen o.ä.

Unsere Gesellschaft, nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern, vor allem auch in Amerika ist quasi hochsensibel geworden, was Sprache angeht. Die Amerikaner wollen übrigens derzeit human nicht mehr sagen, weil sich man darin verbirgt… Es treibt also durchaus Blüten.

Achtung, ich möchte mich von vornherein entschuldigen:  diese Folge ist ganz bestimmt nicht sprachlich hygienisch rein, mit doppelter FFP2 Maske gesprochen;)

Wenn ich irgendein Wort also nicht politisch korrekt sprechen sollte  – und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich über Stolperdrähte stolpern werde – dann ist es mir umso wichtiger, diese Botschaft nach außen zu bringen. Ich hoffe, es gelingt mir ansatzweise, weil es wirklich so wichtig ist.

Sind wir zu empfindlich?

Eines möchte ich gerne deutlich machen: Die Empfindlichkeit gegenüber sprachlichen Äußerungen darf nicht als „zu empfindlich gewertet werden“. Denn wenn wir sagen, „Hach, was seid ihr Randgruppen denn so empfindlich?“ Dann ignorieren wir den Schmerz, dann sind wir alles andere als empathisch. Es ist wichtig, dass wir für die Sorgen und Nöte bestimmter Gruppen sensibel werden um neue Bilder in die Köpfe der Gesellschaft zu bekommen.

Gleichzeitig sollten wir versuchen, allen Menschen gegenüber mehr Empathie entgegenzubringen. Jeder – wirklich jeder (!) -will gesehen und ernst genommen werden in seinen Bedürfnissen, Sorgen, Nöten und Ängsten. In dem, was andere als „Empfindlichkeiten“ bezeichnen, weil sie es selber einfach nie so erlebt und gefühlt haben.

Die Bedeutung sprachlicher Sensibilität

Sprache schafft Realität. Sprache erzeugt Gefühle und kreiert Bilder in unseren Köpfen. Und was wir uns vorstellen können, ist möglich und kann Wirklichkeit werden. Hypnose ist der beste Beweis dafür. Durch Sprache kreiere ich in der Hypnose  Bilder und andere Sinneshalluzinationen, die dann wirklich gefühlt werden und eine neue Wirklichkeit erschaffen.

Den Schmerz anerkennen

Ich weiß um den Schmerz von Minderheiten oder Andersartigen, die sich ausgegrenzt fühlen oder die Mobbing oder eine Sonderbehandlung erfahren haben. Nicht nur aus zahlreichen Telefongesprächen mit Betroffenen, sondern auch von engsten Mitmenschen. Außerdem nicht zu vergessen, ich bin eine Frau. Wenn man das heute noch sagen darf , zwinker, zwinker.

Ich musste als Jugendliche im Ferienjob erleben, dass mein männlicher Mit-Kollege 2 DM mehr Stundenlohn bekam als ich in den zwei Wochen Büroarbeit. Das machte am Ende riesig einen Unterschied. Ich war wirklich baff, dass allein das Geschlecht entscheiden sollte, dass er am Ende mit ein paar Hundert DM mehr rausging, obwohl wir exakt die gleiche Arbeit machten. Ich hatte damals meinen ganzen Mut zusammen genommen und beschwerte mich im Personalbüro. Daraufhin bekam ich dort nie wieder einen Job. Ich war seitdem höchst sensibilisiert für die Ungerechtigkeit gegenüber bestimmten Gruppen. Immer war es mir wichtig, selbst allen Menschen gleich offen gegenüberzutreten.

Gesellschaftliche Spaltung

Doch die Entwicklung der letzten Jahre und besonders in letzter Zeit erschreckt mich. Menschen zerreißen sich, fallen übereinander her wie die Hyänen besonders in den sozialen Netzwerken. Da bin ich einmal so angegriffen worden im Rahmen einer Diskussion über die ungerechte Behandlung eines kleinen dunkelhäutigen Kindes, dass ich viele Monate nicht mehr in dieser Facebook Gruppe aktiv war. Obwohl ich nur die allerbesten Absichten hatte und diese auch äußerte.

Das Schlimme für mich daran war, dass nicht wirklich zugehört wurde. Motive, Bedürfnisse interessierten nicht. Die gute Absicht wurde einfach nicht gesehen. Es wurde nur auf Worte geschaut die als richtig oder falsch galten, nicht auf die Haltung dahinter.

Berechtigtes Interesse

Menschen, die irgendwie anders sind als die herrschende Mehrheit, haben Schmerz erlebt.

Sie sind verletzt worden, gedemütigt, beleidigt, ausgegrenzt, benachteiligt worden. Sie wollen Gleichbehandlung, Respekt und Wertschätzung: ob es sich nun um Frauen, Schwule, Behinderte, Angehörige anderer ethnischer Gruppen, Religionen oder Hautfarben handelt oder nicht eindeutig zuordenbare Geschlechter. Dieser Schmerz ist verständlich.

Und es ist ein Geburts- und Menschenrecht, dass einfach alle Menschen gleich sind im Sinne von gleich viel wert und gleich zu behandeln. Im Übrigen gibt es immer noch keine echte Gleichbezahlung der Frauen im Deutschland des 21. Jahrhunderts, das nur mal so am Rande bemerkt.

Wenn wir uns sensibilisieren für Sprache, dann ist es möglich, neue Konzepte in die Köpfe der Menschen zu bekommen, das ist auch richtig.

Deshalb ist es wichtig und okay, auch die weiblichen Bezeichnungen immer wieder zu verwenden und auch sonst sich sensibel zu zeigen für Verletzlichkeiten. Deshalb bemühe ich mich auch immer wieder die männlichen und die weiblichen Bezeichnungen etwas abzuwechseln, auch wenn es umständlicher klingt. Das künstliche In, dazu kann ich mich noch nicht durchringen. Da bin ich halt noch nicht so weit. Das widerstrebt mir irgendwie.

Schwul zum Beispiel als abwertendes Wort in der Alltagssprache zu verwenden ist gedankenlos und verletzend. Darauf dürfen und sollen Menschen aufmerksam gemacht werden.

Eine Sensibilisierung ist gut und sehr wichtig, doch soll sie nicht zu pauschalen Vorverurteilungen führen, nur weil sich jemand eben noch nicht so bewusst ist.

Eine Kultur des Verurteilens

Doch was gerade passiert ist ein Prozess der Hypersensiblität gegenüber bestimmten sprachlichen Äußerungen. So dass die Worte, die jemand spricht, zu einem Shitstorm führen, der seinen Ruf für immer beschädigt und die Karriere beendet.

Das heißt, es wird sofort be- und verurteilt und dieser Mensch wird in eine Schublade gesteckt.

Über manche Themen trauen wir uns fast nicht mehr aussprechen, was wir denken. Überall lauern Gefahren. Es entsteht die Angst, selbst verurteilt zu werden als Genderfeindliche, Rechtsgesinnte, QuerdenkerIN, EsoterikerIN (!) usw. usf.

Was passiert? Wir verurteilen die anderen. Immer und immer wieder. Wir meinen, Gedanken und Gefühle lesen zu können. Jemand der so was sagt, muss ja so eine Gesinnung haben.

Jemand, der so was sagt, gehört in diese Schublade. Ganz klar.

Wir vergessen dabei, dass niemand Gedanken lesen kann. Wir urteilen zu schnell, zu einfach und zu hart.

Wir können nicht alle in einen Topf werfen. Menschen haben so viele Facetten.

“Bist du nicht 40 Tage in den Mokassins des anderen gelaufen, kannst du nicht über ihn (oder SIE!) urteilen,” sagten die Indianer. Verzeiht bitte, native Americans. Ich bin so aufgewachsen, mit Cowboy und Indianer.

Ich bin bestimmt einer der tolerantesten und offensten Menschen für alle nur möglich Schattierungen des menschlichen Daseins. Und ich hab mich als Kind zu gerne als Indianer verkleidet und habe immer noch Begriffe im Kopf wie Negerkusstorte oder Mohrenkopfsemmeln. Deshalb weiß ich natürlich um die schreckliche Geschichte der Sklaverei und Alltagsrassimus im 21. Jahrhundert. Ich finde das schlimm und wünsche mir, eine echte Menschlichkeit in den Köpfen und Herzen.

Selbstreflexion ist nötig

Sprache erzeugt Bilder, erzeugt Vorstellungen und Gefühle. Es ist wichtig, dass alle Menschen sich wohl fühlen können.

Ist nicht die Haltung, die ein Mensch hat, viel wichtiger als manche Begriffe, die er verwendet? Noch wichtiger ist, dass aus einer Haltung heraus auch entsprechendes Verhalten folgt.

Ein Verhalten, das eben nicht ausgrenzt, das ehrliche Wertschätzung und ehrliche Gleichberechtigung hervorbringt.

Was hab ich scheinheiliges Verhalten dick! Gerade von Kirchenvertretern gab es im wahrsten Sinne des Wortes so viel Schein-Heiligkeit so viele Jahrhunderte lang und bis heute. So wenig echte Menschlichkeit. Worte sprechen ist das eine, die Haltung dahinter und das Verhalten eine viel entscheidendere.

So viele Menschen wollen heutzutage besonders gut sein, wollen sich einsetzen für Minderheiten, für die Umwelt, für Solidarität und vergessen dabei, dass sie selbst im gleichen Atemzug jeden verurteilen, der anders denkt.

Deshalb an alle, die sich berufen fühlen, sich zu empören und andere zu verdammen, weil diese nicht gendergerecht sprechen, immer noch Begriffe bestimmter Art in den Mund nehmen die doch „ein No-go sind“.

Was empört ihr euch denn? Was verdammt ihr denn? Wie gut ist das denn, andere als schlecht zu bezeichnen?

Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein…

Ist es nicht so, dass gerade durch dieses Verurteilen Unfriede und Spaltung entsteht? Dass gerade dadurch eine echte Gleichbehandlung nicht MÖGLICH Ist? Weil man sich so sehr auf diese Unterschiede wie Geschlecht und Hautfarbe etc. konzentriert? Ich will mich gar nicht mehr darauf konzentrieren. Man zerrt die Unterschiede immer wieder hervor und zeigt darauf.

Den Menschen sehen

Warum sehen wir nicht einfach den Menschen? Wenn ich den Menschen sehe, dann ist doch alles andere unwichtig. Ganz gleich sind wir Menschen nicht und werden es zum Glück(!) niemals sein. Zum Glück gibt es unterschiedliche Hautfarben -warum sollten wir das heutzutage nicht benennen dürfen – zum Glück gibt es verschiedene Geschlechter. Zum Glück gibt es andere Meinungen. Wie langweilig wäre sonst diese Welt.

Mit einer künstlichen Gleichmacherei ist niemandem geholfen. Wir können stolz sein auf unsere Unterschiedlichkeit und Individualität und uns verbunden fühlen im Menschsein. Mit alle unseren so ähnlichen Wünschen und Sehnsüchten.

Menschen tendieren zu Schubladendenken

Mein Aufruf in dieser Folge: Werde dir bewusst, dass du selbst ständig beurteilst und bewertest. Ständig! Ich auch. Wir Menschen sind so gestrickt. Wir brauchen Bewertungen und Urteile, um uns in der Welt zurecht zu finden. Wir tendieren zu Schubladendenken. Schubladen helfen uns, eine Einordnung vorzunehmen, unsere Welt, die Menschen und die Werte zu strukturieren. Es nützt nichts, das zu verleugnen oder zu ignorieren. Wir werten und urteilen 1000e von Malen am Tag.

Doch es ist verheerend, wenn wir über Menschen urteilen, sie in eine Schublade stecken, Etikett draufkleben – und die Schublade dann verschließen.

Es ist verheerend, wenn wir uns nicht bewusst werden, dass es das ist, was wir tun.

Wir drücken alles und jedem unseren subjektiven Stempel auf. Wir sehen die Welt durch unsere subjektive Brille. Wir leben unsere Wahrheit, nicht DIE Wahrheit. Jeder konstruiert sich seine eigene Wahrheit aufgrund der eigenen Werte und er eigenen gemachten Erfahrungen.

Meine Welt und deine Welt

Wir zeichnen uns quasi unsere eigene Landkarte von der Welt, wie wir sie sehen und erleben. Und darin ordnen wir alles ein, so dass es für uns Sinn ergibt und passt. Doch die Landkarte entspricht nicht 1:1 der Realität, oder? Du fühlst das Gras nicht, wenn du mit den Fingern über die Karte streichst. Nein!

„The map is not the territory“

ist eine der Grundannehmen des NLP, einer wunderbaren Methodenlehre für Veränderung. The map ist not the territory. Die Landkarte ist nicht die tatsächliche Landschaft.

Wir müssen uns bewusst werden, dass wir urteilen, dass wir ständig bewerten. Dass das unsere subjektive Sicht auf die Welt ist. Unsere eigene Wahrheit.

Deshalb gibt es mehrere Wahrheiten. Manch einer, der eine völlig neue Erfahrung gemacht hat, im positiven wie im negativen Sinn, denkt nachher völlig anders über dieselbe Sache. Das kennst du doch bestimmt auch.

Nach einer Reise, nach dem Verlust eines Menschen, nach einer Krankheit, nach der Begegnung mit einem anderen besonderen Menschen ändern sich oft Meinungen ganz radikal. Man weiß gar nicht mehr, wie man früher bloß so denken konnte. Heute sieht man dieselbe Sache völlig anders.

Vielleicht hast du früher Schweinebraten mit Genuss gegessen und die Vegetarier belächelt, heute geht das für dich gar nicht mehr!

Bist du im Schubladendenken?

Was ich damit sagen will: Nicht, dass du aufhören solltest zu urteilen.

Sondern: werde dir bewusst, dass du urteilst, dass du subjektiv bist, dass es deine Brille ist, durch die du gerade schaust. Dass du in Schubladen steckst: und zwar nicht nur die Frauen, die Schwarzen (steinigt mich), die Schwulen und die Sonstigen sondern auch … (!)

…all die Menschen, die eine unbedachte Äußerung machen. Die Menschen, die noch nicht so weit sind in ihrem Bewusstsein, die Menschen, die noch nicht dieselben Erfahrungen gemacht haben wie du, noch nicht dieselben Erkenntnisse gewonnen haben wie du. Die Menschen, die ihre Werte gerade anders priorisieren. Die zum Beispiel mehr Wert legen auf Freiheit als auf Sicherheit. Die einen, die mehr Wert legen auf Umweltschutz. Die anderen, die mehr Wert legen auf Bequemlichkeit und Freiheit.

Wie wäre es, die Bedürfnisse auf den Tisch zu legen und in schlauen Lösungen zu vereinen?

Die einen wünschen sich Toleranz gegenüber den Minderheiten oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen, die andern wünschen sich Toleranz gegenüber unterschiedlichen sprachlichen Äußerungen. Alle wünschen sich Toleranz.

Was uns verbindet

Vielleicht sollten wir uns mehr darauf konzentrieren, was uns verbindet als Menschen als darauf, was uns spaltet. Wir Menschen haben alle tatsächlich dieselben Grundbedürfnisse. Nur nicht im selben Ausmaß zur selben Zeit.

Wir machen diese Welt nicht besser, wenn wir uns mit Hass und Verurteilen auf Menschen stürzen, die anderer Meinung sind als wir selber. Unsere Welt wird nicht besser, wenn wir Andersdenkende verurteilen. Wenn wir Menschen verurteilen, die gerade andere Werte wichtiger nehmen als wir.

Mein Apell

Lasst die Schubladen offen! Menschen sind so viel mehr als die eine Äußerung, die ihnen entschlüpft. Menschen haben so viele Facetten, sie verdienen es nicht – und zwar niemand! – in eine Schublade gesteckt zu werden und darin zu bleiben. Damit werden wir keinem einzigen Menschen gerecht.

Es gibt nicht DIE Frauen, nicht DIE weißen Männer, nicht die Transgender und nicht die Umweltschützer, ebenso wenig wie die Muslime und die Farbigen.

Es gibt so viel mehr zu entdecken in jedem Menschen.

Und es gibt so vieles, was uns vereint. Wenn wir uns jedoch nur fokussieren auf diese eine Meinung, die uns gerade trennt, oder dieses eine Merkmal der sexuellen oder politischen Orientierung dann bewirken wir immer mehr Spaltung.

Deshalb legen wir den Fokus doch lieber auf das, was uns verbindet. Bevor du urteilst oder bevor du die Schublade schnell verschließt. Frage den anderen: Worum geht es dir wirklich? Lass die Schublade offen.

Bleib neugierig, was dahinter steckt, wenn jemand eine Meinung äußert. Was steckt eigentlich für ein Wunsch dahinter? Welche Facetten hat dieser Mensch noch?

Menschen handeln und sprechen immer aus einem Bedürfnis heraus. Und erinnere dich: dasselbe Bedürfnis hast du auch, wir haben nämlich alle dieselben. Nur ist es bei dir gerade nicht so stark ausgeprägt und du würdest mit anderen Strategien versuchen, es dir zu erfüllen.

Welches Bedürfnis steckt bei mir hinter der Folge heute?

Es ist der Wunsch nach Verbindung, nach Austausch, nach echtem Dialog in unserer Gesellschaft. Das ist vielleicht das wichtigste und die dringlichste Aufgabe für jetzt und die nächsten Jahrzehnte. Es ist der tiefe Wunsch nach Frieden in uns und unter uns. Wenn wir nicht bei uns selber anfangen, wie sollen wir dann in einer friedlichen Welt leben?

Wenn wir nach Toleranz schreien für Menschen anderer Religion, Hautfarbe und anderen Geschlechts, dann lasst uns nicht vergessen, selbst tolerant zu sein gegenüber anderen Gesinnungen.

Sei ehrlich zu dir selbst

Wie tolerant bist du selbst wirklich gegenüber anderen Meinungen? Wie schnell verurteilst du andere?

Es ist ein psychologisches Phänomen genannt Projektion, dass, wir an anderen am meisten hassen und verurteilen, was wir uns selbst nicht erlauben bzw. was auch eine eigene Schwäche von uns selbst darstellt. Es hat also immer mit uns selbst zu tun. Es sind unsere Werte.

Können wir anderen zugestehen, dass ihnen gerade etwas anderes wichtig ist? Können wir im Dialog und im Frieden bleiben. Können wir die Vielfalt an Meinungen schätzen?

Erinnere dich, dass du deine Meinung im Laufe deines Lebens schon öfter mal geändert hast, angepasst hast. Wenn du vehement streitest, denk daran, dass Meinungen sich ändern, dass nichts in Stein gemeißelt ist. Dass Meinungen das sind, was sie sind, subjektive gefärbte Meinungen, jedoch keine Wahrheiten.

Jeder hat immer Recht

Deshalb hat eigentlich jeder immer Recht  – in seiner Welt.

Versetz dich doch mal in die Lage des anderen. Stell dich doch mal in ihre Schuhe. Setz doch mal ihre Brille auf und betrachte die Welt durch diese Färbung. Dann wäre dir jetzt auch etwas anderes ganz furchtbar wichtig.

So einfach gesagt, doch das ist eine hohe Kunst. Sie ist leichter zu schaffen, wenn du mit dir selbst in deiner guten Verbindung bist. Wenn du selbst herausgefunden hast, warum dich etwas gerade so triggert, was da eigentlich in dir los ist. Ich helfe gerne dabei, das herauszufinden. Klarheit zu gewinnen: Worum geht es mir wirklich. So klärt sich dein Inneres, so wirst du friedlicher und offener für gute Verbindungen.

Eine friedlichere Welt

Lass uns friedlich werden. Lass uns mehr Verbindungen schaffen, von Herz zu Herz. Wir Menschen haben tief drinnen alle ganz ähnliche Sehnsüchte. Mehr Toleranz und Offenheit in ALLE Richtungen täten uns allen gut.

Wie wäre es, wenn wir mehr schauen auf alles, was uns verbindet?

Einen friedlichen Tag, mit guter Verbindung zu dir selbst wünsche ich dir.

Deine Kerstin von Lichtfinder

PS: Du kannst diesen Text als Episode im Lichtfinder Lebensfreude Podcast hören (Folge 53)

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